Interview
Bastian Pastewka: «So eine Vollniete habe ich im Animationsfilm lange nicht gesehen.»
In der deutschen Fassung verleiht er der Hauptbiene Berry B. Benson seine Stimme und weiss auch sonst viel zu erzählen.
Bastian, eine der schönsten Szene ist die, wo alle Insekten auf der Scheibe kleben ...
Ja, das ist auch eine dieser Szenen, die am meisten Spass machen, wenn man sie spricht. Wenn Barry da vorne hängt mit diesem Moskito – der im Original übrigens von Chris Rock gesprochen wird – und sich mit ihm am Scheibenwischer festhält, der dann noch angemacht wird und Barry sich an der Antenne festhalten muss, die dann auch noch eingefahren wird ... Das macht beim Sprechen dann irrsinnigen Spass.
Die Tennisball-Szene fand ich auch grossartig.
Die ist grossartig, ganz genau. Das ist das Schönste für mich, wie er sich an diesem Tennisball festhält und in Zeitlupe vorbeifliegt und dabei ruft «Helft mir!». Es macht Spass, so was zu sprechen.
Der Freund der Floristin Vanessa ist ja besonders dämlich ...
Der doofe Kellner ... Der ist so doof, das ist unglaublich lustig. Das ist halt ein Tennisspieler, der auch zu Hause nur in Sportklamotten herumläuft und alles besser weiss. So eine Vollniete habe ich im Animationsfilm lange nicht gesehen. Er sieht einfach so bescheuert aus ... Das lustigste ist ja, dass er dann noch so eifersüchtig wird. So ein riesiger Hüne gegen eine lustige kleine Biene, der droht «Ich werde ihn umbringen.» und versucht, ihn nach draussen zu befördern. Das ist auch sehr bescheuert geworden.
Mit diesem Kellner werden ja auch einige Klischees erfüllt. Er sieht aus wie der Barbie-Ken und hat ein Gehirn wie eine Erbse. Das fand ich auch total lustig, wie er das ganze Bad demoliert hat.
Das ist ja auch das tolle. Es ist ja ein Film, wo die ganze Zeit mit Klischees gespielt wird. Wir sehen natürlich Figuren, die wir im wahren Leben so nicht kennen, die alle ein wenig verkürzt sind. Das macht aber überhaupt nichts. Ich finde, man hat ja wenig Zeit, um Filmfiguren richtig zu installieren und je bekloppter und bescheuerter die von Anfang an in den Film reinkommen, desto mehr Spass hat man auch daran. Barry ist halt auch so eine Art Zwitterbiene. Er ist halb Mensch und halb Biene, wenn man das so inhaltlich betrachtet. Ich glaube, dass aber gerade das den Spass des Films ausmacht. Dass ich mir ihn ansehen kann und weiss, dass der Film von und für Menschen gemacht ist, sich aber dem Bienenreich bedient.
Barry ist ja nach seinem Uni-Abschluss völlig entsetzt, dass er sein ganzes Leben lang den gleichen Job machen soll.
Das ist schlimm, ja. Aber das kennt man ja von einem selber auch. Irgendwann kommen ja Leute und sagen «Ok, du hast dein Abitur gemacht. Jetzt musst du erst mal zum Bund oder Zivildienst machen. Das wird einem vorgeschrieben und ich habe das auch gemacht. Danach wäre es toll, wenn du studieren würdest und dann musst du irgendwann die Zahnarztpraxis deines Vaters übernehmen.» Das gibt es ja. Ich weiss noch, wie es war, als ich 18 war. Ich konnte das nicht. Erstens wusste ich ja auch gar nicht, was ich übernehmen sollte von meinen Eltern. Und zweitens wollte ich das auch nicht. Ich wollte etwas anderes machen. Ich war kein Vorkämpfer oder besonders schräg oder anders unterwegs als alle anderen, aber ich wusste, dass mir das nicht liegt. Daraus muss halt jeder seine eigenen Lehren ziehen. Man macht es eben so, wie alle es wollen, oder man versucht, sich selbst zu verwirklichen. Viele können das nicht. Viele wissen auch gar nicht, dass sie die Chance hätten, sich selber zu verwirklichen und einmal etwas anderes zu machen, über den eigenen Schatten zu springen oder einfach mal weiterzufliegen, um jetzt bei Barry B. Benson zu bleiben. Mit solchen Leuten habe ich natürlich Mitleid. Ich empfinde es natürlich als grosses Privileg, dass ich das machen kann, was ich gerne tue. Nämlich meinen Job und den liebe ich heiss und innig.
Ja, das ist auch eine dieser Szenen, die am meisten Spass machen, wenn man sie spricht. Wenn Barry da vorne hängt mit diesem Moskito – der im Original übrigens von Chris Rock gesprochen wird – und sich mit ihm am Scheibenwischer festhält, der dann noch angemacht wird und Barry sich an der Antenne festhalten muss, die dann auch noch eingefahren wird ... Das macht beim Sprechen dann irrsinnigen Spass.
Die Tennisball-Szene fand ich auch grossartig.
Die ist grossartig, ganz genau. Das ist das Schönste für mich, wie er sich an diesem Tennisball festhält und in Zeitlupe vorbeifliegt und dabei ruft «Helft mir!». Es macht Spass, so was zu sprechen.
Der Freund der Floristin Vanessa ist ja besonders dämlich ...
Der doofe Kellner ... Der ist so doof, das ist unglaublich lustig. Das ist halt ein Tennisspieler, der auch zu Hause nur in Sportklamotten herumläuft und alles besser weiss. So eine Vollniete habe ich im Animationsfilm lange nicht gesehen. Er sieht einfach so bescheuert aus ... Das lustigste ist ja, dass er dann noch so eifersüchtig wird. So ein riesiger Hüne gegen eine lustige kleine Biene, der droht «Ich werde ihn umbringen.» und versucht, ihn nach draussen zu befördern. Das ist auch sehr bescheuert geworden.
Mit diesem Kellner werden ja auch einige Klischees erfüllt. Er sieht aus wie der Barbie-Ken und hat ein Gehirn wie eine Erbse. Das fand ich auch total lustig, wie er das ganze Bad demoliert hat.
Das ist ja auch das tolle. Es ist ja ein Film, wo die ganze Zeit mit Klischees gespielt wird. Wir sehen natürlich Figuren, die wir im wahren Leben so nicht kennen, die alle ein wenig verkürzt sind. Das macht aber überhaupt nichts. Ich finde, man hat ja wenig Zeit, um Filmfiguren richtig zu installieren und je bekloppter und bescheuerter die von Anfang an in den Film reinkommen, desto mehr Spass hat man auch daran. Barry ist halt auch so eine Art Zwitterbiene. Er ist halb Mensch und halb Biene, wenn man das so inhaltlich betrachtet. Ich glaube, dass aber gerade das den Spass des Films ausmacht. Dass ich mir ihn ansehen kann und weiss, dass der Film von und für Menschen gemacht ist, sich aber dem Bienenreich bedient.
Barry ist ja nach seinem Uni-Abschluss völlig entsetzt, dass er sein ganzes Leben lang den gleichen Job machen soll.
Das ist schlimm, ja. Aber das kennt man ja von einem selber auch. Irgendwann kommen ja Leute und sagen «Ok, du hast dein Abitur gemacht. Jetzt musst du erst mal zum Bund oder Zivildienst machen. Das wird einem vorgeschrieben und ich habe das auch gemacht. Danach wäre es toll, wenn du studieren würdest und dann musst du irgendwann die Zahnarztpraxis deines Vaters übernehmen.» Das gibt es ja. Ich weiss noch, wie es war, als ich 18 war. Ich konnte das nicht. Erstens wusste ich ja auch gar nicht, was ich übernehmen sollte von meinen Eltern. Und zweitens wollte ich das auch nicht. Ich wollte etwas anderes machen. Ich war kein Vorkämpfer oder besonders schräg oder anders unterwegs als alle anderen, aber ich wusste, dass mir das nicht liegt. Daraus muss halt jeder seine eigenen Lehren ziehen. Man macht es eben so, wie alle es wollen, oder man versucht, sich selbst zu verwirklichen. Viele können das nicht. Viele wissen auch gar nicht, dass sie die Chance hätten, sich selber zu verwirklichen und einmal etwas anderes zu machen, über den eigenen Schatten zu springen oder einfach mal weiterzufliegen, um jetzt bei Barry B. Benson zu bleiben. Mit solchen Leuten habe ich natürlich Mitleid. Ich empfinde es natürlich als grosses Privileg, dass ich das machen kann, was ich gerne tue. Nämlich meinen Job und den liebe ich heiss und innig.
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