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Inside Man - Interview

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«Ich bin kein Pessimist, sondern ein Optimist!»

Der Spike Lee-Veteran erklärt, wie Lee auch in einem Action-Film eine gesellschaftskritische Message unterbringt.

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Cineman: In «Inside Man» spielen Sie eine interessante Charakterfigur - er ist ein wenig wie ein knuspriges Schokoladenküchlein.
Washington: Wie ein Schokoladenküchlein? (lacht) Danke, das ist nun mein neuer Spruch. Aussen hart, weil er ein Polizist mit grosser Verantwortung ist und innen weich, weil er Probleme wie jeder andere hat. Der Bruder seiner Freundin lebt mit ihm und auch Geldprobleme gehören zu seinem Alltag. Er steht unter Druck, da er heiraten soll und bei der Arbeit wollen sie ihm Diebstahl unterstellen. Nun erhält er mit der Lösung dieses Bankraubs eine grosse Chance.

Im Film spielen die einzelnen Details eine wichtige Rolle. Welche Auswirkung hatte dies auf Ihre Darstellung?
Ich selber habe gar nicht darüber nachgedacht. Meine Charakterfigur weiss über vieles nicht Bescheid und verhält sich auch dementsprechend. Man sieht nicht, was die Figuren den ganzen Tag machen. Es ist spannend, wie die Geschichte verläuft und sich schliesslich alles auflöst. Es gehört nicht zu meinem Aufgabenbereich, mir den Kopf darüber zu zerbrechen, was das Publikum noch nicht wissen darf. Ich muss einfach die einzelnen Szenen glaubwürdig spielen.

Ein guter Cast und Regisseur ist für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ausschlaggebend. Wie wichtig ist es Ihnen, mit einem guten Team zusammen zu arbeiten?
Es ist wie gute Musik zu machen, wie in einem Orchester. Wenn die anderen Mitglieder der Truppe gut sind, dann hebt dies den Level der gesamten Darstellung. Aber natürlich muss man auch seinen Teil dazu beitragen.

Spike Lees Filme sind jeweils sehr gesellschaftskritisch, so auch dieser Film. Was ist in diesem Film die Gesellschaftskritik?
Die Art, wie er das heutige Leben in New York zeigt. Ja, und das finde ich toll. Verglichen mit den anderen Filmen, die wir zusammen machten, ist dieser aber am wenigsten politisch. Dies ist der vierte Film, an dem wir zusammen gearbeitet haben, und bietet wahrscheinlich die leichteste Unterhaltung.

In Hollywood herrscht ein ständiger Kampf. Wann merkten Sie, dass es für Sie einfacher wurde?
Die Herausforderung in meinem Leben ist die Entwicklung zu einem besseren Menschen. Ich sehe das Ganze nicht als einen Kampf, sondern als eine Chance. Ich bin kein Pessimist, sondern ein Optimist! Was draussen abläuft, ist ein Spiegel von dem, was drinnen vor sich geht.

[Denzel Washington wurde interviewt von Portmann Media]

«Wenn man schlechte Dialoge hat, wirkt man blöd!»

Hier lernt man wichtige Lektionen in Sachen Schauspielkunst. Zum Beispiel, dass ein Darsteller stets versuchen sollte, nicht dumm auszusehen.

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Cineman: Heist-Filme haben eine lange Vergangenheit und besitzen eine bestimmte Machart - wie war dies mit Spike Lees eigenem Stil zu vereinen?
Owen: Genau das hat er getan. Er wählte ein sehr klassisches Filmgenre. Der Film startet, wie es viele Heist-Filme tun: Ein Wagen hält, Typen steigen aus und nehmen die Bank ein. Aber hier handelt es sich um ein sehr ungewöhnliches und gut ausgedachtes Drehbuch, es ist hochstehend und nichts ist so, wie es scheint. Es sieht aus, als ob es in eine Richtung gehen würde und plötzlich gibt es immer mehr Intrigen. Was Spike bewirkte und nicht im Drehbuch stand, drückte sich in den Charakterfiguren aus New York und in der Darstellung der Stadt aus. Es half uns, dass wir die ganzen Aussenszenen vor der Bank in der Wallstreet drehten. Er hat auch menschliche Aspekte hineingebracht und das Beste aus dem Drehbuch herausgeholt.

In diesem Filme sind gerade die Gefühle der Figuren spannend, die nicht offensichtlich gezeigt werden. Wie gefällt es Ihnen als Schauspieler auf diese Weise zu arbeiten?
Meine Charakterfigur ist sowieso etwas komisch und trägt zudem immer eine Maske. Wie soll man sich so ausdrücken? Aber so waren der Typ und die Situation nun mal. Dieser Film ist toll, weil man versucht herauszufinden, was vor sich geht. Wenn man im Kino sitzt, der Film einen in den Bann zieht und begeistert, das Drehbuch gut durchdacht und gut umgesetzt ist, ist es einfach genussvolles!

Das Drehbuch ist, wie Sie bereits sagten, gut durchdacht und sehr komplex. Wie fest hilft es bei der Umsetzung, wenn man von Schauspielern umgeben ist, die talentiert sind und eine gewisse Tiefgründigkeit besitzen?
Genau das macht es aus! Aber man braucht ein gutes Drehbuch dazu - ohne gute Dialoge geht es nicht. Wenn man keine guten Dialoge und kein gutes Drehbuch hat, kann man nichts dementsprechendes schaffen. Wenn man schlechte Dialoge hat, wirkt man blöd! Wenn man keine intelligente Textvorlage hat, kann man es auch nicht intelligent umsetzten. Es sind die Wörter, die man spricht - man kann sie nicht ändern. Aber manchmal muss man als Schauspieler da hindurch und versuchen, nicht dumm zu wirken.

[Clive Owen wurde interviewt von Portmann Media]

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