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Apocalypto - Interview

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Land (Jahr): USA (2006)
Genre:Action, Adventure, Drama
Filmlänge:138min
Regie:Mel Gibson
Kinostart:11.01.2007
 10.01.2007 (Romandie)
 05.01.2007 (Tessin)

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Mel Gibson: «Komischerweise gibt es gewisse Parallelen zu unserer heutigen Welt, nämlich gewisse Anzeichen einer zerbröckelnden Zivilisation.»

Der Regisseur sieht Parallelen zwischen der Maya- und unserer Zivilisation.

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Mel Gibson, was verstehen Sie unter Apocalypto?
Die Definition von Apocalypto ist: Ein neuer Beginn... oder eine Enthüllung. Im Script kommt diese Zeile auch zweimal vor, am Anfang und am Ende: «Wir suchen einen Neubeginn». Das Problem ist, dass um etwas neues zu beginnen, etwas anderes enden muss.

Was macht die Filmart speziell?
Der Film in sich ist kinetisch. Das heisst, er bewegt sich konstant. Es gibt nichts, das sich nicht bewegt. Es gibt keine Einstellung, die sich nicht bewegt. Und es gibt keine Person innerhalb der sich in Bewegung befindenden Einstellung, die sich nicht bewegt. Selbst bei hoher Geschwindigkeit müssen die Schauspieler noch eine Performance liefern.

Worum geht es in groben Zügen?
Jaguar hat sich einen Erzfeind geschaffen. Er nimmt des Häuptlings Sohn das Leben, woraufhin er verfolgt wird, weil dieser das so nicht belassen kann. Und gleichzeitig muss er zurück zu seiner Familie bevor sie dahinstirbt, und das mit diesem Typen an den Fersen, und dazu auch noch verletzt.

Wie war es, mit all diesen Laienschauspielern zu drehen?
Die haben so was noch nie gemacht. Sie standen sozusagen auf einer riesigen Bühne, sind nach vorne getreten, waren sehr mutig und hatten vollstes Vertrauen. Ich hab mehr oder weniger die Taktik durchgegeben und sie haben sie befolgt und gepunktet. Ich war sehr Stolz auf sie. Wahnsinnig, was diese Leute erreicht haben.

Wie fanden Sie die Leistung Ihres Hauptdarstellers Rudy Youngblood?
All seine Instinkte und Reaktionen und das ganze Verhalten waren für mich sehr wirklich und kamen von Herzen. Sie waren gefühlsvoll und authentisch. Er hat etwas ausserordentliches geleistet.

Wieso haben Sie Raoul Trujillo eine andere Nase verpasst?
Eigentlich sieht er ja ziemlich gut aus. Er hat zwar all diese Ohrringe um sich hängen, aber ich schaute ihn mir so an und dachte mir: 'Wow, der sieht toll aus. Aber wir müssen den ein wenig hässlicher machen'. Also haben wir seine Gesichtszüge verändert, indem wir ihm eine markantere Nase verpassten. Es passte zwar nicht perfekt zum Gesicht, aber es hat funktioniert. Ich hatte das Gefühl, es liesse ihn mehr mayaartig aussehen.

Wie empfinden Sie die Maya-Zeit?
Es war eine interessante Periode, als die Zivilisierung sich dem Ende neigte, mit vielen wilden Sachen, die damit einhergingen. Komischerweise gibt es gewisse Parallelen zu unserer heutigen Welt, nämlich gewisse Anzeichen einer zerbröckelnden Zivilisation.

[Mel Gibson wurde interviewt von Portmann Media]

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