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DrGonzo

Zürich

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Grounding - Filmkritik

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Absturz in Raten

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Das Grounding der Swissair am 2. Oktober 2001 hat nicht nur Nationalgeschichte geschrieben, es gehört seitdem zum Grundwortschatz. Regisseur Michael Steiner hat aus dem Untergang der nationalen Airline ein spannendes Wirtschafts-Drama gemacht.

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Im Zeitraffer flitzt die Geschichte der Swissair ab 1992 an uns vorbei. Sitzen wir in einem fantastischen Flugzeug, mit dem wir durch die Vergangenheit fliegen? Nationalrat Christoph Blocher politisiert gegen den Beitritt zum EWR, der eiskalte Philippe Bruggisser verkündet seine radikalen Pläne zum Expandieren der Swissair. Statt einer trockenen Geschichtslektion ein flotter Bilderreigen - ein fulminanter Einstieg.

Mit der Entlassung Bruggissers endet auch der (be-)rauschende Flug, das Tempo wird gemächlicher, Mario Corti übernimmt den Steuerknüppel und wir können schliesslich den Absturz der Swissair in Zeitlupe erleben. Das wäre an sich schon eine spannende Geschichte, die nur ein Virtuose mit einem Film erzählen könnte, denn es ist schwierig, die vielen Puzzlestücke zuschauerwirksam zu präsentieren. Ein Buch hat es da leichter: «Der Fall der Swissair» von René Lüchinger, Chefredakteur der «Bilanz», war auch Grundlage zum Drehbuch, an dem Lüchinger auch mitwirkte.

Leider vertraute Regisseur Michael Steiner nicht auf den Stoff und seine eigene Fähigkeit, ihn kinogerecht aufzubereiten. So wurden neben dem geschickt sortierten Archivmaterial und gut passenden fiktionalen Teilen mit den bekannten Akteuren - z.B. Gespräche zwischen Moritz Suter und André Dosé - noch einige typisierte Figuren konstruiert (Gate-Gourmet-Koch, Flugbegleiterin, Pilot), die im Mahlwerk der Ereignisse zerquetscht werden. Während aber die Übergänge zwischen Archivaufnahmen und gespielten Szenen unterschiedlich gut gelingen - phänomenal beispielsweise verkörpert Michael Neuenschwander André Dosé, relativ weit weg von Mario Corti ist dagegen der verdiente Hanspeter Müller -, genügen die kurzen Episoden der Reisbrettfiguren nicht, uns mitzufühlen zu lassen.

Diese plakativen Nebenhandlungen sind überfrachtet, die Analogien plump, die Details klischiert. Bedauerlicherweise bleiben auch die Bilder der gedrehten Szenen Klischee und ihre Fernsehfilm-Ästhetik ermüdet das Auge wie die sinnlos aufgemotzte Tonspur das Ohr. Die Archivaufnahmen sind der mit Abstand beste Teil des Films. Sie lassen ahnen, welcher Film möglich gewesen wäre. Wollen wir hoffen, dass die Filmproduktion damit nicht selbst ein Grounding erlebt, denn ein Film zum Ende der Swissair war nötig, auch wenn wir uns keinen «Dokumentarspielfilm» gewünscht haben. [Eduard Ulrich]

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m&m's Urs23: Grandios, fesselt von der ersten bis zur letzten M...
m&m's Tobias: ich hab mit den film nur angesehen, weil ich sonst...
m&m's Elvis: Habe den Film bereits einmal im Kino gesehen und h...
m&m's Didier: Der Film ist wirklich 1a gelungen. Klar sind gewis...
m&m's kiwi333: guter solider schweizer film!...