Zum Ausziehen verführt - Interview
| Originaltitel: | Failure to Launch |
| Land (Jahr): | USA (2006) |
| Genre: | Comedy, Romance |
| Filmlänge: | 97min |
| Regie: | Tom Dey |
| Kinostart: | 16.03.2006 |
| 15.03.2006 (Romandie) | |
| Drehbuch: | Tom J. Astle |
«Man muss etwas riskieren, um belohnt zu werden!»
Der Star aus «Sex and the City» meint, dass die Chemie zwischen zwei Hauptdarstellern nicht immer vollständig stimmen muss.
Cineman: Hallo Sarah, «Failure To Launch» ist eine entzückende romantische Komödie, in der Ihre Rolle Menschen mit dem «Peter Pan-Syndrom» hilft. Könnte man den Filminhalt so beschreiben?
Parker: Ich finde, das ist eine süsse und treffende Beschreibung. Sie ist das Mittel gegen das «Peter Pan-Syndrom»!
Cineman: Wie viele andere interessante Charakterfiguren macht auch ihre Figur eine Entwicklung durch. Sie nimmt ihren Job sehr ernst - es ist aber nicht klar, dass sie auch persönlich involviert werden könnte.
Parker: Sie hatte mit ihrem Geschäftsmodell sehr viel Erfolg. Bei allen Kunden funktionierte es - bis sie es schliesslich mit Typ zu tun bekommt, der von Matthew McConaughey gespielt wird. Alle ihre Regeln, bei denen sie sich sicher fühlt, gelten plötzlich nicht mehr. In Sachen Liebe, Gefühle und Intimität verliert sie völlig den Boden unter den Füssen. Natürlich sind genau diese Dinge die Voraussetzung für eine romantische Komödie. Zwei Menschen versuchen unterschiedlich zu sein, fühlen sich aber genau deshalb magnetisch voneinander angezogen und kämpfen dagegen.
Cineman: Sie nimmt Ihre Arbeit sehr ernst, eine unerwartete Veränderung in Ihrem Privatleben macht sie jedoch verletzlich. Dies passiert, als sie merkt, dass sie für ihn etwas empfindet. Meinen Sie auch?
Parker: Sie war immer sehr gut darin, ihr eigenes Leben und Liebesleben zu verdrängen. Dann wird sie plötzlich überrascht. Sie findet heraus, dass sie ihre Gefühle nicht gut ausdrücken kann. Sie fühlt sich unsicher und hat - wie viele von uns - Angst verletzt zu werden. So ist es nun mal im Leben: Man muss etwas riskieren, um belohnt zu werden! Dies zu tun, macht einem manchmal Angst.
Cineman: Ist es in solchen Filmen wichtig, dasselbe Timing in Pointen zu haben wie der Schauspielpartner - in diesem Fall wie Matthew McConaughey? Muss die Chemie vollständig stimmen?
Parker: Ich denke, das ist fast unmöglich. Es ist nicht wie bei Paaren im Eiskunstlaufen, wo das Timing sehr kritisch ist und man den dreifachen Axel genau im selben Zeitpunkt springen muss. Eine gewisse Affinität und einen ähnlichen Bezug für dieselbe Art von Comedy ist viel wichtiger. Was das Ganze zwischen zwei Personen aber besonders interessant macht, sind die Unterschiede. Er fühlt sich sehr wohl vor der Kamera und verhält sich sehr natürlich. Ich arbeite anders und hoffentlich passt es zu einander.
[Sarah Jessica Parker wurde interviewt von Portmann Media]
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