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Superman Returns - Interview

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Land (Jahr): Australien, USA (2006)
Genre:Action, Adventure, Fantasy, Sci-Fi
Filmlänge:154min
Regie:Bryan Singer
Kinostart:17.08.2006
 12.07.2006 (Romandie)
Drehbuch:Bryan Singer

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Kathe Bosworth: « Ich habe mich schon fast wie ein Stuntmen gefühlt. Für Wochen habe ich kaum gesprochen und bin nur rumgehangen.»

Die schöne Kate Bosworth liebt den ersten Superman-Film aus 1978. Auch heute vermag er noch Emotionen bei ihr auslösen.

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In «Superman Returns» spielen Sie Lois Lane, eine sehr interessante und vor allem auch bekannte Figur. Wie schwierig ist es, da noch eigene Extras mit einzubauen?
Wenn man so eine Figur spielt, versucht man einfach, sein Bestes zu geben und hofft, dass die Leute es akzeptieren. Es ist aber schon schwer, da Lois Lane schon von einigen Schauspielerinnen verkörpert wurde, deren Darstellung die Leute mochten. Das Skript war aber zum Glück relativ frei geschrieben, so dass ich genug Raum hatte für meine eigenen Interpretationen. Das war sehr interessant für mich.

Lois Lane ist als alleinerziehende Mutter und durch ihr Selbstbewusstsein auch eine sehr moderne Frau. Es war sicher schön, so eine Rolle zu spielen?
Ja, es war toll. Es gibt nur wenige Typen von Frauen, die ich gerne spiele. Bei «Superman Returns» habe ich deshalb grosses Glück gehabt.

«Superman Returns» ist ein Film, in dem die Charaktere sehr wichtig sind. Gleichzeitig ist es aber ein Action-Spektakel mit vielen Special-Effects. Das ergibt eine tolle Mischung. Hat das Ihre Art zu schauspielern verändert?
Nein, eigentlich nicht. Aber manchmal haben Brandon Routh, Jimmy Morrisson und ich uns schon fast wie Stuntmen gefühlt, wenn wir wieder irgendwo an einem Seil schwebten. Wir haben dann für Wochen gar nichts gesprochen, sondern sind nur rumgehangen (lacht). Wenn wir eine solche Szene im Kasten hatten, dachten wir immer «Toll, ab jetzt sind wir wieder Schauspieler» (lacht). Ich habe so etwas zuvor noch nie gemacht, deshalb war es schon ein spezielles Erlebnis. Es war dann auch toll, den fertigen Film zu sehen, denn bei manchen Szenen hatte ich zuerst gedacht, dass sie furchtbar aussehen würden. Ich wurde positiv überrascht!

Bei Filmen wie «Superman Returns» haben die Leute ja immer eine Menge spezieller Fragen über Superhelden. Haben Sie davon viele gehört?
Ja, jede Menge. Eine davon ist beispielsweise, welche Superkräfte ich habe. Andere habe ich so oft gehört, dass ich mich gar nicht mehr genau daran erinnern kann. Da wissen Sie wahrscheinlich noch mehr als ich (lacht).

Superman zwar ein Superheld, wirkt aber manchmal trotzdem menschlich...
Ja, in diesem Film hat der Superheld Ecken und Kanten und trotz der vielen Action auch menschliche Gefühle. Ich denke, dass deshalb Menschen aus jeder Altersgruppe den Film sehr mögen werden. Jedem zu gefallen ist aber natürlich sehr schwierig.

Superman ist eine Legende. Vor allem durch die alten Filme und die Comics. Haben Sie diese gemocht?
Die Comics habe ich als Kind nicht so viel gelesen, aber ich liebe den ersten Superman-Film von 1978, obwohl die Technik seit damals riesige Fortschritte gemacht hat. Er berührt mich auch fast 30 Jahre danach immer noch.

Nach «Beyond The Sea» von 2004 arbeiten Sie erneut mit Kevin Spacey zusammen. Was war das für ein Gefühl? Die beiden Filme sind ja komplett verschieden.
Es war grossartig. In «Beyond The Sea» hatte er (Kevin Spacey) ja das Drehbuch geschrieben, Regie geführt, die Hauptrolle gespielt und dazu gesungen und getanzt. Hier haben wir uns ganz auf das Schauspielern konzentrieren können und hatten eine grossartige Zeit zusammen. Es war toll, dass wir bereits eine gemeinsame Vergangenheit hatten, da wir von damals schon einen guten Bezug zueinander hatten.

[Kate Bosworth wurde interviewt von Portmann Media]

Brandon Routh: «Superman ist kein Mann vieler Worte, deshalb kommt es darauf an wie er seine Augen rollt, oder wie er gemütlich zur Erde fliegt.»

Auch wenn Christopher Reeves in den ersten beiden Filmen eine tolle Vorstellung geliefert hat, so gelang es Brandon Routh der Comic-Rolle noch einiges dazugegeben.

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«Superman Returns» ist eine grosse Produktion mit einem Superhelden, tollen Darstellern und einem grossartigen Regisseur. Es muss wunderbar sein, ein Teil davon zu sein.
Es war fantastisch, dass ich gleich bei meinem ersten grossen Film gleich mit so tollen Leuten wie Bryan Singer und Kevin Spacey zusammenarbeiten durfte. Dazu noch die Rolle von Superman zu spielen war einfach toll und eine grosse Ehre für mich.

Was viele nicht wissen: Wie sind Sie zu dieser Rolle gekommen und wie ist der Casting-Prozess abgelaufen?
Nun, ich hatte diverse Meetings mit dem vorherigen Regisseur und hatte mit ihm auch schon einige Probeaufnahmen gemacht. Er hat das Projekt aber verlassen. Deshalb übernahm Bryan Singer den Regisseur-Job und hat sich meine Aufnahmen angesehen. Diese waren für ihn interessant genug, dass er sich mit mir zusammensetzte und über die Rolle, das Drehbuch und über meine beziehungsweise seine Vorstellungen diskutierte. Es war ein sehr gutes Gespräch. Anschliessend hat auch er Probeaufnahmen mit mir gemacht.

Sie sehen fast genau so aus wie die Comicvorlage von Superman. Es war aber bestimmt schwer, eine so bekannte Figur zu spielen.
Es war schon nicht ganz einfach. Vor allem weil Christopher Reeves in den ersten beiden Filmen eine so tolle Vorstellung abgeliefert hatte. Das hat mir aber auch geholfen. Ich musste gar nicht allzu viel ändern. Natürlich klingt das komisch, denn Reeves und ich sind ja ganz verschiedene Menschen. Ich habe der Rolle aber auch noch viel dazugegeben. Ich hatte die Möglichkeit, vor allem Clark Kent etwas auszubauen, was sehr interessant war, weil er ja eigentlich jemand anders ist. Superman selbst zeigt viel mehr Emotionen als frührer und ist viel menschlicher.

Ich habe es sehr genossen, wie Sie seine Körpersprache gespielt haben. Vor allem die Darstellung der introvertierten Seite seiner Gefühle haben mich beeindruckt. Die Körpersprache war wohl schon ziemlich wichtig?
Ja, sie ist sehr wichtig. Vor allem, weil Superman kein Mann vieler Worte ist. Da kommt schon darauf an, wie seine Augen aussehen, wenn er fliegt und wie er sich bewegt. Auch die Art, wie er gemütlich auf die Erde zufliegt oder wie eine Rakete startet, muss man unterscheiden können. Dazu kommt, dass selbst ein einfacher Blickkontakt zwischen den Darstellern viel bedeuten kann.

Sind Sie damit einverstanden, dass Superman fast wie ein Gott verehrt wird?
Ja, ich bin schon einverstanden. Man muss das verstehen, Superman ist der wichtigste Beschützer der Welt. Deshalb ist es klar, dass er fast wie eine Gott-ähnliche Kreatur behandelt wird. Der Film ist nun da und wer ihn nicht anschauen will, muss ja nicht. Wenn doch, sind wir natürlich umso glücklicher (lacht).

Es ist ein Film, der allen Fans und Journalisten die Möglichkeit gibt, über neue Superkräfte zu diskutieren. Wäre das auch etwas für Sie? Und wie stehen Sie Neuem gegenüber?
Nun, ich reise viel und sehe immer etwas Neues. Ich sah zum Beispiel in London, was natürlich nichts im Vergleich zu Superkräften ist, dass die Ampeln von rot auf gelb und dann auf grün schalten. Das habe ich zuvor noch nie gesehen. Ich war geschockt (lacht).

Klingelt Ihr Telefon mehr seit Sie Superman sind?
Ja, ich habe bereits einige Anfragen für weitere Filme erhalten. Die sind alle ein wenig actionorientierter, als das was ich bisher gemacht habe. Für mehr Method-Acting bin ich noch auf der Suche nach einem kleineren Film.

[Brandon Routh wurde interviewt von Portmann Media]

Kevin Spacey: «Ich bin begeistert vom Universum, welches wir zusammen geschaffen haben.»

Bereits von Anfang an wusste Spacey, dass Luthor eine Glatze haben würde und dass es einen weiblichen Sidekick geben würde.

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Hallo Kevin, schön Sie zu sehen. In «Superman Returns» spielen Sie den Bösewicht Lex Luthor. Wie war es für Sie, diese abgrundtief böse Figur zu spielen?
Nun, Lex Luthor wurde schon von Schauspielikonen gespielt. Ich bewundere die Arbeit von Richard Donner, der den ersten Superman-Film gedreht hat. Damals hat Gene Hackman Lex Luthor verkörpert. Es ist eine Ehre für mich, in solche Fussstapfen treten zu dürfen. Ich habe dabei vor allem die Arbeit mit Bryan Singer genossen, der mir sehr viel Vertrauen entgegengebracht hat und mit dem ich vor elf Jahren bei «The Usual Suspects» schon zusammengearbeitet habe. Auch die ganze Crew wie die Kostümdesigner, die Editoren und der Komponist war wieder dabei. Bryan hat es verstanden, die richtigen Leute bei sich zu behalten. (schmunzelt)

Bryan Singer arbeitet oft mit den gleichen Leuten zusammen. Fühlt man sich da wie zu Hause, wenn er Regie führt? Durch die lange Zusammenarbeit weiss er ja genau, wie er aus jedem das Beste herausholen kann.
Ja, genau. Bei ihm ist auch faszinierend, dass er den gesamten Film die ganze Zeit genau im Kopf hat. Als würde er ihn für sich vorab zusammenschneiden. Das ist unglaublich. Weil er so eine klare Vorstellung vom Film hat, kann er jedem, nicht nur den Schauspielern, präzise erklären, was er will. Dadurch kann jeder sein Bestes geben, weil er ganz exakt weiss, was er zu tun hat. Wenn man dann den Film sieht, merkt man, dass es genau das ist, was er die ganze Zeit beschrieben hat. Da fragt man sich schon, wie das geht.

Sie sagten, Lex Luthor sei eine Ikone. Kann man bei so einer Figur überhaupt eigene Ideen einfliessen lassen oder ist man da zu stark gebunden?
Nun, es ist natürlich schon sehr viel vorgegeben. Ich wusste zum Beispiel, dass Luthor eine Glatze haben würde und dass es einen weiblichen Sidekick geben wird. Dabei ist nicht ganz klar, ob Luthor und sie sich lieben. Luthor ist auch von vielen Verlierern umgeben, was ihn wahnsinnig macht. Es geht ihm nur darum, seinen Besitz zu vermehren und Superman zu schlagen. Er ist aber auch sehr witzig. Das ergibt eine tolle Mischung. Das neue Element war, dass Lex Luthor gefährlicher ist den je. Er verbreitet Angst und Schrecken. Für Superman ist er ein echter Nemesis. In «Superman Returns» denkt man auch, dass Lex Luthor wirklich gewinnen könnte. Das hat es zuvor noch nie gegeben. Der jetzige Lex Luthor ist meiner Meinung nach eine sehr gute Mischung von traditionellen und neuen Elementen. Man war sich sehr wohl bewusst, was das Produkt «Superman» ist, aber der Film wurde trotzdem sehr gut ins Jahr 2006 versetzt und zeigt auch alltägliche Probleme. Da wäre zum Beispiel Lois Lane als alleinerziehende Mutter. Bryan Singer hatte eine sehr gute Idee davon, wie er die Geschichte erzählen will. Ich hoffe, das Publikum sieht mit «Superman Returns» einen reichen, emotionalen Film mit viel Tiefgang. Er lebt nicht nur von den Special-Effects.

Konnten Sie im Film viele eigene Ideen einbringen oder hat Ihnen Bryan Singer gesagt, was Sie tun sollen?
Mein Job ist es, genau das zu machen, was der Regisseur von mir verlangt. Ich gebe mich da voll in seine Hand. Ich fragte Bryan immer: «Was brauchst du?». Er hat es mir gesagt und genau erklärt, was er haben wollte. Manchmal war das halt eine Szene, die wir siebenmal drehen mussten. Jedes Mal ein bisschen anders. Ich vertraue ihm dabei völlig. Ich weiss genau, dass er das richtige Material verwendet und es so schneidet, dass es stimmt. Als ich den Film das erste Mal gesehen habe, war ich überwältigt. Er hat genau das gemacht, was er wollte und hat trotzdem jedem Charakter genug Platz gelassen, um sich zu entfalten. Ich glaube, auch Brandon und Kate und alle anderen haben das sehr genossen. Wir sind begeistert, von dem Universum, das wir gemeinsam geschaffen haben.

[Kevin Spacey wurde interviewt von Portmann Media]

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