Basic Instinct 2 - Interview
| Land (Jahr): | Deutschland, Spanien, Grossbritannien, USA (2006) |
| Genre: | Crime, Mystery, Thriller |
| Filmlänge: | 114min |
| Regie: | Michael Caton-Jones |
| Kinostart: | 06.04.2006 |
| 29.03.2006 (Romandie) | |
| Drehbuch: | Leora Barish |
«Der Sex ist nur ein Gerüst.»
Der reichlich unbekannte Regisseur gibt kurz und knapp darüber Auskunft, wie es war, «Basic Instinct 2» mit Sharon Stone zu drehen.
Cineman: Ein sehr interessanter Film, auch auf metaphorischer Ebene. Es muss interessant gewesen sein, einen Film mit einem solchen psychologischen Hintergrund zu machen...
Caton-Jones: Ja, für mich sind die psychologischen Aspekte, die sich im Film abspielen, das Wichtigste. Ich meine, es kommt zwar viel Sex darin vor, doch der Sex ist nur das Gerüst des Spiels zwischen den Beiden.
Die Idee der Spiegelungen wird auch bildlich umgesetzt - die verglasten Gebäude. Können Sie uns mehr darüber sagen?
Nun ja, es wurde zu einem laufenden Motiv im Film. Nichts ist so, wie es scheint. Es ist wie ein Abbild von dem, was sich die Leute wünschen. Und als ich in London nach Locations suchte, sah ich hier viele reflektierende Gebäude und Architektur. Ich dachte mir, wenn ich diesen Eindruck visualisieren könnte, gelingt es mir vielleicht, die Dinge so aussehen zu lassen, wie sie eben nicht sind. Und damit wollte ich ein wenig spielen.
Was macht Sharon Stone zu einer so powervollen Schauspielerin?
Sie weiss, wer sie ist und versucht nicht verkrampft, jemand zu sein, der sie nicht ist. Sie versteht die Macht ihrer Erscheinung bis zu einem gewissen Grad. Es ist sehr schwierig, das in Worte zu fassen. Oft wirkt es lächerlich, wenn es um jeden Preis versucht wird. Sie ist, wer und was sie ist. Was es bei ihr genau ist, weiss ich selbst nicht.
[Michael Caton-Jones wurde interviewt von Portmann Media]
Sharon Stone: «So dünn werde ich doch niemals wieder sein können!»
Die in die Jahre gekommene Actrice plaudert über ihre Schwierigkeiten, sich wieder in die Figur der mörderischen Catherine Tramell aus «Basic Instinct» einzufühlen.
Cineman: Haben Sie die herrliche Gelassenheit von Ihrer Figur vermisst und wie sie alles unter Kontrolle hat?
Stone: Wissen Sie was, es war witzig. Wir haben uns einen Trailer angeschaut, bevor wir zusammen auf Tour gegangen sind. Und ich sagte: «Ich habe Angst vor ihr. Ich weiss nicht, wie ich diese Tour durchstehen soll. Ich will nicht sie sein, sie macht mir solche Angst». (lacht)
Ihre Schönheit spielt im Film eine zentrale Rolle und ausserdem hat sie eine sehr spezifische Körpersprache. Wie kommen Sie da rein?
Das stimmt. Es ist sehr wichtig, die Körpersprache einer Figur zu finden. Doch gleichzeitig dachte ich: «Sie ist so dünn! So dünn werde ich doch niemals wieder sein können!» Es braucht schon eine gewisse Zeit, sich wieder ihrer Körpersprache anzunehmen und in ihrer Art zu reden. Man muss ihren Rhythmus wieder finden, denn er ist sehr spezifisch.
Macht es Spass, in eine solche facettenreiche Psyche einzutauchen?
Es macht Spass, es ist aber gleichzeitig kompliziert. Wegen der Schlangenartigkeit dieser Person ist es auch etwas gefährlich. Man taucht ein und es ist ein bisschen schwierig, da wieder rauszukommen.
Haben Sie mit dem Erfolg des ersten Teils gerechnet und erwarten Sie nun auch so einen Erfolg?
Ich war geschockt von der Intensität des Erfolgs vom ersten Teil. Und da ich zuvor nie in einem Film mitgespielt hatte, der so erfolgreich war, war es sehr überwältigend. Doch da ich nun sozusagen aus dem Ruhestand zurückkehre, habe ich fast ein wenig Angst, es könnte nochmals passieren.
[Sharon Stone wurde interviewt von Portmann Media]
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