Interview
Steven Spielberg über WAR OF THE WORLDS
«Ich sagte, bevor wir WAR OF THE WORLDS zu strukturieren begannen, dass eine 747 in einem Wohnquartier abstürzen müsse.»
CINEMAN: Mit WAR OF THE WORLDS haben Sie es einmal mehr geschafft, ein eindrückliches Sci-Fi-Abenteuer auf die Leinwand zu bringen. Worum geht es darin?
SPIELBERG: WAR OF THE WORLDS ist eine ganz einfache Geschichte. Es geht darin ums Überleben und um einen Vater, der seine Kinder beschützen will. Die Grundbedürfnisse der menschlichen Natur werden mit einem aussergewöhnlich unnatürlichen Geschehnis konfrontiert - wir sollen zerstört werden. Es ist wirklich eine simple Geschichte, man könnte es auch als Mythologie bezeichnen. Es beginnt in New Jersey und endet in Boston. Das ist eine sehr kurze Distanz, wenn man bedenkt, von wie weit her diese Ausserirdischen kommen. Gleichzeitig scheint diese Reise eine Ewigkeit zu dauern. Wenn man 5 Meilen weggeht und sich retten kann, dann grenzt dies an ein Wunder in WAR OF THE WORLDS.
Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Tom Cruise? Und welche Rolle spielt er im Film?
Als ich zum ersten Mal mit Tom zusammengearbeitet habe, sagte ich: «Tom, ich möchte gerne mit dir einen Film machen, in dem deine Rolle kein Held ist sondern jemand, der davonspringt. Ihm ist es wichtiger, wie er seine Kinder schützen und seine Kinder und Familie zusammenhalten kann, damit alle überleben.» Tom war wirklich voll dabei und fand es aufregend, dass er nicht einfach einen Militärhelm aufsetzen musste, um in den Krieg zu ziehen. Der einzige Krieg, den er führen musste, galt dem Schutz seiner Familie.
Wenn Sie WAR OF THE WORLDS mit den anderen ihrer Sci-Fi-Werken vergleichen - worin unterscheidet sich der Film?
E.T. hatte eine sehr einfache Struktur. CLOSE ENCOUNTERS war etwas komplizierter und war mehr ein intergalaktischer Mystery-Film, eine grossartige Auflösung eines Mysteriums des Weltalls. Was ich daran besonders mochte, war eine gewisse Komplexität. Was ich an WAR OF THE WORLDS mag, ist, dass es gerade keine Komplexität besitzt. Wenn irgendetwas komplex ist, dann sind es die Charakterrollen in der Geschichte. Aber die Reise, die sie durchleben, basiert auf Instinkten - nämlich die geliebten Menschen, die eigenen Kinder zu beschützen und für ihr Überleben zu fliehen.
Das Weltall interessiert Sie schon seit ihrer Kindheit. Erzählen Sie etwas über Ihre Kindheit und die ersten Erfahrungen mit dem Universum.
Kindheitserinnerungen vergisst man sein Leben lang nicht - sie verlassen uns nie. Man lernt viel und vergisst auch wieder in den erwachsenen Jahren, aber die Kindheit vergisst man nie und auch einige Momente, die man mit seinen Eltern verbracht hat, wird man nie vergessen. Als mich mein Vater nach draussen nahm, um mir einen Meteoriten-Regen zu zeigen oder als er mir das erste Spiegel-Teleskop schenkte, welches er selber aus einem Rohr, um welches ein Teppich gewickelt war, bastelte. Er machte alle diese Objekte selber. In diesem Sinne gab mir mein Vater das grösste Geschenk - neben meinem Leben, welches er und meine Mutter mir gaben - er gab mir die Möglichkeit, meine Vorstellungskraft zu benützen, indem er mich mit Dingen wie dem Himmel, den Sternen, dem Mysterium des Weltalls und der Gewissheit, dass wir ganz bestimmt nicht allein sind, bekannt machte.
Dakota Fanning gilt als der Nachwuchs-Star schlechthin. Weshalb haben Sie Dakota für den Film ausgesucht?
Man bietet dem Publikum Menschen, mit denen sie sich vergleichen und identifizieren können. Es gibt bei einem Film nichts Wichtigeres - neben dem Screenplay - als das Casting und die entsprechende Auswahl. In diesem Fall hatte ich Dakota Fanning bereits im Kopf und das andere war die Entscheidung, WAR OF THE WORLDS zu machen. Ich hatte bereits indirekt mir ihr zusammengearbeitet, als ich TAKEN produzierte. Dann machte sie THE CAT IN THE HAT für Universal und Dreamworks und dann wollte sie im Dreamworks-Streifen DREAMER mitmachen, der von einem Mädchen und einem Pferd handelt. Es sollte einfach dazu kommen und ich finde Dakota Fanning die beste Kinder-Schauspielerin, die es derzeit gibt. Ich kenne heutzutage niemanden in ihrem Alter, der besser als sie ist und noch mehr Intuition betreffend menschlicher Natur besitzt. Sie denkt mit dem Herz einer Erwachsenen und sie hat einen sehr alt-weisen Geist.
WAR OF THE WORLDS beinhaltet unglaublich beeindruckende und imposante Bilder. Woher holen Sie alle Ihre Ideen?
Ich versuche, immer nach Bildern zu suchen, die sich bei mir einprägen und bei denen ich denke, dass dasselbe auch bei anderen Leuten passieren wird. Es gab da eine 747, die abstürzte, in Feuer aufging und komplett zerstört war - und dies in einem gewöhnlichen Wohnquartier. Ich konnte nicht widerstehen. Ich sagte, bevor wir WAR OF THE WORLDS zu strukturieren begannen, dass eine 747 in einem Wohnquartier abstürzen müsse.
SPIELBERG: WAR OF THE WORLDS ist eine ganz einfache Geschichte. Es geht darin ums Überleben und um einen Vater, der seine Kinder beschützen will. Die Grundbedürfnisse der menschlichen Natur werden mit einem aussergewöhnlich unnatürlichen Geschehnis konfrontiert - wir sollen zerstört werden. Es ist wirklich eine simple Geschichte, man könnte es auch als Mythologie bezeichnen. Es beginnt in New Jersey und endet in Boston. Das ist eine sehr kurze Distanz, wenn man bedenkt, von wie weit her diese Ausserirdischen kommen. Gleichzeitig scheint diese Reise eine Ewigkeit zu dauern. Wenn man 5 Meilen weggeht und sich retten kann, dann grenzt dies an ein Wunder in WAR OF THE WORLDS.
Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Tom Cruise? Und welche Rolle spielt er im Film?
Als ich zum ersten Mal mit Tom zusammengearbeitet habe, sagte ich: «Tom, ich möchte gerne mit dir einen Film machen, in dem deine Rolle kein Held ist sondern jemand, der davonspringt. Ihm ist es wichtiger, wie er seine Kinder schützen und seine Kinder und Familie zusammenhalten kann, damit alle überleben.» Tom war wirklich voll dabei und fand es aufregend, dass er nicht einfach einen Militärhelm aufsetzen musste, um in den Krieg zu ziehen. Der einzige Krieg, den er führen musste, galt dem Schutz seiner Familie.
Wenn Sie WAR OF THE WORLDS mit den anderen ihrer Sci-Fi-Werken vergleichen - worin unterscheidet sich der Film?
E.T. hatte eine sehr einfache Struktur. CLOSE ENCOUNTERS war etwas komplizierter und war mehr ein intergalaktischer Mystery-Film, eine grossartige Auflösung eines Mysteriums des Weltalls. Was ich daran besonders mochte, war eine gewisse Komplexität. Was ich an WAR OF THE WORLDS mag, ist, dass es gerade keine Komplexität besitzt. Wenn irgendetwas komplex ist, dann sind es die Charakterrollen in der Geschichte. Aber die Reise, die sie durchleben, basiert auf Instinkten - nämlich die geliebten Menschen, die eigenen Kinder zu beschützen und für ihr Überleben zu fliehen.
Das Weltall interessiert Sie schon seit ihrer Kindheit. Erzählen Sie etwas über Ihre Kindheit und die ersten Erfahrungen mit dem Universum.
Kindheitserinnerungen vergisst man sein Leben lang nicht - sie verlassen uns nie. Man lernt viel und vergisst auch wieder in den erwachsenen Jahren, aber die Kindheit vergisst man nie und auch einige Momente, die man mit seinen Eltern verbracht hat, wird man nie vergessen. Als mich mein Vater nach draussen nahm, um mir einen Meteoriten-Regen zu zeigen oder als er mir das erste Spiegel-Teleskop schenkte, welches er selber aus einem Rohr, um welches ein Teppich gewickelt war, bastelte. Er machte alle diese Objekte selber. In diesem Sinne gab mir mein Vater das grösste Geschenk - neben meinem Leben, welches er und meine Mutter mir gaben - er gab mir die Möglichkeit, meine Vorstellungskraft zu benützen, indem er mich mit Dingen wie dem Himmel, den Sternen, dem Mysterium des Weltalls und der Gewissheit, dass wir ganz bestimmt nicht allein sind, bekannt machte.
Dakota Fanning gilt als der Nachwuchs-Star schlechthin. Weshalb haben Sie Dakota für den Film ausgesucht?
Man bietet dem Publikum Menschen, mit denen sie sich vergleichen und identifizieren können. Es gibt bei einem Film nichts Wichtigeres - neben dem Screenplay - als das Casting und die entsprechende Auswahl. In diesem Fall hatte ich Dakota Fanning bereits im Kopf und das andere war die Entscheidung, WAR OF THE WORLDS zu machen. Ich hatte bereits indirekt mir ihr zusammengearbeitet, als ich TAKEN produzierte. Dann machte sie THE CAT IN THE HAT für Universal und Dreamworks und dann wollte sie im Dreamworks-Streifen DREAMER mitmachen, der von einem Mädchen und einem Pferd handelt. Es sollte einfach dazu kommen und ich finde Dakota Fanning die beste Kinder-Schauspielerin, die es derzeit gibt. Ich kenne heutzutage niemanden in ihrem Alter, der besser als sie ist und noch mehr Intuition betreffend menschlicher Natur besitzt. Sie denkt mit dem Herz einer Erwachsenen und sie hat einen sehr alt-weisen Geist.
WAR OF THE WORLDS beinhaltet unglaublich beeindruckende und imposante Bilder. Woher holen Sie alle Ihre Ideen?
Ich versuche, immer nach Bildern zu suchen, die sich bei mir einprägen und bei denen ich denke, dass dasselbe auch bei anderen Leuten passieren wird. Es gab da eine 747, die abstürzte, in Feuer aufging und komplett zerstört war - und dies in einem gewöhnlichen Wohnquartier. Ich konnte nicht widerstehen. Ich sagte, bevor wir WAR OF THE WORLDS zu strukturieren begannen, dass eine 747 in einem Wohnquartier abstürzen müsse.
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