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The Prestige - Interview

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Land (Jahr): Grossbritannien, USA (2006)
Genre:Action, Drama, Fantasy
Filmlänge:130min
Regie:Christopher Nolan
Kinostart:11.01.2007
 15.11.2006 (Romandie)
Drehbuch:Christopher Nolan

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Michael Caine: «Die erzählen einem nichts, überhaupt nichts.»

Die Schauspiel-Legende ist noch immer ein bisschen enttäuscht, dass ihm kein Zauberer seine Tricks verraten hat.

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Hallo Michael, es ist ein Vergnügen, Sie zu sehen. Wir sind hier in London um über The Prestige zu sprechen. Es ist ein sehr interessanter Film über Ying / Yang, aber nicht in dem Sinne, dass alles nur gut oder nur schlecht ist. Alles ist einfach nicht so, wie es scheint. Das liebe ich an diesem Film. Sind Sie damit einverstanden?
Das ist sehr interessant, darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Sie haben natürlich völlig recht. Für mich sieht es so aus, als würde es im Film um Magie gehen - das ist ja klar, weil zwei Zauberer die Hauptrollen haben - aber in Wirklichkeit geht es um Besessenheit. Und diese zwei Typen sind wirklich besessen. Sie würden sogar zu Mörder werden.

Ihre Figur Cutter ist der Mittelpunkt des Films. Er ist derjenige, der etwas im Hintergrund bleibt, aber mehr weiss als die anderen.
Wissen Sie, ein anderer Reporter hat mir erzählt, dass der Regisseur Christopher Nolan ihm gesagt hat, dass meine Figur die «Hard-Facts» im Film verkörpert. Ich bin ehrlich und mir kann man vertrauen. Das Zentrale an diesem Film ist, dass man keiner anderen Person darin vertrauen darf. Ganz egal, wie sie aussehen oder sich geben, man kann nur mir vertrauen, denn ich bin der Vertreter des Publikums in diesem Film und begleite es auf der Reise durch diese Welt. Der Film beginnt und endet auch mit mir (lächelt).

Wenn ein Film so toll inszeniert ist, wie dieser, ist es ein Vergnügen, ihn zu sehen. Die Sets wirken sehr schön und unglaublich detailliert. Ich denke, das ist auch sehr wichtig, weil sich alles um Magie dreht, wo jedes Detail entscheiden kann.
Nun, das ganze ist eine Illusion, die wir im Film als Magier kreieren. Dabei muss alles perfekt sein, denn wenn herauskommt, wie ein Zauberer seinen Trick macht, schadet er sich selbst. Magier waren damals im viktorianischen Zeitalter die Rockstars der Unterhaltungsbranche. Jedes Theater, das etwas auf sich hielt, hatte einen Magier. Heute muss man nach Las Vegas gehen, um eine grossartige Zaubershow zu erleben. Vor allem weil es einfach ein riesiges Spektakel sein muss wie zum Beispiel bei David Copperfield oder Siegfried und Roy.

Sie sagten, dass die Zauberei ein Geschäft ist, das nicht mehr läuft, wenn der Trick bekannt ist. War es deswegen einfacher, für Ihre Rolle zu recherchieren und alles über die Welt der Magie herauszufinden?
Nein, im Gegenteil. Die erzählen einem nichts, überhaupt nichts. Nicht einmal Ricky Jay - der Magier, der den Trick mit dem Wasser entwickelt hat - hat mir etwas verraten. Er ist übrigens einer der besten Magier der Welt. Auch Hugh Jackman und Christian Bale hat er nur jene Teile der Tricks beigebracht, die im Film zu sehen sind. Wie sie als ganzes funktionieren, war nicht aus ihm herauszubekommen. Wenn man dann am Ende im Film den Magier dieses Kunststück vorführen sieht, sind das die Hände von Ricky Jay selbst... (lacht).

[Michael Caine wurde interviewt von Portmann Media]

Hugh Jackman: «Ich will dem Publikum nicht etwas vorgaukeln, sondern es überzeugen, dass ich wirklich die Person bin, die ich gerade spiele.»

Seht her und staunet! Der frischgebackene Zauberer greift in seine Trickkiste und lässt eine Kugel verschwinden.

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Hallo Hugh, es ist mir ein Vergnügen, Sie zu sehen. Wir sind hier in London um über «The Prestige» zu sprechen. Es ist ein sehr interessanter Film und alles ist einfach nicht so, wie es scheint. Das liebe ich an diesem Film. Sind Sie damit einverstanden?
Absolut. In der Magie dreht sich alles um Illusionen. Das funktioniert auf vielen verschiedenen Ebenen. Manche Menschen sind nicht so, wie sie scheinen und manche andere Dinge auch nicht. Es gibt schlechte Persönlichkeiten und es dreht sich viel um Obsessionen und Ambitionen der einzelnen Leute. Man sieht auch, wie Dinge oder Situationen plötzlich gefährlich werden können.

Früher waren Zauberer die Unterhalter, heute sind es Schauspieler. Kann man das von der Arbeitsweise her vergleichen?
Nun, ich weiss nicht, ob man Schauspieler wirklich so genau vergleichen kann. Ich will dem Publikum nicht etwas vorgaukeln, sondern es überzeugen, dass ich wirklich die Person bin, die ich gerade spiele. Bei Magiern ist das ein wenig anders. Im Film sieht man auch sehr gut, wie frustrierend es zum Teil sein kann, ein Zauberer zu sein. Die Frau von Christian Bales Figur will unbedingt seine Tricks erfahren, aber er verrät sie ihr nicht. Er kann es ihr einfach nicht erzählen.

Die Welt der Magie ist - insbesondere in diesen Zeiten - sehr geheimnisvoll. War es schwierig, etwas darüber in Erfahrung zu bringen und gute Dokumentationen zu bekommen?
Diese Zeit ist sehr gut dokumentiert, denn es ist die Ära des grossen Houdini. Damals waren Magier die Spitze der Unterhaltung. Jedem ging es darum, die Nummer eins zu sein und es wurde sehr viel darüber geschrieben. Die Leute waren fasziniert davon, wenn sie nachlesen konnten, wie einzelne Tricks funktionierten. Houdini hatte beispielsweise einen Trick, wo er einen Elefanten auf der Bühne verschwinden liess. Man hat 30 Jahre dafür gebraucht, um herauszufinden, wie er das getan hat.

Ich habe gehört, sie hätten auch selbst einige Tricks auf Lager... Welche sind das?
Ich kann Geld verschwinden lassen. Können Sie mir etwas geben? (lacht) Nein, ich zeige Ihnen jetzt einen Trick mit einer Kugel, den ich für den Film gelernt habe.

[Hugh Jackman wurde interviewt von Portmann Media]

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