Fred Claus - Interview
| Aka Titel: | Gebrüder Weihnachtsmann |
| Land (Jahr): | USA (2007) |
| Genre: | Comedy, Fantasy |
| Filmlänge: | 116min |
| Regie: | David Dobkin |
| Kinostart: | 29.11.2007 |
| Drehbuch: | Dan Fogelman |
| Jessie Nelson |
Vince Vaughn: «Ich denke, für Kinder ist es wichtig, dass sie jemanden haben, der sich um sie kümmert und sie liebt.»
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Vince Vaughn musste sich gegen seine beiden älteren Schwestern behaupten. Vor allem bei Brettspielen.
Hallo Vince, es ist immer eine Freude, Sie zu sehen. Wir sind hier in London, um über «Fred Claus» zu sprechen. Im Film sind Sie der ältere Bruder des Weihnachtsmannes, mit dem Sie sich oft streiten. Im richtigen Leben haben Sie aber zwei Schwestern, das war bestimmt einfacher..
Nun, ich hatte zwei ältere Schwestern, da ging es eher ums Überleben (lacht). Ich bin fünf beziehungsweise sechs Jahre jünger und sie sind beide Frauen, was es schon sehr schwierig machte. Es war hart, bei den Brettspielen dabei zu sein. Wenn ich zum Beispiel Monopoly spielen wollte, musste ich mich richtig reinkämpfen. Aber seit wir älter geworden sind und die 18 hinter uns gelassen haben, sind wir beste Freunde.
Es ist bestimmt schön, Schwestern zu haben. Brüder sind allerdings auch nicht schlecht...
Wie viele Brüder haben Sie denn?
Ich habe einen Bruder, der wie Sie etwas jünger ist und noch eine Schwester. Er war aber immer der König der Familie (lacht).
Das ist süss.
Lassen Sie uns über den Film sprechen. Es ist eigentlich ein Familienfilm, beinhaltet aber noch viele andere Themen. Eines davon ist die Dynamik innerhalb einer Familie und wie Menschen in der Ferienzeit miteinander umgehen. Erzählen Sie uns mehr.
Ich glaube, da kann jeder etwas für sich finden. Je nachdem, ob man das älteste oder das jüngste Kind war. Oder wenn eines Erfolg hat und das andere nicht so sehr. Die Eltern nehmen das nicht so ernst, aber die Kinder denken sehr schnell, dass eines von ihnen von den Eltern bevorzugt wird. Eine Seite davon ist sehr ernst und die behalten wir, wenn wir älter werden, aber manchmal denken wir immer noch wie früher über unsere Geschwister. Ich denke, der Film dreht sich sehr stark um dieses Thema. Was ich sehr daran liebe, ist das Konzept rund um dieses ungezogene Kind. Ich denke, für Kinder ist es wichtig, dass sie jemanden haben, der sich um sie kümmert und sie liebt. Ich habe das Glück, dass ich aus einer guten Familie komme. Meine Eltern konnten mir das geben. Aber ich glaube, speziell zu dieser Jahreszeit ist es für Kinder sehr hart, wenn sie niemanden haben, der an sie glaubt. Das ist bestimmt sehr schwierig und traurig.
Ganz genau. Es ist zwar ein Familienfilm, aber wie Sie gesagt haben, spielt auch ein wenig Psychologie mit. Der Film erforscht, wie Kinder fühlen. Haben Sie sich schon vor dem Dreh Gedanken darüber gemacht?
Ja natürlich. Für mich war das Thema «gutes und freches Kind» sehr wichtig. Ich dachte viel daran, dass jedes Kind jemanden braucht, der für es da ist. Das war das grösste Ding für mich. Dann kam auch David Dopkin (Regisseur) dazu, mit dem ich zuvor schon zwei Filme gemacht habe. Da war einerseits «Wedding Crashers», der eher für Erwachsene war und dann «Clay Pigeons», der vom psychologischen Aspekt interessant war. Ich schenke David viel Vertrauen, denn ich glaube, er ist ein hervorragender Geschichtenerzähler. Ich war froh, dass ich diesen Film mit ihm machen konnte.
[Vince Vaughn wurde interviewt von Portmann Media]
Paul Giamatti: «Das ist es, was ich am Schauspielern liebe: Ich bin nicht ich selbst. Wenn ich dann noch komplett anders aussehe, ist das noch grossartiger.»
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Paul Giamatti mag es, sich zu verändern. Und er weiss jetzt, dass der Weihnachtsmann ein Geschäftsmann ist.
Paul, es freut mich, Sie hier beim verschneiten Fred Claus-Interview zu sehen. Dazu auch gleich meine erste Frage: Auf dem Set wurde alles unternommen, damit Sie sich wirklich wie der Weihnachtsmann fühlen. Das hat Ihnen bestimmt geholfen....
Ja, es war alles komplett. Es war fast ein wenig surreal, so gut war es. Die Central Street beispielsweise hatte viele Seitenstrassen. Man konnte dort wirklich herumlaufen und auch die Gebäude betreten. Erst dann habe ich realisiert, dass es eigentlich nur Attrappen waren. Es hat auch die ganze Zeit geschneit und es war richtig kalt. Es war ein wirklich sehr realistisches Erlebnis.
Es ist ein Familienfilm, aber es hat trotzdem viele andere Elemente drin. Eines davon ist die Dynamik innerhalb von Familien und wie sie zusammen funktionieren. Fred und Nick Claus werden hier als Beispiel einer nicht funktionierenden Familie gezeigt. Beschreibe ich das richtig?
Das macht Sinn, denn ich hatte einen Bruder und es war sehr hart, sein Bruder zu sein (lacht). Nick ist ein Heiliger und ein enorm erfolgreicher Geschäftsmann. Ich glaube, wenn der Weihnachtsmann wirklich eine Familie hätte, wäre das bestimmt nicht die Glücklichste.
Es ist auf jeden Fall eine gute Komödie. Ist es mit so guten Komikern wie Ihnen und Vince Vaughn nicht schwierig, die Komik etwas einzudämmen und nicht überborden zu lassen?
Wissen Sie, Vince ist sehr gut im improvisieren. Kevin Spacey ist natürlich auch sehr gut darin, wie auch Rachel Weisz. Das schaukelt sich dann hoch und so hat man immer eine gute Zeit. Man muss dann auch immer sofort herausfinden, was man als nächstes sagen will. Wir haben viel gelacht und Spass gehabt, aber das war natürlich alles im Interesse der Arbeit.
Wie ist es für Sie: mögen Sie den Film wegen den Kostümen, die darin vorkommen und weil Sie Nick Claus spielen können? Oder eher weniger?
Nein, ich mag diese Art und mache es sehr gerne. Ich habe schon viel in dieser Art gemacht und geniesse es jedes Mal wieder. Es war schon nicht ganz leicht, aber es hilft einem schon, wenn man ganz anders aussieht. Man verändert sich in ganz wundervoller Weise. Mein ganzer Körper wurde verändert und das war fantastisch. Das ist es, was ich am Schauspielern liebe: Ich bin nicht ich selbst. Wenn ich dann noch komplett anders aussehe, ist das noch grossartiger. Ich mag es wirklich.
[Paul Giamatti wurde interviewt von Portmann Media]
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