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The Da Vinci Code - Interview

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Aka Titel:The Da Vinci Code - Sakrileg
Land (Jahr): USA (2006)
Genre:Drama, Mystery, Thriller
Filmlänge:149min
Regie:Ron Howard
Kinostart:17.05.2006
 18.05.2006 (Romandie)
Drehbuch:Akiva Goldsman

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Tom Hanks: «Es ist viel erfrischender, wenn man vor Ort sein kann.»

Der Megastar mit neuerdings länglichem Haar redet über die Dreharbeiten der Romanverfilmung und meint, dass es der ruhigste Dreh seines Lebens war.

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Sie und die Crew wurden beim Dreh von Dan Brown, dem Buchautor von «The Da Vinci Code», intensiv begleitet. Welche Funktion übernahm er?
Wir hatten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und vieles wurde uns genau erklärt: geschichtliche Zusammenhänge, Dinge zur Zeichenlehre sowie zum Inhalt der Geschichte. Es sind alles sehr tiefgründige Dinge, die auch für uns trotz intensiver Auseinandersetzung schwierig waren zu ergründen. Dass Dan Brown anwesend war und über die Einzelheiten der Filmadaption sowie die Hintergründe sprach, die im Buch vorhanden sind, jedoch nicht filmisch umgesetzt werden konnten, war unglaublich wertvoll. Er ist wirklich ein Mann, der seine Sache versteht. Er beantwortete immer alle Fragen und konnte auch nachvollziehen, weshalb wir sie ihm stellten.

Sie wussten, dass das Mystery-Drama viele Kontroversen auslösen würde. Waren die Dreharbeiten auf dem Filmset dementsprechend angespannt?
Wenn Sie das Set von «The Da Vinci Code» besucht hätten, hätten Sie eine ziemlich ruhige Stimmung vorgefunden. Wir waren in eine Art Spiel vertieft, eine mentale Herausforderung - wir mussten uns überlegen, wie wir jede einzelne Szene rüberbringen wollten. Wir diskutierten ständig darüber: «Was ist gerade passiert? Was weisst du? Ich weiss nun etwas, also kommen wir hinein... Was sehe ich hier zum ersten Mal?». Alle Charakterrollen taten dies, Sophie, ich und alle anderen. Im Stillen versuchten wir herauszufinden, wo wir im zeitlichen Ablauf des Films gerade standen. Deshalb bestand weder Anspannung, noch Druck oder Panik. Es war der ruhigste Dreh, bei dem ich jemals dabei war. Wir waren einfach damit beschäftigt, die Szenen zu spielen.

Die Szenen im Louvre wurden nicht etwa im Studio, sondern im Museum selber gedreht. Erzählen Sie etwas über diese Filmaufnahmen in Paris.
Es wurde eines nach dem andern gedreht. Ich hätte es nicht ausgehalten, stundenlang Szenen am Stück im Louvre zu spielen. Unsere Wohnwagen standen auf den Parkplätzen des Louvres. Wir mussten also nur durch die Tore schreiten, die einst Napoleon III baute, an der meisterhaften Glaspyramide vorbei gehen und schliesslich kommt man bei Mona Lisa an, einem sehr berühmten und inspirierenden Kunstwerk. Dann beginnt man zu arbeiten. Man verlegt Kabel und stellt alle für einen Film notwendigen Dinge auf. Es ist viel erfrischender, wenn man vor Ort sein kann, als wenn man das Ganze künstlich im Studio von Sony in Culver City nachbilden muss.

[Tom Hanks wurde interviewt von BVI, Übersetzung: Portmann Media]

Paul Bettany: «Der Film wird die Vorstellungen von ungefähr 15 Millionen Leuten kaputt machen»

Für den Mann, der im Film einen gemeinen Albino-Geistlichen darstellt, war «The Da Vinci Code» ein Job wie jeder andere auch.

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Cineman: Der Film basiert auf einem Buch, von dem so ziemlich alle Leute gehört haben und der Film wird sehnlichst erwartet. Was halten Sie davon?
Bettany: Also eigentlich ist es etwas beängstigend. Wenn man so bedenkt: 15 Millionen Leute haben das Buch gelesen, und alle haben ihre eigene Vorstellung von der Geschichte oder wie die Darsteller aussehen. Der Film wird die Vorstellungen von ungefähr 15 Millionen Leuten kaputt machen, weil ich nicht 15 Millionen Versionen von Silas widergeben kann.

Silas wird im Buch ziemlich ausführlich beschrieben. War es schwierig sich an die Richtlinien zu halten oder hat das die Sache vereinfacht?
Nein, ich liebe das. Wenn man in eine Buch-Adaption involviert ist, ist die ganze Nachforschung schon für einen gemacht, weil alles im Buch steht. Deshalb vereinfacht es mein Leben sehr.

Haben Sie zum Thema auch Recherchen angestellt oder sich hauptsächlich auf das Buch konzentriert?
Für mich war es ein Job wie jeder andere. Ich habe das Buch gelesen, nachdem ich zugesagt hatte. Ich habe das Buch gelesen, es als meine Arbeit angeschaut und darauf geachtet, wie mein Part darin dargestellt wird. Ich liebe diese Art von Büchern, bei denen man vor sowie zurück blättern kann und immer etwas Neues findet. Ich wollte schon lange mal einen Thriller drehen - ich wurde aber nicht irgendwie hysterisch, als ich angefragt wurde.

Das Buch bietet aufregende Unterhaltung und macht einen trotzdem mit den einzelnen Theorien etwas besser vertraut...
Ich wurde vor allem von den aufregenden Szenen mitgerissen! (lacht)

[Paul Bettany wurde interviewt von Portmann Media]

Alfred Molina: «Das Buch schrie danach, verfilmt zu werden.»

Der Mann, der bei «Spider-Man 2» den Doc Ock spielte, erklärt, dass nicht alles im Film in Realität auch wirklich stimmt.

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Cineman: Bei grossen Filmen wie «The Da Vinci Code» warten die Leute gespannt auf den Start im Kino...
Molina: Ja, auf jeden Fall. Vor allem bei einem Film wie dem, wo man im Vorfeld schon viel darüber hört oder liest. Das Buch war ein riesen Erfolg. Viele Leute haben vom Buch gehört, ob sie es nun gelesen haben oder nicht. Deshalb ist es auch sehr spannend, ein Part davon zu sein. Es gibt einem das Gefühl bei etwas Speziellem dabei zu sein, eine tolle Sache!

Das Buch ist ja auch sehr spannend. Wie schwierig war es, den Bestseller filmisch umzusetzen?
Ich glaube, dass wir das gut umgesetzt haben. Die Schlüsselfigur dabei war sicher Akiva Goldsman, der ein wunderbares Drehbuch geschrieben hat. Es ist nicht einfach ein Skript zu schreiben, auch wenn man eine Vorlage hat. Man muss immer alles kürzen und am Schluss soll der Zuschauer nicht merken, wo gekürzt wurde - darin liegt das Geheimnis. Ich finde, er hat das exzellent hingekriegt.

Glauben Sie, dass das Buch absichtlich in einer Art geschrieben wurde, in welcher es gut zu verfilmen ist?
Ja, mag sein, aber das hat dem Buch sicher nicht geschadet, trotzdem wurde Dan Brown deswegen kritisiert. Schlussendlich spielt es aber keine Rolle: Es ist und bleibt ein gutes Buch. Eine spannende und eingehende Geschichte. Das Buch schrie danach, verfilmt zu werden - gerade weil Dan Brown darin so eingehend beschreibt.

Der ganze Erfolg ist sicher auch der packenden Geschichte und der Aufregung um «The Da Vinci Code» zu verdanken. Was hat Ihre Rolle mit Da Vinci und Opus Dei zu tun?
Meine Rolle hat eigentlich gar nichts damit zu tun, denn es handelt sich bei der Rolle um eine Erfindung. Niemand hat je behauptet, dass alles wirklich so war! Was Dan Brown im Buch tat und was auch im Film vorkommt, ist, Fragen wie «was wäre wenn?» oder «was wäre im Falle von?» in den Raum zu werfen. Wie alle guten Fiktionen ist die Geschichte mit Hinweisen angereichert, die die eigene Fantasie anregen.

[Alfred Molina wurde interviewt von Portmann Media]

Jean Reno: «Solche Dinge sollte man nicht herumschreien, sondern für sich behalten.»

Der Franzose möchte lieber nicht über Glaubensdinge reden und auch Wohltätigkeit nicht an die grosse Glocke gehängt sehen.

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Cineman: Hallo Jean Reno, sind Sie religiös?
Reno: Ich vertraue darauf, woran ich glaube. Das ist alles. Ich möchte darauf nicht zu lange eingehen, es ist für mich zu kompliziert.

Zu Kompliziert?
Ja, die Kirche sowie der Glaube an dies und nicht an das - das widerspricht der Religion selbst. Das Wichtigste ist, mit offenem Herzen durch das Leben zu gehen, niemanden zu stören oder zu töten. Es wird immer alles komplizierter. Zu meiner Familie gehören nur einfache Leute, jeder tut und glaubt, was er für richtig hält. Ich will nicht hören, wer armen Menschen hilft. «Ich habe armen Menschen geholfen und letzten Monat 10'000 Dollar gespendet!», solche Dinge sollte man nicht herumschreien, sondern für sich behalten.

Als Franzose haben Sie es auch in Hollywood geschafft. Viele Ihrer Kollegen scheiterten daran. Was ist ihr Erfolgsgeheimnis?
Ich sagte immer die Wahrheit. Ich versuchte nicht brutal zu sein - wenn man zu ehrlich ist, kann es brutal sein. Vor etwa 20 Jahren reiste ich erstmals mit Luc Besson nach Amerika. Wir gingen nicht, um zu kritisieren. Wenn man nur reist, um dann zu kritisieren, sollte man zu Hause bleiben. Das war der Anfang. Wenn man Ketchup nehmen möchte, so soll man es nehmen. Ich nehme kein Ketchup, weil ich es nicht mag. Mit der Zeit schliesst man mit immer mehr Leuten Freundschaft. Ich habe den gleichen Agenten seit 17 Jahren und dasselbe Management. John Calley, der den Film produzierte, war Geschäftsführer von Sony, als ich erstmals nach Amerika ging. Ich fühle eine Verbundenheit zu ihm - heute ist er ein eleganter, alter Mann und produziert immer noch gute Filme. Nochmals: über Menschen. Mit Amerika verbinde ich Menschen - Kevin Kline, Marlee Matlin, Robert De Niro, Tom Cruise, John Frankenheimer, der mittlerweile gestorben ist, usw. Ich versuchte zu verstehen, wie sie leben und wieso sie das eine machen und das andere nicht. Von Anfang an ging es um Menschen. Bei gewissen Filmen wird gefragt, weshalb ich unterschrieben hätte. Ganz einfach: wegen den Menschen! Nicht wegen dem Geldbetrag - nach einer gewissen Zeit hat man genug Geld für zwei Generationen. Man unterschreibt, weil man drei Monate mit guten Leuten verbringen will. Leute, von denen man zumindest meint, sie seien gut. Natürlich kann man das auch immer hinterfragen. Wenn man diese Einstellung hat, wird man auch wirklich drei fantastische Monate haben.

[Jean Reno wurde interviewt von Portmann Media]

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