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Hippie Masala - Filmkritik

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Aka Titel:Hippie Masala - Für immer in Indien
Land (Jahr): Schweiz (2006)
Genre:Documentary
Filmlänge:93min
Regie:Ulrich Grossenbacher
 Damaris Lüthi
Kinostart:12.10.2006
 16.05.2007 (Romandie)

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Und sie kiffen noch immer ...

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In den Jahren um 1968 gehörte eine Indien-Reise zur Biographie eines heranwachsenden Westeuropäers, so wie einst die Italienreise. Doch was ist aus den Blumenkindern von damals geworden, wer von ihnen ist auf dem Subkontinent heimisch geworden?

Cesare, der sich zu Beginn von «Hippie Masala» im Fluss wäscht, sieht man auf jeden Fall nicht an, dass er vor fast dreissig Jahren aus Turin seinen Weg nach Indien gefunden hat. Mit seinem ausgemergelten Körper, seinem wilden Bart und seinen verfilzten Zöpfen entspricht er ganz der Klischeevorstellung des Gurus. Cesare lebt als Asket und hat sich diese Lebensweise so verinnerlicht, dass er zumindest für das europäische Auge nicht mehr als Ausländer erkennbar ist.

Ganz anders dagegen die beiden südamerikanischen Schwestern Erica und Gillian, die in den frühen Achtzigern nach Goa gekommen sind, wo sie vom Verkauf selbst geschneiderter Kleider leben. Die Hippie-Metropole ist für sie nur die bislang letzte Station einer Reise entlang den Partyzonen dieser Welt; im Gegensatz zu Cesare suchen die beiden Ewigjunggebliebenen, die grundsätzlich nur gleichzeitig zu sprechen scheinen, keine spirituelle Erleuchtung, ein Drink am Strand scheint ihnen zu genügen.

Mit dem italienischen Asketen und den beiden Partyhasen sind die Extreme abgesteckt zwischen denen sich die Protagonisten von Ulrich Grossenbachers Film bewegen. Irgendwo dazwischen sind der holländische Maler Robert, Meera aus Belgien, die ebenfalls den Weg des Asketen beschreitet, und der Emmentaler Hanspeter angesiedelt. Was alle verbindet, ist das Haschisch, denn gekifft wird in «Hippie Masala» beinahe ununterbrochen.

Hanspeter betreibt mit seiner indischen Frau einen kleinen Bauernhof und baut an einem grossen Haus, in dem er dereinst käsen will - Schweizer Käse natürlich. Von allen Akteuren des Films ist Hanspeter sicher der widersprüchlichste. In der Schweiz leben will er auf keinen Fall, zu viel Leistungsdruck, zu viele Menschen, die einem sagen, was man tun soll. Doch wirklich integriert ist er in seiner neuen Heimat nicht. Mit den Nachbarn streitet er sich oft, und seine Frau gesteht in einem Interview, dass sie eigentlich von einem Leben alleine träumt. Beim Träumen wird es wohl auch bleiben, denn für die jung Verwitwete ist es bereits ein seltenes Glück, dass Hanspeter sie zu sich genommen hat.

In den Szenen, in denen Hanspeters Frau spricht, oder Robert von der Witwe eines verstorbenen Gefährten erzählt, offenbart «Hippie Masala» die Brüchigkeit des vermeintlichen Paradieses Indien. Doch nutzt der Film die Gelegenheit zu wenig, die heutige Lebenswelt seiner Figuren mit ihren Träumen von damals zu kontrastieren. Man hätte sich etwas weniger Konzentration auf die einzelnen Personen und ein bisschen mehr Mut zu grossen historischen Bögen gewünscht.

[Simon Spiegel]

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m&m's Michael: Ein reiner Schrott, total langweilig, komisch dass...
m&m's Thomas: Ein echtes Stück Zeitgeschichte. Kann ich nur empf...
m&m's Jasmin: Wunderschön, schräg, tiefgründig, verrückt, spirit...
m&m's Daniel: Da kann ich mich meinen beiden Vorrednern nur ansc...
m&m's Markus: Sehr eindrücklich gefilmte Reportage über die Alt-...