I Am Legend - Interview
| Land (Jahr): | USA (2007) |
| Genre: | Drama, Horror, Sci-Fi, Thriller |
| Filmlänge: | 100min |
| Regie: | Francis Lawrence |
| Kinostart: | 10.01.2008 |
| 19.12.2007 (Romandie) | |
| 11.01.2008 (Tessin) |
Will Smith: «Man muss eine Routine haben. Beispielsweise um 6:00 Uhr säubere ich meine Nägel ...»
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Bei der Produktion von «I am Legend» war das Recherchieren seine liebste Beschäftigung.
Will, es ist wie immer ein Vergnügen, Sie zu sehen. Wir sind hier in London, um über «I am Legend» zu sprechen. In den USA haben letzte Woche bereits sehr viele Leute den Film gesehen. Es stimmt Sie sicher zuversichtlich, dass der Film so gut läuft, obwohl Sie praktisch die ganze Zeit alleine zu sehen sind.
Ja, deshalb war ich auch noch nie so nervös, wie vor dem Erscheinen dieses Films. Er ist einfach so komplett anders. Wir haben aber den künstlerischen Ansatz gewählt, um diesen Film zu machen. Das war wahrscheinlich etwas sicherer. Auf die Vision dieses Films sind wir aber sehr stolz, deshalb ist es grossartig, dass ihn so viele Leute sehen wollen.
Da gibt es wirklich viel, auf das man stolz sein kann. Es war alles neu, weil noch nie jemand einen Film wie diesen gemacht hat. Aber Francis Lawrence hat sehr viel Wert auf Details gelegt. Deshalb hatten Sie auch extrem viel mit recherchieren zu tun. Vor allem, um den psychologischen Aspekt des Films abzudecken.
Francis ist sehr stark im recherchieren. Ich liebe das auch, also war es der aufregendste Teil des ganzen Prozesses für uns. Wir haben mit Kriegsgefangenen gesprochen und mit Leuten, die in Einzelhaft waren. Sie haben uns Denkanstösse gegeben, damit wir die Figur verstehen konnten. Sie alle sagten, das wichtigste sei ein Zeitplan. Man muss eine Routine haben. Beispielsweise: um 6:00 Uhr säubere ich meine Nägel, um 07:45 Uhr reinige ich die Böden, um 8:00 Uhr blicke ich für eine Stunde in den Himmel. Man muss alles planen, um zurecht zu kommen. Das hat uns sehr geholfen Robert Nevilles Tagesablauf zu gestalten.
[Will Smith wurde interviewt von Portmann Media]
Francis Lawrence: «Wir haben die Strassen gefilmt und hofften immer, dass niemand ins Bild platzt.»
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Der Regisseur war schon immer von menschenleeren Strassen und der Idee eines einzigen Überlebenden fasziniert.
Francis, es freut mich sehr, Sie hier in London zu sehen. Wir sprechen über «I am Legend». Der Film hat in Amerika schon sehr viel Geld eingespielt. Das ist ein Zeichen dafür, dass es reicht, nur einen Schauspieler in einem Film zu haben, wenn es Will Smith ist.
Ja, es funktioniert mit Will Smith. Es ist immer hilfreich ihn zu haben. Ich denke aber auch, dass die Idee des Films die Leute in die Kinos lockt.
Absolut. Es ist die Idee davon, was wir mit uns selber anfangen und was die Wissenschaft mit uns macht. Der Film handelt auch davon, was Männer tun, wenn sie allein sind (lacht). Erzählen Sie uns von Ihren ersten Erfahrungen mit dem Skript. Haben Sie es gelesen und gleich gedacht «Ok, das ist einmal etwas ganz anderes. Wie können wir das verfilmen?»?
Nun, ich habe das Skript gelesen, bevor ich den Film «Constantine» gemacht habe. Es hat mich von Anfang an gepackt. Ich war immer fasziniert von der Idee einer leeren städtischen Umgebung und wie es sein würde ein Überlebender zu sein. Sogar schon davor. Dies war jetzt einfach ein Projekt, dass das beinhaltet. Die Idee hat mich während der ganzen Produktion des Films verfolgt. Ich habe mich mit den Produzenten und Akiva Goldsman zusammengesetzt und wir haben uns entschieden, es gemeinsam zu realisieren.
Lassen Sie uns über verlassene Gegenden sprechen. Sie haben den Film in einem Umfeld angesiedelt, das nie verlassen ist. Wie schwierig ist es, das zu erschaffen?
Das war sehr schwierig. New York ist ein äusserst belebter Ort. Wir haben die Strassen gefilmt und hofften immer, dass niemand ins Bild platzt. Es war ein grosses Stück Arbeit, aber die Stadt hat uns sehr dabei geholfen.
War es wichtig, in der echten Stadt zu drehen, anstatt Sets zu bauen, um den Schauspielern ein Gefühl der Realität zu vermitteln?
Ja, das ist genau das, was ich tun wollte. Die Lösung im Studio wäre bestimmt einfacher gewesen, um alles zu kontrollieren. Aber das hat mich einfach nicht interessiert, denn so wussten wir genau, was wir mit der Kamera zu tun hatten und es beeinflusste auch die Schauspieler und ihre Leistungen. Es war besser, draussen an der Luft und in den richtigen Strassen zu sein. Es fühlt sich einfach komisch an, mitten auf einer Strasse zu stehen. Deswegen wollte ich an den originalen Schauplätzen drehen.
Der Film mixt alle möglichen Genres. Er beinhaltet sowohl Action als auch übernatürlichen Horror. Wie wichtig war es, die richtige Balance zu finden? Der Film vermittelt ja eine Botschaft, aber soll auch unterhalten wie ein Blockbuster-Film.
Das war der Trick bei diesem Film. Was uns drei - Will, Akiva und mich - am meisten interessierte, war eine psychologische Charakterstudie über einen alleingelassenen Mann zu machen. Das alles in der Blase dieser grossen, leeren Stadt. Das gibt einem viele Möglichkeiten. Aber wir mochten einfach das Drama. Dann muss man die Balance finden zwischen wie viel Action man integrieren will, welche die Leute anregt und wie furchteinflössend das ganze sein darf. Das war eine komplizierte Aufgabe.
[Francis Lawrence wurde interviewt von Portmann Media]
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