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Casino Royale - Interview

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10

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Land (Jahr): Grossbritannien, USA (2006)
Genre:Action, Adventure, Thriller
Filmlänge:145min
Regie:Martin Campbell
Kinostart:23.11.2006
 22.11.2006 (Romandie)
Drehbuch:Neal Purvis

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Martin Campbell: «Ich denke, der aktuelle Bond kommt Ian Flemings Idee sehr nahe. Vielleicht näher als jeder andere Bond-Film zuvor.»

Der Regisseur vergleicht Daniel Craig mit Sean Connery und erzählt über dessen «dunklen Qualitäten».

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Hallo Martin, herzliche Gratulation zu «Casino Royale». Ich habe den Film sehr genossen. Was mich als erstes interessiert: In «Casino Royale» wurde ein neuer Bond-Darsteller präsentiert, wie schon in «Goldeneye». Bei beiden Filmen haben Sie Regie geführt. Werden Sie immer angerufen, wenn ein neuer Bond vorgestellt wird? Sind Sie ein Bond-Launcher?
Ja, sie sperren mich in einen Raum und wenn es einen neuen Bond-Darsteller gibt, lassen sie mich wieder raus (lacht). Nein, im Ernst. Ich habe «Goldeneye» gemacht wo Pierce Brosnan das erste Mal dabei war. Danach wollte ich keinen Bond-Film mehr machen, weil ich mich selbst nur noch wiederholen könnte. Als dann die Produzenten aber entschieden haben, «Casino Royale» zu machen und dabei mehr zu den frühen Connery-Filmen zurückzugehen und einen härteren und realistischeren Bond zu machen, habe ich mich entschieden, es doch zu machen.

Könnte es also sein, dass Sie bei einem weiteren Bond-Film Regie führen werden?
Ich weiss es nicht. Ich habe nach «Goldeneye» schon gesagt, dass ich keinen weiteren Bond machen werde und habe trotzdem einen gemacht. Man weiss nie...

Der neue Bond ist Daniel Craig. Wieso gerade er? Was hat er, was andere nicht haben?
Haben Sie den Film gesehen?

Ja.
Und was denken Sie?

Es ist für mich eigentlich klar, aber ich muss das fragen (lacht).
(lacht) Also erstens ist Daniel Craig ein toller Schauspieler und sieht sehr gut aus, tough und dennoch sehr sexy. Er hat die dunklen Qualitäten, die das Buch verlangt. Mehr als Pierce Brosnan und bestimmt auch mehr als Roger Moore. Er gleicht mehr Sean Connery. Er hatte die Gelegenheit, einen sehr realistischen Bond zu spielen. So wie er am Anfang seiner Karriere war, er macht Fehler, er ist dunkler, härter und verliebt sich auch. Alle diese Dinge machen ihn sehr menschlich. Diese Vorgaben verlangen nach einem Schauspieler, der das wirklich umsetzen kann.

Ich habe den Eindruck, dass Sie eine sehr klare Vorstellung davon hatten, wie der neue Bond sein sollte. Hatten Sie das schon von Anfang an so im Kopf? Und haben Sie Daniel Craig Instruktionen gegeben?
Also als erstes hatten wir das Buch, woran wir uns halten mussten. Haben Sie das gelesen?

Nein.
Ok, das Buch ist sehr überraschend. Der Bond in den Filmen unterscheidet sich auch ein wenig vom Bond in den Büchern. Dort ist er viel beschaulicher. «Casino Royale» ist jetzt seine erste Mission und viele Charakterzüge, die wir im Film haben, entsprechen wirklich jenen aus dem Buch. Ich denke, der aktuelle Bond kommt Ian Flemings Idee sehr nahe. Vielleicht näher als jeder andere Bond-Film zuvor.

[Martin Campbell wurde interviewt von Portmann Media]

Daniel Craig: «Ich war etwas überrascht darüber, wie aggressiv die Reaktionen ausfielen.»

Nachdem der Schauspieler zum neuen James Bond erkoren wurde, ging er sich betrinken.

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Das erste, das ich gerne wissen würde, ist, wie sind Sie zu dieser Rolle gekommen?
Es war ein langer Prozess. Das ganze dauerte etwa 18 Monate. Ich hatte einen Schwatz mit den Produzenten, wandte mich dann einigen anderen Filmen zu und wartete, bis ich ein Drehbuch erhalten würde. Danach habe ich einen Screentest für die Rolle gemacht, was ganz normal ist bei solchen Aufträgen. Etwa zehn Tage später, erhielt ich einen Anruf in Baltimore, wo ich gerade arbeitete, und da gaben sie mir den Job.

Und wie war Ihre Reaktion?
Ich habe mich betrunken.

Alleine?
Ja, alleine, leider. Aber irgendwie auch nicht, denn ich war in Baltimore in einer grossartigen irischen Bar. Da waren viele Leute, aber natürlich durfte ich denen nicht sagen, ich sei James Bond. Ich hatte eine gute Nacht.

Sie haben sich aber dennoch einen Wodka Martini bestellt?
Nein, ein Guiness aber zuhause habe ich mir einen zusammengemixt.

Es gab ziemlich harsche Reaktionen, als herauskam, dass Sie der neue Bond sein würden. Waren Sie überrascht davon, gerade was die Brosnan-Fans angeht?
Ich war etwas überrascht darüber, wie aggressiv die Reaktionen ausfielen. So etwas konnte ich nicht vorausahnen. Da stecken natürlich viele Emotionen dahinter. Sicher, Pierce Brosnan war ein fabelhafter James Bond, und ich denke, es herrschte dann einfach Verwirrung, wieso er plötzlich aussteigt. Ich kenne da keine Details. Aber ich verstehe es. Die Leute sind dann sehr leidenschaftlich und ich habe mir immer gesagt: «Das bin ich auch!» Also habe ich es einfach ignoriert. Da gab's nichts, das ich hätte tun können. Ich konnte da nicht irgendeinen Dialog mit jemanden suchen, also habe ich einfach weiterhin meine Arbeit getan.

Es gibt ja nun diesen Riesenhype, um nur schon die Premiere in London zu erwähnen. Und dennoch kommt wohl vieles erst noch auf Sie zu, denn die meisten haben den Film ja noch nicht gesehen. Was heisst das jetzt für die Zukunft? Wurden Sie vorbereitet auf das, was nun alles folgt?
Wir haben gerade die Weltpremiere in London hinter uns gebracht, die war toll, und nun sind wir hier in Zürich, was sehr spannend ist. Und das ist eigentlich auch, auf was wir uns derzeit konzentrieren. Wir nehmen den Film rund um die Welt mit und zeigen ihn den Leuten. Wir versuchen dabei, möglichst viele Stationen zu besuchen, denn ich möchte mit den Leuten über den Film sprechen, und worum es darin geht. Im neuen Jahr werden wir uns dann hinsetzen und über den nächsten diskutieren. Doch zuerst müssen wir schauen, wie dieser abschneiden wird.

Nochmals zu London: Sie haben die Queen getroffen, und ich habe gehört, Sie hätten den längsten Small-Talk mit ihr geführt. Erstmal: wie war es, die Queen zu treffen? Und zweitens: Was plaudert man so mit der Queen?
Es war grossartig, die Queen treffen zu dürfen. Es war sehr schön und sie war sehr angenehm. Die Konversation, die wir geführt haben, war zwischen ihr und mir. (schmunzelt)

Aha, da wird also nichts verraten. Ich hätte nun eine Frage zu Martin Campbell. Dieser neue James Bond, diese neue Figur, man hatte das Gefühl, da sei bereits eine fertige Vorstellung davon da gewesen. Gab er Ihnen Instruktionen oder waren Sie diesbezüglich völlig frei?
Schauen Sie, ich war so frei, tun zu dürfen, was ich tun wollte. Ich habe mich einfach voll reingehängt. Die Art, wie ich spiele und wie ich die Dinge anpacke, ist: solange mir niemand sagt ich solle aufhören, mache ich einfach weiter. Ich habe alles in meinen Möglichkeiten stehende getan, bevor der Dreh angefangen hat, und als wir dann drehten, da kreiert und erzählt man Geschichten. Das ist das, was Martin Campbell als Regisseur tut und ich als Schauspieler.

Heute ist die Schweizer Premiere. Haben Sie irgendeinen Bezug zur Schweiz?
Nun, ich habe mit vielen Schweizern zusammengearbeitet, allerdings mehr mit Technikleuten beim Film. Ich bin nun zum ersten mal hier und ich freue mich darauf. Ich hoffe, wir werden einen tollen Abend haben.

Eine kurze letzte Frage: Werden Sie auch in Zukunft weiterhin Filme drehen, neben James Bond?
Ja, ich das habe ich vor. Ich befinde mich zurzeit gerade zwischen den Dreharbeiten zu «The Golden Compass», geschrieben von Philip Pullman, der «Northern Lights» gemacht hat, und an meiner Seite werden Eva Green und Nicole Kidman spielen.

[Daniel Craig wurde interviewt von Portmann Media]

Carlos Leal: «Wenn ich einen Bösewicht in einem James Bond-Film spielen könnte, das wäre toll.»

Um die Casting-Direktoren zu überzeugen hat der Schweizer ihnen einen Zaubertrick vorgeführt.

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Hallo Carlos. Meine erste Frage: Wie bekommt man eine Rolle als Casino-Direktor in einem Bond-Film?
Nun, sie haben Castings gemacht. Die waren in Madrid, Rom, Paris und London. Ich bin mir sicher, dass sie die wichtigeren Rollen alle schon besetzt hatten und einfach noch auf der Suche nach Leuten waren, welche die kleineren Parts übernehmen können. Deshalb haben sie ein internationales Casting gemacht. Ich war bei dem in Paris, wie so viele andere Schauspieler auch. Ich habe mir für die Szene einfach etwas Spezielles einfallen lassen, das mir helfen sollte, die Rolle zu bekommen. Ich habe dafür einen Zaubertrick aufgeführt, der eigentlich nicht in die Szene gehörte. Ich besuchte einen Zauberer und fragte ihn, ob er mir einen Trick beibringen könne. Vielleicht hat mir das geholfen, ich weiss es nicht.

Der Trick wurde also aus der Endfassung des Filmes herausgeschnitten?
Nein, ich habe diesen Trick nur beim Casting gemacht. Mit dem Film hatte das dann aber nichts mehr zu tun.

Das war also nur um die Casting-Direktoren zu beeindrucken?
Ja, ich habe mir einen Plan gemacht. Denn es sind etwa 500 Schauspieler, die vor und nach dir an das Casting kommen. Also musste ich mir etwas originelles einfallen lassen. Manchmal ist das gefährlich, denn nicht alle Casting-Direktoren mögen solche Einfälle und wollen, dass man nur das tut, was im Drehbuch steht. Aber ich habe mir gedacht, «das ist James Bond, also mache ich es gross!» (lacht). Also habe ich den Zaubertrick gemacht und plötzlich erschien eine Karte mit meinem Gesicht darauf. Das war sehr witzig.

Das würde ich gerne einmal sehen.
Ich weiss leider nicht, wo die Tapes von diesem Casting sind...

Zu schade... Wie waren die Dreharbeiten für Sie? Wie haben Sie das erlebt?
Es war cool. Ich war sehr beeindruckt von der unglaublichen Struktur, denn das ganze Projekt war wirklich enorm gross! Aber schlussendlich ist für mich, wenn ich auf einem Set bin und einen Film mache, das Feeling mit den Leuten das Wichtigste. In «Casino Royale» ist mein Part sehr klein und ich bin in der Mitte von vielen anderen Leuten. Verstehen Sie, es ist sehr schwierig, das Abenteuer wirklich zu leben, wenn man so viele Leute um sich herum hat. Im Vergleich zum Beispiel mit «Snow White» war das ganz etwas anderes. Dort stand ich die ganze Zeit im direkten Kontakt zum Regisseur und allen anderen Schauspieler. Für mich war Bond aber eine tolle Möglichkeit zu lernen, relaxt zu bleiben und alles unter Kontrolle zu halten. Wir hatten auch genug Zeit, um die Szene wirklich gut in den Kasten zu bekommen. Aber es ist unglaublich, wie ein Regisseur wie Martin Campbell auf dem Set so ruhig sein kann. Verstehen Sie, da sind etwa 300 Leute auf dem Set und rennen herum. Aber jeder weiss ganz genau, was er zu tun hat. Mittendrin ist Martin Campbell, ganz relaxt, und nimmt sich Zeit für die Schauspieler. Das war eine gute Erfahrung für mich. Da war aber auch noch etwas anderes: Ich habe häufig Schauspieler wie Mads Mikkelsen oder andere, die rund um den Tisch sassen, beobachtet. Ich liebte es, ihrem Schauspiel-Stil zuzusehen. Sie sind gut, wirklich gut! Ich dachte dann jeweils «Aha, ok. So machen die das...» Das war toll für mich, eine gute Erfahrung.

(Aus dem Off: «Noch zwei Minuten»)
Oh mein Gott, das ist, weil ich zu viel spreche. Das ist mein Problem, meine Eltern sind Spanier und deshalb macht es auch bei mir einfach «blablabla». Sie müssen mich stoppen! (grinst)

Nein nein, sprechen Sie ruhig weiter. Denken Sie, dass diese Rolle ihre Karriere beeinflussen wird?
Ehrlich gesagt, weiss ich das nicht. Ich hoffe es natürlich, warum nicht? Es ist eine kleine Rolle aber ein sehr grosser Film. Ich weiss natürlich, dass alle beeindruckt sind, wenn in meinem Lebenslauf James Bond steht. Aber es hängt manchmal mehr davon ab, wie die Karriere verläuft, wenn man grosse Rollen in kleinen Filmen hat. Das ist manchmal besser. Aber wie auch immer, es war ein Vergnügen, das zu machen. Und natürlich ist es ein Pluspunkt in meinem Lebenslauf.

Hier in der Schweiz sind viele der Meinung, dass Sie der neue James Bond sein sollten. Werden wir das irgendwann zu sehen bekommen?
Oh mein Gott... Sie nehmen immer britische Schauspieler. Immer!

...es hiess aber auch, dass sie immer nur Leute mit dunklen Haaren nehmen...
(lacht) Nein, ich denke nicht, dass ich James Bond sein könnte. Aber wenn ich einen Bösewicht in einem James Bond-Film spielen könnte, das wäre toll. Denn das liebe ich sehr. Es ist aber sehr nett, dass Sie das zu mir sagen. Vielleicht sollte die Schweiz ihr eigenes James Bond-Ding machen.

Nun zu Ihrer Zukunft. Ist es Musik oder sind es Filme? Ist es national oder international?
Zur Zeit lebe ich in Madrid und versuche auch, dort zu arbeiten. Ich habe einige Jobs in Madrid gemacht und dabei für Deutsche und Spanische Produktionen gearbeitet. Jetzt reise ich aber herum und gehe dorthin, wo man mich braucht. In Madrid fühle ich mich aber sehr wohl, denn Spanien ist mein Land. Wir werden sehen... Nächstes Jahr habe ich auf jeden Fall einige Projekte in der Schweiz. Dann werde ich natürlich hierher zurückkehren. Für Musik habe ich momentan keine Zeit. Es ist eine Schande, denn ich liebe Musik. Es ist das schönste auf der Welt. Wie auch immer, wenn ich einmal Zeit habe, werde ich mich bestimmt wieder der Musik widmen.

[Carlos Leal wurde interviewt von Portmann Media]

Caterina Murino

Die hübsche Italienerin kreischte vor Glück als sie die Zusage für die Rolle der «Solange» erhielt - gar nicht lady-like finden wir.

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Caterina, erzählen Sie etwas über Ihre Rolle in «Casino Royale».
Meine Figur heisst «Solange». Ich kann leider nicht allzu viel verraten. Sie ist aber die Frau von einem bösen Mann und reitet für ihr Leben gern mit ihrem Pferd. Mehr darf ich leider wirklich noch nicht sagen (lacht). Eines vielleicht noch: Sie lebt auf den Bahamas.

Dies ist Ihr erster englischsprachiger Film. Hatten Sie einen Trainer, der Ihnen das richtige Sprechen beigebracht hat?
Ja, ich habe sogar schon meinen zweiten Trainer. Der erste war für das Fernsehen für eine Co-Produktion in Deutsch und Englisch zuständig. Mein jetziger Coach ist aber der erste, welche mich für einen Kinofilm schult. Ich habe ihn nicht unbedingt wegen des Akzents, sondern damit ich klarer spreche und mich jeder versteht (lacht). Eigentlich ist es eine Trainerin. Sie heisst Sandra und war immer sehr lieb zu mir.

Für jeden, der in einem Bond-Film mitspielt, ist es etwas ganz Besonderes, weil diese Filmreihe ein solcher Kult und schon fast eine Legende ist. Wie war das für Sie? Was haben Sie gefühlt, als Sie die Nachricht erhalten haben, dass Sie dabei sind?
Ich habe gekreischt (lacht). Ich konnte es zuerst gar nicht glauben da ich schon beim Casting in Europa für die Rolle der «Solange» vorgesprochen habe und es für mich ziemlich unmöglich war, den Zuschlag zu erhalten. Als ich angerufen wurde, war ich gerade dabei, einen anderen Film zu drehen. Ich habe wirklich nur gekreischt, weil ich so glücklich war. Aber nach einer Viertelstunde ging ich zurück an meine Arbeit und dachte «ok, ich werde bald mit einem anderen Film anfangen». Dann habe ich mich aber wieder voll auf meine Arbeit konzentriert. Als Schauspielerin ist es sehr wichtig, dass man sich nicht ablenken lässt. Ich darf mir von solchen «Starlet»-Dingen nichts kaputt machen lassen. Ich habe aber sogleich angefangen, mich in die Rolle der «Solange» einzuarbeiten.

In «Casino Royale» gibt es mit Daniel Craig einen neuen Bond-Darsteller. Wo sehen Sie die Qualitäten dieser neuen Besetzung?
Ich kann sagen, dass eine sehr gute Wahl getroffen wurde. Dass sage ich nicht nur, weil ich hier bin und mit ihm zusammenarbeite. Ich habe mit ihm gespielt und schon verschiedene Filme von ihm gesehen. Viele Leute haben Daniel Craig auch im Theater gesehen. Er ist ein sehr guter Schauspieler. Verstehen Sie mich nicht falsch, auch Sean Connery und alle anderen Bond-Darsteller waren tolle Besetzungen. Ich denke aber, dass Daniel der Figur James Bond einen Charakterzug verleihen kann, den wir noch nie zuvor gesehen haben. Das wird für alle sehr interessant werden.

[Caterina Murino wurde interviewt von Portmann Media]

Eva Green

Ein schweisstreibendes körperliches Training benötigte Eva Green zur Vorbereitung von Casino Royale nicht. Das Herumrennen mit Pfenningabsätzen stellte sich aber als tückisch und schmerzhaft heraus.

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Eva, im Vorfeld wurde viel über das neue Bond-Girl diskutiert. Sie haben dann schlussendlich die Rolle bekommen. Was war Ihre erste Reaktion?
Ich war sehr aufgeregt in den ersten fünf Minuten. Dann wurde ich sehr nervös (lacht), weil ich keine Zeit hatte, um mich vorzubereiten. Aber auf den Bahamas zu arbeiten ist schon toll. Ich bin begeistert und kann es immer noch nicht richtig glauben, dass ich dabei bin.

Die Bond-Girls sind ein grosser Kult geworden. Sehr viele Schauspielerinnen wollen eine solche Rolle bekommen. Haben Sie persönlich ein Lieblings-Bond-Girl?
Nun, ich habe nicht sehr viele Bond-Filme gesehen. Ich habe einfach diese auffälligen Szenen im Kopf. Zum Beispiel diese, wo Ursula Andress aus dem Wasser kommt, eine sehr sexy femme fatale. Oder in «Goldfinger» wo Honor Blackman Pussy Galore spielt. Ich liebe diese Charaktere, weil sie sehr witzig sind und in ihrer eigenen Welt leben. Das ist einfach pure Unterhaltung. Aber wissen Sie, ich wollte nie unbedingt ein Bond-Girl sein. Ich mochte sie schon immer, aber ich wollte diesen Film machen wegen meiner Figur, Vesper Lynd. Das ist eine sehr komplexe Rolle und es war sehr interessant, sie zu verkörpern.

Wir haben einen neuen Bond und Sie sind das Bond-Girl. Was ist alles neu an diesen beiden Figuren?
Sie verlieben sich ineinander. Man sieht Bond auch als etwas fragileren Charakter dadurch wirkt er viel menschlicher. Es wird auch erklärt, warum er sich nach dieser Story so rücksichtslos verhält. Vesper Lynd formt auch gewissermassen James Bond.

Sie stellen eine sehr starke Persönlichkeit mit einem ganz anderen Charakter als die bisherigen Bond-Girls dar.
Ich denke, die meisten Bond-Girls bisher waren schon sehr stark. Aber meine Rolle ist auch sehr zäh. Sie ist vielleicht auch etwas realistischer und steht mit beiden Beinen im Leben.

Wie viel körperliches Training mussten Sie auf sich nehmen als Vorbereitung für diese Rolle?
Gar nichts. Das ist eigentlich sehr ungewöhnlich für ein Bond-Girl. Aber ich sitze viel einfach nur auf einem Stuhl. Ich musste also wirklich nicht allzu viel tun (lacht).

Sie mussten als einfach nur gut aussehen und...?
Eine gute Schauspielerin sein (lacht).

Natürlich. Aber gab es überhaupt keine physische Extraarbeit für Sie?
Ich musste mit High-Heels rennen, was ziemlich schwierig ist (schmunzelt).

[Eva Green wurde interviewt von Portmann Media]

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