| Aka Titel: | Das perfekte Verbrechen |
| Land (Jahr): | USA (2007) |
| Genre: | Crime, Drama, Thriller |
| Regie: | Gregory Hoblit |
| Kinostart: | 17.05.2007 |
| 09.05.2007 (Romandie) | |
| Drehbuch: | Daniel Pyne |
| Glenn Gers |
Anthony Hopkins: «Jemanden umzubringen, der eine Affäre hat, ist nicht gerade das Intelligenteste.»
«The Mad Hopkins» begeht den perfekten Mord - aus Eifersucht.
Was für eine Art Film ist das und weshalb haben Sie mitgemacht?
Ich denke, so könnte man es nennen: ein smarter Film auf hohem Niveau, gut geschrieben und gut strukturiert, was heutzutage nicht mehr sehr üblich ist. Und das war's dann auch. Ich rief meinen Agenten an und sagte, ich wolle mitmachen. Der Dreh zum Film hat mir dann soviel Freude gemacht, wie kein Film mehr seit sehr langer Zeit.
Wer ist Ihre Figur Ted Crawford und was hat er getan?
Ich spiele den ultimativen Kontrollfreak. Meine Frau hat eine Affäre, was mir natürlich nicht passt. Deshalb bringe ich sie am Anfang des Filmes um. Es ist nicht das intelligenteste, was man tun kann, jemanden umzubringen, der eine Affäre hat. Aber ich habe es getan. Ich habe noch nie psychologische Studien zu den Personen, die ich spiele, gemacht. Ich lasse sie einfach mit dem Verlauf des Filmes wachsen. Im Gericht übernehme ich dann selbst meine Verteidigung. Mein Gegner ist der junge Staatsanwalt Willy Beachum. Er setzt alles daran, zu beweisen, dass ich meine Frau umgebracht habe.
Was macht Ted Crawford so speziell?
Die Figur, die ich spiele, ist fasziniert von Maschinen. Er denkt auch wie eine Maschine und ist technisch sehr begabt. Er liebt die Präzision und deshalb kann man ihn eigentlich als Ingenieur bezeichnen.
Warum ist Crawford so gelassen? War das Ihre Idee, ihn so darzustellen? Und was ist mit Ryan Gosling?
Weil Crawford, der Mann den ich spiele, felsenfest davon überzeugt ist, dass er den perfekten Mord begangen hat, kann er mit Beachum spielen. Aber das ist nicht mein Verdienst, das Drehbuch war einfach so toll geschrieben. Ein gutes Drehbuch macht es einem sehr einfach. Ryan Gosling hat seine Rolle des Willy Beachum so interpretiert, dass sie einerseits grossartig, aber auch ziemlich relaxt ist. Er hat die Figur auch mit einem Südstaatenakzent ausgestattet. Ich habe diese Eigenschaften verwendet, um sie gegen ihn einzusetzen und mit ihm zu spielen.
[Anthony Hopkins wurde interviewt von Portmann Media]
Ryan Gosling: «Es ist nicht alltäglich, mit einem Helden zu arbeiten.»
Der Mormone hat endlich einen Film gemacht, der seiner Mutter gefällt.
Hallo Ryan, beschreiben Sie bitte Ihre Figur Willy Beachum.
Willy Beachum ist ein aufstrebender Staatsanwalt aus Los Angeles. Er kommt aber ursprünglich aus einer Mittelschichtfamilie aus Oklahoma. Im Film macht er gerade eine schwierige Phase durch, weil er mit einem Job aufhören und eine neue Stelle antreten will.
Wie entwickelt sich die Handlung im Film?
Ich glaube, Crawford schlägt bei der Ermordung seiner Frau ganz neue Wege ein. Er glaubt auch tatsächlich, dass er damit davon kommt. Ich glaube, er geniesst das richtig, dass Willy sich abmüht. Willy merkt dann, dass er die Kontrolle über die ganze Angelegenheit verliert.
Sie spielen seit langem wieder einmal einer der 'Guten'. Wie kam das?
Ich war sehr glücklich, dass ich im Film Anzüge tragen durfte, weil meiner Mutter das sehr gefällt. Bis jetzt habe ich ja nur böse Jungs gespielt und ich wollte nicht, dass sie deswegen Komplexe bekommt (lacht). Es ist toll, in einem Film zu sein, den sie ihren Freunden zeigen kann ohne dabei denken zu müssen, dass sie irgend etwas falsch gemacht hat.
Warum ist der Fall von Ted Crawford für Willy Beachum so wichtig?
Er hat gar keine Wahl, er muss diesen Fall gewinnen. Sonst ist er sowohl bei seinem alten, wie auch bei seinem neuen Arbeitgeber unten durch. Dann kommt natürlich noch der persönliche Aspekt dazu. Er will und kann es nicht zulassen, dass ein Mörder diesen Fall gewinnt. Vor allem nicht einer, der das ganze Theater auch noch zu geniessen scheint.
Wie war es für Sie ganz allgemein, in diesem Film mitzuwirken?
Die Unterstützung, die ich für diesen Film erhalten habe, hätte gar nicht grösser sein können. Die Besetzung ist einfach unglaublich und ich habe von jedem dieser Schauspieler etwas gelernt.
Wie war es, mit einem Superstar wie Anthony Hopkins zusammenzuarbeiten?
Es ist nicht alltäglich, mit solchen Helden zu arbeiten. Er ist einer meiner Lieblingsschauspieler, aber das ist er wohl von jedem. Er hat meine Erwartungen noch weit übertroffen und ist unglaublich professionell. Gleichzeitig ist er aber wie ein normaler Typ, mit dem du über alles sprechen kannst.
[Ryan Gosling wurde interviewt von Portmann Media]
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