Charlie Wilson's War - Interview
| Aka Titel: | Der Krieg des Charlie Wilson |
| Land (Jahr): | USA (2007) |
| Genre: | Drama |
| Filmlänge: | 102min |
| Regie: | Mike Nichols |
| Kinostart: | 07.02.2008 |
| 16.01.2008 (Romandie) | |
| 08.02.2008 (Tessin) |
Tom Hanks: «Julia Roberts ist alles was man sich wünschen kann.»
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Mit Mike Nichols zu arbeiten war für Tom Hanks wie eine «lange, märchenhafte Mahlzeit».
Tom, es ist sehr ungewöhnlich, dass nur drei Menschen die Welt verändern.
Oh, das ist schon früher passiert. Manchmal geschieht das in einem Labor, wo einige wenige Leute versuchen herauszufinden, warum eine bestimmte Zelle etwas bestimmtes tut. Manchmal passiert das auch aus einer Motivation heraus. Vor einiger Zeit sassen Philip Seymour Hofmann, Mike Nichols, Aaron Sorkin, Julia Roberts und ich beisammen und haben uns gefragt, warum diese Leute das getan haben. Die Antwort war: Weil sie es konnten! Sie konnten es einfach und ihre Motivation war der Gedanke, dass das schon irgendwann zu ihnen zurückkommen würde. Das klingt sehr nach dem Kampf Gut gegen Böse. Aber auch wenn man dahinter blickt, war Charlie ein aussergewöhnlicher Mann, der einfach wusste, wie man so etwas macht. Es ist ein bisschen so, wie bei den Leuten, die es geschafft haben, den HI-Virus zu isolieren. Sie haben eine Idee und sagen sich: «Wenn es so nicht funktioniert, dann probieren wir halt etwas anderes.». Ich glaube, das ist der beste Teil einer historischen Geschichte; Wenn man Leute zeigt, die etwas getan haben, einfach weil sie es konnten.
Wie ist es, mit Mike Nichols zu arbeiten?
Es ist wie eine lange, märchenhafte Mahlzeit mit grossartigen Konversationen und lustigen Geschichten, periodisch unterbrochen von kurzen Pausen, in denen man rausgeht und eine Sequenz von dem Film dreht. Über diese Szenen haben wir dann auch häufig herzhaft gelacht. Es war schon harte Arbeit, keine Frage, aber wir entdeckten beim Drehen den Stoff, über den wir an diesem Nachmittag besprochen hatten, völlig neu.
Und was ist mit Julia?
Sie ist alles, was man sich wünschen kann. Aber ich erzähle Ihnen jetzt etwas: Die Dame war während den ganzen Dreharbeiten schwanger und hat es niemandem erzählt. Also kann ich es jetzt sagen: Julia Roberts ist eine Lügnerin! Wir konnten sie fragen, ob es etwas neues gibt und sie sagte ohne eine Miene zu verziehen «Nein». Sie sagte nur hallo und das war's. Sie behält die Wahrheit sehr stark für sich. Ich bereue es, dass ich sie geküsst habe... Ich kann nicht glauben, was ich Ihnen alles erzählt habe (lacht).
[Tom Hanks wurde interviewt von Portmann Media]
Julia Robert: «Man kann diese Geschichte nicht erfinden.»
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Die Schauspielerin hat die echte Joan bei den Dreharbeiten zum Film getroffen.
Julia, erzählen Sie uns etwas über die Geschichte von «Charlie Wilson's War» und seine Figuren.
Es ist das unwahrscheinlichste Team, das man sich vorstellen kann. Die Art, wie sie zusammenkommen, ist so interessant. Ich glaube, Joanne ist die stärkste und direkteste Person des Teams, denn sie hat eine Passion für dieses Fachgebiet und klärt Charlie darüber auf. Für Gust ist es dann ganz speziell, wie er dazukommt. Im Grunde genommen wird er aus seinem Büro geworfen und hat einfach nichts besseres zu tun. Es ist faszinierend, wie sie schliesslich alle ihr gemeinsames Ziel vor Augen haben und versuchen, es zu erreichen.
Was ist das Besondere an dieser Geschichte?
Sie ist unglaublich. Wie Regisseur Mike Nichols schon gesagt hat: Man kann diese Geschichte nicht erfinden. Sie ist viel zu unwahrscheinlich, als dass man sie glauben könnte. Ich denke aber, dass die Leute sehr offen sind im Bezug darauf, was man als Individuum für grosse Veränderungen herbeiführen kann. Diese drei Leute haben das perfekt demonstriert. Wenn man sich etwas in den Kopf gesetzt hat, kann man es erreichen, auch wenn es unvorstellbar scheint. Wie dieser riesige Haufen Geld, der investiert wurde. Das ist wirklich unfassbar. Aber sie haben es geschafft. Nur diese drei Leute.
Wie haben Sie sich auf diesen Film vorbereitet? Haben Sie auch die echte Joanne getroffen? Hatten Sie nie Bedenken?
Nun, ich denke, es ist immer einschüchternd. Vor allem, wenn man bedenkt, wie viel Zeit Tom und der echte Charlie Wilson miteinander verbracht haben. Das ist eine Entwicklung von acht oder zehn Jahren, die Tom da durchgemacht hat. Offenbar kennt er Charlie mittlerweile sehr gut. Ich denke, man kann es so machen, dass man extrem viel Zeit investiert und seine Figur wirklich in- und auswendig kennt. Ich versuchte das aber zu vermeiden, denn ich war schon etwas eingeschüchtert und verängstigt und wollte das einfach nicht. Ich hatte so viel Recherchematerial und versuchte, von dem auszugehen. Ich habe Joanne dann einige Wochen nach Drehbeginn getroffen, was sehr aufregend war für mich. Ich war in meinem Make-up-Trailer und hatte schon meine Perücke auf. Ich war halb angezogen und fühlte mich ihr gegenüber wie ein kompletter Idiot. Sie war sehr gut angezogen und war eine unglaublich dynamische Person.
[Julia Roberts wurde interviewt von Portmann Media]
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