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Evan Allmächtig - Interview

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Originaltitel:Evan Almighty
Land (Jahr): USA (2007)
Genre:Comedy, Fantasy
Filmlänge:95min
Regie:Tom Shadyac
Kinostart:16.08.2007
 15.08.2007 (Romandie)
Drehbuch:Steve Koren

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Steve Carell: «Es war schon seltsam, drei Tage lang Vögel auf meinen Schultern zu haben und sogar so auf die Toilette zu gehen.»

Steve Carell hat bei den Dreharbeiten zu «Evan Almighty» gelernt, dass so ein Bartwuchs recht zeitintensiv sein kann.

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Steve, lieben Sie Tiere und die Umwelt?
Ja natürlich. Es ist toll, beide zu lieben.

Haben Sie den fertigen Film schon gesehen?
Nein, ich werde ihn mir nicht ansehen... (lacht) Im Ernst, ich habe ihn vor anderthalb Monaten gesehen und fand ihn grossartig. Ich habe ihn auch mit Publikum gesehen und es schien, als würden ihn die Leute mögen.

Es ist eine sehr grosse Produktion. Wie war das für Sie?
Nun, wir waren drei Monate auf dem Set in Virginia in den Hügeln der Blue Rich Mountains. Es war wunderschön dort draussen. Auf einem der Hügel haben sie die Arche wirklich gebaut. Ich fuhr zum Set mit all den Zimmermännern und Tiertrainern in ihren Wohnwagen und wir haben gleich die ganze Kleinstadt dort in Beschlag genommen. Praktisch jeder dort arbeitete für diesen Film. Das war überwältigend. Ich dachte, «Wow, ich bin nicht nur dabei, ich bin der Typ, der am Bug dieses Schiffs steht.» Ich habe dann immer daran gedacht, wie viel Glück ich hatte, es dorthin geschafft zu haben.

Wussten Sie, was da auf Sie zukommt? Immerhin hatten Sie mit sehr vielen Tieren zu tun und mussten tonnenweise Make-up tragen.
Ich habe nicht zweimal darüber nachgedacht, bis ich auf dem Set mit der vollen Bart-Pracht in meinem Gesicht mit einem Alpaka geredet habe. Es gab einige sehr surreale Momente. Ich habe mich dann schon gefragt, was das Leben mit mir gemacht hat, dass ich an diesen Platz gekommen bin. Ich habe mir aber einfach nicht zu viele Gedanken darüber gemacht. Als sie mir gesagt haben, dass ich verschiedene Level von Haar- und Bartwuchs haben werde und dass dies eines der Themen des Films sein wird, dachte ich mir, dass das eine grossartige Idee sei. Ich hatte dabei allerdings nicht bedacht, dass ich deshalb jeden Morgen vier Stunden lang in der Maske sitzen musste, um geschminkt zu werden und jeden Abend noch eine Stunde, um alles wieder zu entfernen. Es gab also schon Aspekte, über die ich mir nicht genügend Gedanken gemacht hatte. Dazu kam natürlich noch die Arbeit mit den Tieren. Es war schon seltsam, drei Tage lang Vögel auf meinen Schultern zu haben und sogar so auf die Toilette zu gehen. So etwas hatte ich schon nicht erwartet. Aber ich habe es getan und es genossen. Ich meine, wer würde so etwas nicht geniessen?

Und dieser Film macht sich im Lebenslauf sehr gut, nicht wahr?
Ja, das tut er. Wissen Sie, alle Schauspieler haben Bänder mit ihren besten Arbeiten (schmunzelt). Das sind bei mir unter anderem die Szenen mit den Vögeln auf meiner Schulter. Dieses Erlebnis will ich für immer in meinem Herzen tragen.

Sie hatten aber nicht nur mit Vögeln zu tun, sondern auch mit Hunden, Schlangen und Spinnen. Die Spinnen waren aber nicht echt, oder?
Nein, die Spinnen waren nicht echt. Bei den Schlangen ist es so, dass die, welche man im Film sieht, nicht echt sind, weil die richtigen immer in meine Jacke gekrochen sind und man sie deshalb nicht sehen konnte. Ich flippte aus, denn ich bin kein grosser Schlangenfan. Aber einige der anderen Tiere wurden sehr gute Freunde.

[Steve Carell wurde interviewt von Portmann Media]

Morgan Freeman: «Ich sage auch nicht, dass das Arbeit ist. Richtige Arbeit ist es, nach Arbeit zu suchen. Wenn man sie gefunden hat, muss man nur noch spielen.»

Morgan Freeman spielt Gott. Diese Rolle nahm er zeitweise fast zu Ernst.

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Morgan Freeman, wie kamen Sie darauf, die Rolle als Gott anzunehmen?
Wenn es eine ernste Rolle gewesen wäre, hätte ich sie nicht angenommen. Ganz einfach: Dass ich sie noch einmal gespielt habe, hat nur mit den Filmemachern zu tun. Ich mag Toms (Shadyac, Regisseur) Arbeit sehr. Darin, wie er denkt, was er tut und was er sagt, ist er mir recht ähnlich - also haben wir uns sehr gut einigen können.

Wie lautet die Botschaft von «Evan Almighty»?
Das Zusammenleben mit Menschen funktioniert nur, wenn alle aufeinander Rücksicht nehmen und einander helfen. Ganz nach dem Motto: «Ich will etwas Gutes für dich tun». Nur so funktioniert es und die Gesellschaft kann wachsen. Wenn man, wie im Film, Gott gesehen hat, tut man das noch viel lieber. Man sieht ihn vielleicht nie wieder, aber der Wille, etwas aus reiner Güte zu tun, ist viel grösser. Das setzt sich dann immer weiter fort.

Was halten Sie von Regisseur Tom Shadyac?
Er ist ein Profi. Ein wirklich wunderbarer Mensch. Das ist der Grund, warum er so erfolgreich ist in diesem Business. 99.99 Prozent der Leute, mit denen ich zusammenarbeite, sind so wie er. Wunderbare Menschen, mit denen man gerne zusammenarbeitet.

Wie war es bei den Dreharbeiten?
Ich hatte eine gute Zeit. Eigentlich habe ich immer eine gute Zeit, wenn ich arbeite. Ich habe es sehr genossen, diesen Film zu machen. Ich sage auch nicht, dass das Arbeit ist. Richtige Arbeit ist es, nach Arbeit zu suchen. Wenn man sie gefunden hat, muss man nur noch spielen. Dann macht es mir immer sehr viel Spass. Ich hoffe dann immer, dass es allen Leuten um mich herum genauso geht.

Da sie so von Tom Shadyac schwärmen: Möchten Sie nicht auch wieder einmal selbst auf dem Regiestuhl Platz nehmen?
Ich bin nicht sehr scharf darauf, selbst Regie zu führen. Man gibt mir eine Rolle und ich sage: «ich mache es». Das sage ich viel lieber als: «ich kann es machen». Wie auch immer, Tom hat eine ganz spezielle Art, zu drehen. So, dass man ihm einfach immer gerne gefallen möchte. Er weiss auch immer ganz genau, was er will. Das ist sehr hilfreich. In dieser Rolle hatte ich die Tendenz, etwas zu seriös zu werden. Er hat das sofort gemerkt und mir gesagt, dass ich ein wenig lockerer spielen soll.

[Morgan Freeman wurde interviewt von Portmann Media]

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