Interview
Martin Campbell: «Ich denke, der aktuelle Bond kommt Ian Flemings Idee sehr nahe. Vielleicht näher als jeder andere Bond-Film zuvor.»
Der Regisseur vergleicht Daniel Craig mit Sean Connery und erzählt über dessen «dunklen Qualitäten».
Hallo Martin, herzliche Gratulation zu «Casino Royale». Ich habe den Film sehr genossen. Was mich als erstes interessiert: In «Casino Royale» wurde ein neuer Bond-Darsteller präsentiert, wie schon in «Goldeneye». Bei beiden Filmen haben Sie Regie geführt. Werden Sie immer angerufen, wenn ein neuer Bond vorgestellt wird? Sind Sie ein Bond-Launcher?
Ja, sie sperren mich in einen Raum und wenn es einen neuen Bond-Darsteller gibt, lassen sie mich wieder raus (lacht). Nein, im Ernst. Ich habe «Goldeneye» gemacht wo Pierce Brosnan das erste Mal dabei war. Danach wollte ich keinen Bond-Film mehr machen, weil ich mich selbst nur noch wiederholen könnte. Als dann die Produzenten aber entschieden haben, «Casino Royale» zu machen und dabei mehr zu den frühen Connery-Filmen zurückzugehen und einen härteren und realistischeren Bond zu machen, habe ich mich entschieden, es doch zu machen.
Könnte es also sein, dass Sie bei einem weiteren Bond-Film Regie führen werden?
Ich weiss es nicht. Ich habe nach «Goldeneye» schon gesagt, dass ich keinen weiteren Bond machen werde und habe trotzdem einen gemacht. Man weiss nie...
Der neue Bond ist Daniel Craig. Wieso gerade er? Was hat er, was andere nicht haben?
Haben Sie den Film gesehen?
Ja.
Und was denken Sie?
Es ist für mich eigentlich klar, aber ich muss das fragen (lacht).
(lacht) Also erstens ist Daniel Craig ein toller Schauspieler und sieht sehr gut aus, tough und dennoch sehr sexy. Er hat die dunklen Qualitäten, die das Buch verlangt. Mehr als Pierce Brosnan und bestimmt auch mehr als Roger Moore. Er gleicht mehr Sean Connery. Er hatte die Gelegenheit, einen sehr realistischen Bond zu spielen. So wie er am Anfang seiner Karriere war, er macht Fehler, er ist dunkler, härter und verliebt sich auch. Alle diese Dinge machen ihn sehr menschlich. Diese Vorgaben verlangen nach einem Schauspieler, der das wirklich umsetzen kann.
Ich habe den Eindruck, dass Sie eine sehr klare Vorstellung davon hatten, wie der neue Bond sein sollte. Hatten Sie das schon von Anfang an so im Kopf? Und haben Sie Daniel Craig Instruktionen gegeben?
Also als erstes hatten wir das Buch, woran wir uns halten mussten. Haben Sie das gelesen?
Nein.
Ok, das Buch ist sehr überraschend. Der Bond in den Filmen unterscheidet sich auch ein wenig vom Bond in den Büchern. Dort ist er viel beschaulicher. «Casino Royale» ist jetzt seine erste Mission und viele Charakterzüge, die wir im Film haben, entsprechen wirklich jenen aus dem Buch. Ich denke, der aktuelle Bond kommt Ian Flemings Idee sehr nahe. Vielleicht näher als jeder andere Bond-Film zuvor.
Ja, sie sperren mich in einen Raum und wenn es einen neuen Bond-Darsteller gibt, lassen sie mich wieder raus (lacht). Nein, im Ernst. Ich habe «Goldeneye» gemacht wo Pierce Brosnan das erste Mal dabei war. Danach wollte ich keinen Bond-Film mehr machen, weil ich mich selbst nur noch wiederholen könnte. Als dann die Produzenten aber entschieden haben, «Casino Royale» zu machen und dabei mehr zu den frühen Connery-Filmen zurückzugehen und einen härteren und realistischeren Bond zu machen, habe ich mich entschieden, es doch zu machen.
Könnte es also sein, dass Sie bei einem weiteren Bond-Film Regie führen werden?
Ich weiss es nicht. Ich habe nach «Goldeneye» schon gesagt, dass ich keinen weiteren Bond machen werde und habe trotzdem einen gemacht. Man weiss nie...
Der neue Bond ist Daniel Craig. Wieso gerade er? Was hat er, was andere nicht haben?
Haben Sie den Film gesehen?
Ja.
Und was denken Sie?
Es ist für mich eigentlich klar, aber ich muss das fragen (lacht).
(lacht) Also erstens ist Daniel Craig ein toller Schauspieler und sieht sehr gut aus, tough und dennoch sehr sexy. Er hat die dunklen Qualitäten, die das Buch verlangt. Mehr als Pierce Brosnan und bestimmt auch mehr als Roger Moore. Er gleicht mehr Sean Connery. Er hatte die Gelegenheit, einen sehr realistischen Bond zu spielen. So wie er am Anfang seiner Karriere war, er macht Fehler, er ist dunkler, härter und verliebt sich auch. Alle diese Dinge machen ihn sehr menschlich. Diese Vorgaben verlangen nach einem Schauspieler, der das wirklich umsetzen kann.
Ich habe den Eindruck, dass Sie eine sehr klare Vorstellung davon hatten, wie der neue Bond sein sollte. Hatten Sie das schon von Anfang an so im Kopf? Und haben Sie Daniel Craig Instruktionen gegeben?
Also als erstes hatten wir das Buch, woran wir uns halten mussten. Haben Sie das gelesen?
Nein.
Ok, das Buch ist sehr überraschend. Der Bond in den Filmen unterscheidet sich auch ein wenig vom Bond in den Büchern. Dort ist er viel beschaulicher. «Casino Royale» ist jetzt seine erste Mission und viele Charakterzüge, die wir im Film haben, entsprechen wirklich jenen aus dem Buch. Ich denke, der aktuelle Bond kommt Ian Flemings Idee sehr nahe. Vielleicht näher als jeder andere Bond-Film zuvor.
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