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A Mighty Heart - Interview

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Aka Titel:Ein mutiger Weg
Land (Jahr): USA (2007)
Genre:Drama, War
Filmlänge:100min
Regie:Michael Winterbottom
Kinostart:13.09.2007
 19.09.2007 (Romandie)
 02.11.2007 (Tessin)

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Angelina Jolie: «Wir wollten nicht auf dem ganzen Schmerz herumreiten, sondern eine Botschaft bekannt machen und eine Geschichte erzählen, die viele grossartige Dinge beinhaltet.»

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In A Mighty Heart spielt Angelina Jolie die Frau des getöteten Daniel Pearl, Mariane.

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Angelina, es freut mich sehr, Sie zu sehen. Wir sind hier in Cannes, um über Ihren Film «A Mighty Heart» zu sprechen. Es ist ein Film, der Ihnen und allen anderen, die in dieses Projekt involviert waren, wahnsinnig wichtig ist. War es Ihnen auch wichtig, genau diese Gefühle wiederzugeben, die die wirklich betroffenen Personen hatten?
Ja sehr. Wir haben sehr viel Zeit mit Dannys Eltern, mit Mariane, mit Asra, einfach mit allen verbracht. Viele Leute, die im Film mitgewirkt haben, haben auch während den Dreharbeiten mit den Personen, die sie darstellen, telefoniert. Sie wollten so sicherstellen, dass sie alles richtig machen. Für diese Leute war das sehr schwierig. Ich glaube, für sie ist das die Zeit in ihrem Leben, an die sie häufig zurückdenken und die sie nicht nur schmerzt, sondern auch an die guten Leute erinnert, die ihnen geholfen haben. Wir wollten auch nicht auf dem ganzen Schmerz herumreiten, sondern ihre Botschaft bekannt machen und eine Geschichte erzählen, die viele grossartige Dinge beinhaltet. Wir wollten die betroffenen Personen aber auf keinen Fall weiter beunruhigen.

Absolut. Was aber zwischen dieser tragischen Entführungs-Geschichte liegt, sind die ganzen politischen, sozialen und kulturellen Spannungen mit Pakistan. Das ist ja etwas, das Sie auch persönlich interessiert...
Ja, sehr. In diesem Teil der Welt war ich schon vor dem 11. September und war seither wieder zweimal da. Ich habe auch wie jeder andere immer die Nachrichten gesehen und mache mir grosse Sorgen um diese Region.

Sie haben sehr eng mit der echten Mariane Pearl zusammengearbeitet. Hat das Ihnen sehr geholfen, wenn die Figur, die Sie verkörpern, so hautnah mit dabei ist? Oder hindert das Sie eher?
Es war beides. Sie war selbst nie auf dem Set, aber sie hat uns im Vorfeld sehr geholfen und dafür gesorgt, das alles inhaltlich stimmt. Das ich sie kenne, hat mir geholfen, sie für mich selbst zu kreieren - auf einem rein technischen Weg. Es machte es aber emotional sehr schwierig, weil ich sie so gut kenne und ich weiss, wie sehr ihr der Film am Herzen liegt. Das war nicht ganz einfach.

Der politische Kontext ist für Sie immer sehr wichtig. Sie sind eine grosse Aktivistin und sorgen sich sehr um Kinder in der dritten Welt. Hat Sie das bei der Wahl dieses Projekts auch beeinflusst?
Nein. Ich habe das Glück, dass ich in meiner Arbeit eine gute Balance habe zwischen den verrückten, lustigen und sexy Actionfilmen und guten Filmen wie diesem hier. Nach solchen Filmen muss man wirklich suchen und überall um Hilfe bitten. Aber diese Filme sind es, die man als Schauspielerin und auch als Frau wirklich machen will. Aber es ist halt ein Geschäft und man macht noch viele andere Dinge. Aber diese Art bevorzuge ich ganz klar.

Wenn man nach Cannes kommt, will man die Aufmerksamkeit immer auf einen wichtigen Film lenken. Deshalb sind Sie und auch Brad hier. Ist es nicht ein Nachteil, wenn das Geschäfts- und Privatleben so gemischt werden?
Das sehe ich nicht so. Wir sind hier mit unseren Kindern und machen einfach unsere Arbeit. Dafür verbringen wir die Morgen und die Abende mit den Kindern und geniessen die Zeit mit ihnen. Das ist es. Wir leben einfach unser Leben.

Kann man des Gefühl irgendwie beschreiben, wenn man den roten Teppich entlanggeht?
Es ist seltsam. Es ist immer seltsam. Es ist ein spezielles Gefühl, dort zu sein und all die Leute zu sehen, die einen fotografieren. Das ist nicht normal. Es ist auch nichts, was ich jedem wünsche. Dieses Mal war es allerdings etwas speziell, weil Mariane und Adam dabei waren. Deshalb habe ich mich auch viel mehr darum gesorgt, dass alles glatt läuft, weil es einfach eine ganz andere Situation war.

[Angelina Jolie wurde interviewt von Portmann Media]

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