You, Me and Dupree - Interview
| Aka Titel: | Ich, Du und der Andere |
| Land (Jahr): | USA (2006) |
| Genre: | Comedy |
| Filmlänge: | 108min |
| Regie: | Anthony Russo |
| Joe Russo | |
| Kinostart: | 21.09.2006 |
| 18.10.2006 (Romandie) |
Kate Hudson: «Ich wollte keine Nervensäge spielen»
Kate Hudson erzählt wie es war mit dem ständig improvisierenden Owen Wilson zusammenzuarbeiten.
Kate Hudson, Komödien die etwas mit Beziehungen zwischen Mann und Frau zu tun haben sind meist sehr süss. Wie war das für Sie? Sie stellen mit Matt Dillon ja ein junges Pärchen dar.
Es war sehr witzig. Vor allem als dann Dupree bei uns eingezogen ist. Er ist einer jener Typen, die alles ein Level hochpushen. Alle Probleme, die man normalerweise in den ersten fünf Jahren einer Ehe hat, mussten wir wegen Dupree in nur zwei Monaten bewältigen. Dadurch wird die Beziehung natürlich ziemlich getrübt.
Owen Wilson bringt auch auf dem Set alle gerne zum Lachen und hält alle auf Trab. Mussten Sie deshalb viel improvisieren und gab es viele unerwartete Situationen?
Natürlich ist Owen Wilson immer am improvisieren. Das ist schon sehr unterhaltsam. Wir mussten dann manchmal einfach entsprechend reagieren. Ich habe aber versucht, meine Rolle wie vorgesehen zu spielen und nicht allzu stark auf Owens Improvisationen einzugehen, da meine Figur sehr bodenständig ist. Dadurch wurde dieser Film zu einer grösseren Herausforderung als es je eine Komödie zuvor für mich gewesen ist. Mich nicht von Owens Energie mitreissen zu lassen war wirklich sehr schwierig. Aber meine Rolle ist ja auch nicht die witzigste.
Ihre Figur hat aber trotzdem durchaus Sinn für Humor. Aber es ist schon klar, dass sie hauptsächlich süss und liebenswert sein musste.
Das ist richtig. Die Brüder Anthony Russo und Joe Russo haben es auch sehr gut verstanden, die Story in einem normalen Umfeld ablaufen und die Comedy nicht überborden zu lassen. Sie haben mich auch immer etwas am Boden gehalten. Auch Matt Dillons Rolle hat etwas sehr bodenständiges, das aus dem wirklichen Leben gegriffen sein könnte. Für mich war es manchmal aber sehr schwierig, Molly nicht als Nervensäge rüberkommen zu lassen. Man sollte auch mit ihr mitfühlen können, wenn einmal etwas wieder komplett schief geht wegen Dupree. Sie versucht immer, ein guter Mensch zu sein und alles in Ordnung zu halten, aber mit Dupree wird das halt sehr schwierig.
Im Film hat Ihr Ehemann seinen besten Freund bei sich. Denken Sie, dass im richtigen Leben, die Leute mehr sich selbst sind, wenn sie ihre Freunde dabei haben?
Wenn man jemanden heiratet und er im Kreis seiner Freunde plötzlich ganz anders ist, dann hat man definitiv die falsche Person geheiratet (lacht). Deshalb haben wir es im Film so gelöst, dass auch zwischen Dupree und mir eine Freundschaft entsteht. Das sorgt für einigen Zündstoff! Vor allem weil Carl und Molly fast keine Zeit mehr füreinander haben. Es ist mir aber schon bewusst, dass man mit seinen Freunden etwas anders umgeht als beispielsweise mit seinem Partner oder seinen Eltern.
Wie wichtig ist es für Sie, in Ihrem Leben auch mal Ihre Ruhe zu haben, die Sie mit Ihrer Familie verbringen können? Im Film haben Sie wegen Dupree ja praktisch keine Privatsphäre mehr.
Zeit zu haben für meine Familie ist mir schon sehr wichtig. Ich nehme mir diese Zeit auch. Ich arbeite dafür umso härter, damit ich meine freie Zeit so richtig geniessen kann. Obwohl ich meinen Mann nicht so oft sehe, haben wir ein sehr inniges Verhältnis und wir lieben uns sehr. Wir geniessen auch jede Sekunde, die wir zusammen verbringen können.
Dass sich Carl und Molly lieben, sieht man im Film sehr gut. Muss an solcher Liebe auch privat stark arbeiten?
Nein, man sollte aber immer daran denken, wen man geheiratet hat, geht man mit seinem Partner durch dick und dünn, egal was kommt. Wenn man das nicht kann, sollte man sich schon fragen, was man da tut und ob es richtig war, zu heiraten. Im Film haben Carl und Molly gleich zu Beginn ihrer Ehe das grösste Problem... Es muss also doch etwas Arbeit dahinter stecken (lacht).
[Kate Hudson wurde interviewt von Portman Media]
Matt Dillon: «Wer möchte nicht mit Kate Hudson verheiratet sein?»
Matt Dillon ist enttäuscht darüber, dass nicht er Kate Hudson im Bikini sehen konnte, dafür aber Lance Armstrong die Ehre zuteil wurde.
Matt Dillon, «You, Me And Dupree» ist eine tolle Komödie, aber trotzdem ein sehr süsser Film mit vielen Beziehungsszenen. Wie war das für Sie?
Es war toll, denn es hat auch ausserhalb der gewollten Komik viele witzige Szenen im Film. Ich denke, dass das dem Publikum gefallen wird. Ich mag auch meine Figur Carl sehr, obwohl es für mich eine nicht ganz einfache Rolle war. Ich habe zwar vorher schon Komödien gemacht, aber einen solch geradliniegen Typen wie Carl habe ich noch nie gespielt. Ich finde es auch wichtig, dass Carl schlussendlich auch für sich selbst einsteht. Das fand ich einen essentiellen Teil der Geschichte und auch für Carls persönliche Entwicklung ist es enorm wichtig.
Sprechen Sie darauf an, wie Carl auf dem Tisch herumturnt?
Ja. Und sehen Sie, zu Beginn des Films sieht Carls Leben sehr rosig aus. Ich meine, wer möchte nicht mit Kate Hudson verheiratet sein? Dazu hat er einen guten Job. Er ist aber auch ein wenig konservativ und hat gerne alles unter Kontrolle. Und da kommt einfach sein komischer bester Freund und ruiniert ihm alles. Deshalb will Carl Dupree in der Szene mit dem Esszimmertisch töten. Diese Szene ist toll und ich habe sie am liebsten gedreht.
Was gab es sonst noch für tolle Szenen?
Nun, da kommt mir nur noch eine weitere undankbare Szene in den Sinn. Okay, das war eher für, als für Carl ziemlich hart. Ich konnte nämlich in der Szene nicht dabei sein, wo Kate im Bikini herumläuft (lacht). Dort sind ausser Kate noch Owen Wilson und Lance Armstrong zu sehen. Das ist schon ziemlich unfair, Lance kommt nur in dieser einen Szene vor und bekommt gleich Kate im Bikini zu sehen (lacht).
Der Humor im Film kommt auch in seriösen Szenen zum Vorschein. Vor allem Carl sorgt für sehr viel Unterhaltung in solchen Momenten. Haben Sie das von Carls Eigenschaften am meisten gemocht?
Wenn man den geradlinigen, bodenständigen Typen spielt, kommt der Humor aus Reaktionen auf die unglaublichen Dinge, die dieser komische beste Freund wieder anstellt. Das kann ein spezieller Blick oder etwas ähnliches sein. Das ist Carls Comedy. Obwohl eigentlich jeder in etwa so reagieren würde.
Wie war es mit Owen Wilson am Set? Haben Sie sich von seiner offenen und spontanen Art anstecken lassen?
Ich empfand Owen als etwas scheu - aber im positiven Sinn. Er hat aber einen grossartigen Sinn für Humor. Es kam auch vor, dass wir gemeinsam über Dinge gelacht haben, die im extremeren Teil des schwarzen Humors anzusiedeln sind. Als Schauspieler haben wir uns auch sehr gut verstanden. Wir mögen beide die gleiche Arbeitsweise. Dazu ist er sehr talentiert und macht viel mit Improvisationen. Das ist toll, denn das bringt einen als Schauspieler näher zusammen. So eine Chance hat man nicht auf jedem Set.
Noch eine Frage zu Ihrer Oscar-Nominierung für Ihre Darstellung in «Crash»: Ihr Mobiltelefon hat bestimmt nicht mehr aufgehört zu klingeln?!
Ja, es haben mich wirklich viele Leute angerufen und haben gratuliert. Owen war auch einer davon. Ich war aber überrascht, dass ich gerade für diesen Film nominiert worden war. Während den Dreharbeiten mache ich mir allerdings nie Gedanken darüber, ob ich für einen Preis nominiert werden sollte. Wenn es passiert, ist es natürlich schon toll. Es war ohnehin ein gutes Jahr für mich. Nach «Crash» habe ich das Charles Bukowski-Projekt gemacht, das ja auch eine Komödie ist. Das war ein tolles Erlebnis. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so in seine Welt eintauchen könnte. Seine Bücher habe ich alle gelesen. Meine Rolle in diesem Film war auch komplett anders als Carl. Diese Abwechslung liebe ich an meiner Arbeit. Das hält einen in Schuss.
[Matt Dillon wurde interviewt von Portmann Media]
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