Interview
Martin Scorsese: «Nun ja, das Lustige ist, dass Leondardo DiCaprio und ich das Skript zur selben Zeit gelesen haben, ohne dass wir etwas davon wussten. Er war an der West- und ich an der Ostküste.»
Die Zusammenarbeit mit seiner Frau schätzt Scorsese sehr. Er gibt ihr seine Notizen und sie tippt diese feinsäuberlich ab.
Martin Scorsese, die Schauspieler sagen immer, dass sie nicht für Sie arbeiten, weil Sie sie bezahlen, sondern weil sie mit Ihnen arbeiten wollen. Ich habe Sie im Verdacht, dass Sie Schauspieler leiben, ist es nicht so?
Nun ja, das Lustige ist, dass Leonardo DiCaprio und ich das Skript zur selben Zeit gelesen haben, ohne dass wir etwas davon wussten. Er war an der West- und ich an der Ostküste. Wir haben beide das Skript gelesen und unserem Manager gesagt, dass wir den Film machen wollen. Das Studio schlug dann noch Matt Damon vor, den ich als Schauspieler auch sehr schätze. Ich sagte dann, «OK, wir haben Leo und Matt, jetzt brauchen wir nur noch den grossen Meister». Also jemanden der etwas über dem Ganzen steht und aus einer älteren Generation kommt. Es war dann Jack Nicholson, mit dem ich arbeiten wollte. Nachdem Jack, Leo und Matt involviert waren, kamen noch Mark Wahlberg, Alec Baldwin und Martin Sheen dazu. Diese tollen Schauspieler haben den Film dann natürlich gehoben. Für die weibliche Rolle nahmen wir die Nachwuchsschauspielerin Vera Farmiga. Ihre Szenen haben wir erst am Schluss gedreht, damit wir mehr daran arbeiten konnten.
Sie hat mir verraten, dass das Erlebnis mit Ihnen arbeiten zu dürfen, ihr Leben verändert hat. Vor allem, weil Sie so professionell arbeiten. Aber auch persönlich habe sie sehr viel von Ihnen gelernt. Sie hat auch die intensive Beziehung, die Sie mit Leonardo DiCaprio pflegen, überrascht.
Nun das ist so. Ich habe in den letzten sechs Jahren drei Filme gemacht und Leonardo hat in allen drei mitgespielt. Er hat dazwischen noch bei anderen Filmen mitgemacht, aber ich hatte eben nur diese drei wo er auch dabei war. Mir kommt dies nn wie ein einzig langer Film vor. Da ist es doch naheliegend, dass sich Zwischenmenschliches entwickelt.
Sie arbeiten viel mit Ihrer Frau zusammen. Wie sieht das genau aus?
Wir reden sehr viel. Wir reden über alles. Und manchmal arbeiten wir noch ein wenig (lacht). Wir reden über Politik, die Situation unserer Welt und über Freunde. Das ist für mich ein Teil des Prozesses. Ich finde es dabei sehr wichtig, dass ich weiss, was sie über die einzelnen Szenen denkt. Ob der Text so stimmt, ob der Kameramann am richtigen Ort ist und so weiter. Es kann ja auch sein, dass ich mich einmal total irre. Und sie sieht das Ganze auch von einem völlig anderen Standpunkt aus, weil sie das Skript nicht kennt. Ich gebe ihr aber immer meine Notizen, welche sie alle feinsäuberlich abtippt. Sie zieht dann daraus diejenigen Dinge hervor, über die sie mit mir noch einmal sprechen will.
Nun ja, das Lustige ist, dass Leonardo DiCaprio und ich das Skript zur selben Zeit gelesen haben, ohne dass wir etwas davon wussten. Er war an der West- und ich an der Ostküste. Wir haben beide das Skript gelesen und unserem Manager gesagt, dass wir den Film machen wollen. Das Studio schlug dann noch Matt Damon vor, den ich als Schauspieler auch sehr schätze. Ich sagte dann, «OK, wir haben Leo und Matt, jetzt brauchen wir nur noch den grossen Meister». Also jemanden der etwas über dem Ganzen steht und aus einer älteren Generation kommt. Es war dann Jack Nicholson, mit dem ich arbeiten wollte. Nachdem Jack, Leo und Matt involviert waren, kamen noch Mark Wahlberg, Alec Baldwin und Martin Sheen dazu. Diese tollen Schauspieler haben den Film dann natürlich gehoben. Für die weibliche Rolle nahmen wir die Nachwuchsschauspielerin Vera Farmiga. Ihre Szenen haben wir erst am Schluss gedreht, damit wir mehr daran arbeiten konnten.
Sie hat mir verraten, dass das Erlebnis mit Ihnen arbeiten zu dürfen, ihr Leben verändert hat. Vor allem, weil Sie so professionell arbeiten. Aber auch persönlich habe sie sehr viel von Ihnen gelernt. Sie hat auch die intensive Beziehung, die Sie mit Leonardo DiCaprio pflegen, überrascht.
Nun das ist so. Ich habe in den letzten sechs Jahren drei Filme gemacht und Leonardo hat in allen drei mitgespielt. Er hat dazwischen noch bei anderen Filmen mitgemacht, aber ich hatte eben nur diese drei wo er auch dabei war. Mir kommt dies nn wie ein einzig langer Film vor. Da ist es doch naheliegend, dass sich Zwischenmenschliches entwickelt.
Sie arbeiten viel mit Ihrer Frau zusammen. Wie sieht das genau aus?
Wir reden sehr viel. Wir reden über alles. Und manchmal arbeiten wir noch ein wenig (lacht). Wir reden über Politik, die Situation unserer Welt und über Freunde. Das ist für mich ein Teil des Prozesses. Ich finde es dabei sehr wichtig, dass ich weiss, was sie über die einzelnen Szenen denkt. Ob der Text so stimmt, ob der Kameramann am richtigen Ort ist und so weiter. Es kann ja auch sein, dass ich mich einmal total irre. Und sie sieht das Ganze auch von einem völlig anderen Standpunkt aus, weil sie das Skript nicht kennt. Ich gebe ihr aber immer meine Notizen, welche sie alle feinsäuberlich abtippt. Sie zieht dann daraus diejenigen Dinge hervor, über die sie mit mir noch einmal sprechen will.
weitersagen



Registrieren
Einloggen
