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American Dreamz - Interview

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Hugh Grant: «Wenn er in London ist oder ich in L.A., betrinken wir uns zusammen.»

Der eigentlich doch recht tolle Brite erkennt im Boom von Casting-Shows die Grundmechanismen des Kapitalismus am Werk.

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Bis Sie das Drehbuch zu diesem Film erhielten, lehnten Sie alle Filme ab. Was brachte Sie dazu, hier zuzusagen?
Ehrlich gesagt war es mir etwas langweilig. (lacht) Ich versuchte selber ein Drehbuch zu schreiben, schaffte es aber irgendwie nicht. Mir war langweilig und ich wurde unruhig, bis ich dieses Drehbuch erhielt. Ich kenne Paul Weitz gut und ich mag ihn wirklich. Auch wenn wir gerade keinen Film zusammen drehen, sehen wir uns. Wenn er in London ist oder ich in L.A., betrinken wir uns zusammen. Ich mag seinen gespaltenen Humor, woraus auch das Drehbuch fruchtete. Es streift unartige Themen und das macht es lustig. Das hat mich sehr angesprochen. Zudem sagte er, er hätte meine Rolle aufgrund von Eindrücken von mir erfunden. Er hat mich gelehrt, so fies und ungezogen zu sein - dies sollte auch in diesem Charakter zum Vorschein kommen.

Was verbindet Sie beide? Die dunkle Seite?
Ja, ich denke schon. Witze über Dinge zu machen, über die man keine Witze machen dürfte. Ich glaube, das macht unsere Verbindung aus.

Wieso, denken Sie, dass der Wahn um Celebrity-Shows so gross ist?
Ich weiss nicht, woher das kommt. Man merkt, dass der Markt dafür grösser ist als man meinte. Früher gab es ein paar Zeitschriften für Frauen unter dem Haartrockner, und nun liest jeder diesen Müll oder sieht sich diese schlechten Fernsehshows an. Wenn man einen Markt entdeckt, wird auch verkauft. Das ist reiner Kapitalismus.

[Hugh Grant wurde interviewt von UIP, Übersetzung: Portmann Media]

Mandy Moore: «Meine Filmfigur ist interessanter als ich, denn ich bin ziemlich langweilig.»

Die zur Schauspielerin gewordene Sängerin meint, dass sie in einer «MusicStar»-Sendung wohl mit gemeinen Kommentaren bedacht worden wäre.

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Was meinen Sie, wieso Sally [Moores Figur in «American Dreamz», Anm.d.Red.] bei der Talentshow mitmacht und sich so sehr den grossen Erfolg wünscht?
Sie will die Aufmerksamkeit auf sich lenken und geliebt werden. Ich denke, sie hat als Kind zu wenig Liebe bekommen. So habe ich mir jedenfalls ihren Hintergrund zusammengereimt.

Sie selber waren und sind heute noch sehr erfolgreich. Können Sie nachvollziehen, dass Sally alle möglichen Opfer bringt, um berühmt zu werden?
Ich würde mich als ehrgeizige Person bezeichnen und ich habe immer noch ein Feuer in mir, das mich vorantreibt, Hürden zu überwinden. Es gibt viele Dinge, die ich gerne noch erreichen möchte. Natürlich geht aber nicht alles gleichzeitig und ich muss Abstriche machen - jeden Kompromiss gehe ich nicht ein. Darin ist Sally wohl etwas anders und das ist auch gut so. Das macht sie interessanter als mich, denn ich bin ziemlich langweilig.

Wenn Sie Sally wären und noch keinen Plattenvertrag mit 14 Jahren bekommen hätten, hätten Sie bei einer Show wie «American Idol» mitgemacht?
Ein Teil von mir glaubt, dass ich mitgemacht hätte. Ich bin vom heutigen «American Idol» fasziniert und ich bin mir sicher, früher wäre diese Faszination noch stärker gewesen, wenn ich nicht schon in der Entertainment-Industrie Fuss gefasst hätte. Ich weiss aber nicht, wie weit ich es in der Show geschafft hätte. Ich glaube, ich wäre dem Druck nicht gewachsen gewesen und rausgefallen. Simon Cowell [der Host des amerikanischen «MusicStar», Anm.d.Red.] hätte mich wahrscheinlich mit harten Kommentaren beworfen. Wie auch immer. (lacht)

[Mandy Moore wurde interviewt von UIP, Übersetzung: Portmann Media]

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