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Rocky Balboa - Interview

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Land (Jahr): USA (2006)
Genre:Action, Drama
Filmlänge:103min
Regie:Sylvester Stallone
Kinostart:08.02.2007
 24.01.2007 (Romandie)
Drehbuch:Sylvester Stallone

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Sylvester Stallone: «Meine Kinder dachten, ich sei ein Golfspieler»

Über die Authentizität von «Rocky Balboa» und über den glücklichen Moment, als er das erste Mal mit seinen Töchtern im Boxring stand.

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Welches ist der grösste Unterschied von den bisherigen «Rocky»-Filmen zum aktuellen Teil?
Ich habe vier Film-Fights aufgenommen. Jetzt wollte ich aber einen echten Kampf, mit echten Kulissen und vor echtem Publikum machen und auch echte Regeln befolgen, wie zum Beispiel die Platzierung der Kameras. Dies habe ich genau so gemacht, wie der Sender HBO bei seinen Box-Übertragungen. Ich habe dann eine dieser grossen Arenen gefunden - in Las Vegas mit 12`000 Plätzen. Ich habe dann gefragt, ob ich den Ring und alles weitere für meinen Film gebrauchen könne, bevor die richtigen Kämpfer in die Arena kommen. Die Leute im Publikum wussten das nicht und so kam anstelle des Boxers, den sie erwartet hatten, Rocky Balboa in den Ring - 17 Jahre nach seinem letzten Auftritt (lacht). Nach den wirklichen Kämpfen wollten wir dann noch unsere Kampfszenen drehen. Wir haben dem Publikum gesagt, dass sie bleiben und dabei zusehen können. Tausende von Menschen haben das getan. Wir haben auch die echten Wiegestationen und die Räume für die Pressekonferenz benutzt. Im Film ist also wirklich alles echt. Das einzige, was ein Fake ist, bin ich (lacht). Verstehen Sie, da ist ein echter anderer Kämpfer, ein echter Hintergrund, ein echter Ring und so weiter. Das ist ein Teil, der den aktuellen Film von den bisherigen abhebt.

Wie haben Sie das Live-Publikum erlebt?
Das Publikum war grossartig. Es hat nicht extra bezahlt und war voll dabei. Wir haben auch schnell gemerkt, wann etwas gut aufgenommen wurde und wann weniger. Die Leute haben halt manchmal applaudiert und manchmal nicht. Das war teilweise schon ein wenig furchteinflössend, denn nach 45 Minuten im Ring hat noch niemand «Rocky» gerufen. Es war mehr so ein Gemurmel mit dem allgemeinen Unterton «Was ist los hier? Ich will mein Geld zurück.» Schliesslich hat dann aber ein Zuschauer etwa fünf Meter neben dem Ring plötzlich angefangen «Rocky» zu schreien und die anderen haben dann mitgemacht. Ich danke Gott dafür (lacht). Es war aber schon hart, denn so etwas habe ich noch nie gemacht. Angst war der Hauptgang in dieser Nacht!

Was hätte Ihre Frau gesagt, wenn es ein Misserfolg geworden wäre?
Nun, wenn es nicht funktioniert hätte, würde sie mir wohl jeden Tag in meinem Leben Vorwürfe machen. So im Stil von: «Ich habe es dir ja gesagt...» Oder vielleicht hätte sie es einfach unter den Teppich gekehrt und wäre froh darüber gewesen, dass ich mich zu Hause dem Babysitten widmen könnte - für alle Ewigkeit (lacht). Das wollte sie eigentlich, sie sagte immer wieder: «Bleib doch zu Hause.» Ich sagte ihr aber, dass meine Töchter keine Ahnung davon haben, was ihr Vater eigentlich tut und sie das unbedingt sehen sollten. Bisher dachten sie, ich sei ein Golfspieler und verdiene damit unseren Lebensunterhalt. Traurig, aber wahr. Sie haben in diesen «Meine Freunde»-Alben unter «Beruf des Vaters» immer angegeben, ich sei Golfer oder habe irgend etwas mit Kunst zu tun. Deshalb war es einer meiner glücklichsten Momente, als ich mit ihnen in Las Vegas im Ring stand und ihnen zeigen konnte, was ich tue.

[Sylvester Stallone wurde interviewt von Portmann Media]

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