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Aka Titel:Garfield 2
Land (Jahr): USA (2006)
Genre:Animation, Comedy
Filmlänge:78min
Regie:Tim Hill
Kinostart:03.08.2006
 19.07.2006 (Romandie)
Produktion:John Davis

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Oliver Kalkofe: «Sonst habe ich nichts getan und gelegentlich auf den Teppich uriniert.»

Der deutsche Comedian hätte als «Garfield» gerne laut gerülpst - aber für solche Sachen waren die Special-Effects Leute zuständig.

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Warst du schon vor diesem Projekt ein Garfield-Fan?
Ich bin in den 80er Jahren ein grosser «Garfield-Fan» gewesen. Damals hatte er ja seine Blütezeit. Da war ich vor allem begeistert, weil er zu der Zeit der erste Cartoon-Charakter war, der so anders war. Eben nicht nett, toll und ein Held. Sondern zynisch, faul, fett und gefrässig. Dies vor allem, weil es ihm eben nur um sich selber ging. Das fand ich grossartig. Ich fand die Garfield-Comics damals wirklich fantastisch und habe sie verschlungen. Deshalb habe ich mich auch so gefreut, dass ich ihm jetzt nach so vielen Jahren meine Stimme geben kann.

Weshalb haben sie dich ausgewählt?
Ich habe mich ebenfalls oft gefragt warum. Deshalb habe ich in meiner Karriere etwas zurückgeblickt und habe gesehen, dass ich einen dicken Bären in «Dr. Dolittle 2» gesprochen habe. Dann war ich ein fetter dummer Eisbär und ein verschrotteter Kleinwagen. Schliesslich durfte ich einmal den Schurken in «Robots» spielen und jetzt eben Garfield. Das ist schon ein grosser Hang zu etwas debilen, übergewichtigen Pelztieren. Vielleicht habe ich die Karriere falsch angepackt, ich weiss es nicht. Aber als man mich da fragte, habe ich nicht eine Sekunde gezögert. Denn ich dachte «wenn es eine Figur gibt, die passt... Also wäre ich ein Tier, dann wäre ich wahrscheinlich Garfield». Das passt einfach von der Art, von der Einstellung und vom Charakter her. Deswegen war ich super-glücklich, dass ich das machen durfte.

Sag's nicht zu laut, im nächsten Leben kommst du als Katze auf die Welt...
Das könnte sein. Aber ich sage mir, es gibt schlimmeres, als so auf die Welt zu kommen, wie Garfield ist. Diese Katze kann sich nicht beschweren. Ich glaube, viele Menschen und auch viele Tiere wünschen sich, nur einen Tag so leben zu dürfen wie Garfield. Wenn das mein Karma sein soll, nehme ich es gelassen.

Wie hast du dich auf diese Rolle vorbereitet? Hast du Lasagne gegessen und Pizza?
Natürlich, jeder Method-Actor, so wie Robert de Niro, Al Pacino und ich machen das so. Sechs Wochen lang habe ich mich nicht vom Sofa wegbewegt, habe mich bedienen lassen, Lasagne gegessen und ferngesehen. Das ging allerdings sehr auf die Psyche. Sonst habe ich nichts getan und gelegentlich auf den Teppich uriniert. Ich habe aber ein Katzenfell getragen. Nach sechs Wochen habe ich gesagt «ja, jetzt bin ich bereit, jetzt kann ich ins Studio». Man musste auch so lange auf mich warten. Der Film sollte eigentlich schon viel früher rauskommen, aber ich war noch nicht bereit. Ich musste einfach erst mich bereit fühlen für dieses Projekt.

Verstehe... Und dann ging's ins Studio. Ist man dort eine bestimmte Anzahl Tage da, spricht diese Rolle und verbeisst sich mental völlig darin? Bist du nicht nachts aufgewacht und hast gedacht «Oh Schreck, ich bin ein Kater»? Kann man da abschalten?
Es ist sehr schwer, da wieder rauszukommen. Extrem schwer sogar, wenn man einmal den Kater in sich gespürt hat. Ich wachte oft auf und hatte auch einen Kater... Von da her hat die Rolle sehr auf mich abgefärbt.

Die Geräusche, die der Kater von sich gibt, musstest du ja auch synchronisieren. Hast du da die Stimme vorher trainiert? Oder wie ging das?
Nein, diese Laute und Geräusche waren eben das Lustigste. Im Skript stand da seitenweise «Laute, Laute, Laute» und man weiss dann gar nicht genau, was gemeint ist. Andererseits machte das am meisten Spass. Aber die schönsten Laute und Geräusche durfte ich nicht machen, da war ich schon enttäuscht. Zum Beispiel diesen Mega-Rülpser und solche Sachen... Da hatte ich mich auch tagelang darauf vorbereitet. Aber das war alles umsonst. Das war sehr schade, denn das hätte ich gerne gemacht. Sie haben dann gesagt, das käme von Special-Effects-Leuten... Mir hat man das leider nicht zugetraut.

[Oliver Kalkofe wurde interviewt von Portmann Media]

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