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Walk the Line - Filmkritik

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Land (Jahr): USA (2005)
Genre:Drama, Music
Filmlänge:136min
Regie:James Mangold
Kinostart:02.02.2006
 15.02.2006 (Romandie)
Kamera:Phedon Papamichael

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«Hello, I'm Johnny Cash»

40

Hinter jedem Mann in Schwarz steht eine starke Frau. Bei Johnny Cash hiess sie June Carter und James Mangold rückt sie in seinem Cash-Biopic «Walk the Line» ins Scheinwerferlicht.

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Meine liebste Johnny Cash-Anekdote: Als sein «Unchained»-Album 1997 recht überraschend mit dem Grammy als bestes Country-Album ausgezeichnet wurde, schalteten Cash und sein Produzent Rick Rubin eine ganzseitige Anzeige im «Billboard»-Magazin. Der Sänger bedankte sich darin für die fortwährende Unterstützung der Country-Musikindustrie. Der Dank war sarkastisch gemeint, denn Nashville hatte Cash schon lange zugunsten harmloser Saubermänner wie Garth Brooks aufgegeben. Zur Anzeige gehörte darum ein grossformatiges Foto, auf dem Johnny Cash wütend seinen Mittelfinger ausstreckte.

«Walk the Line» endet lange vor diesem Zeitpunkt, im Jahr 1968, als der Sänger endlich seine langjährige Bühnenpartnerin June Carter heiratete (ironisches Detail: den Song «Walk the Line» schrieb Cash für seine erste Frau Vivian). Nur konsequent für einen Film, der gar nicht erst versucht, Cash in all seinen Widersprüchen darzustellen. Der Musiker war gleichzeitig Sünder und frömmelnder Christ, verdiente viel Geld und setzte sich für Gefangene ein, war in seiner Jugend Soldat und wurde im Alter zu einer Heldenfigur der Gegenkultur (siehe: ausgestreckter Mittelfinger). Bei James Mangold sehen wir ihn, beziehungsweise seinen Darsteller Joaquin Phoenix, vor allem als Mann, der seiner grossen Liebe hinterher jagt und sich dabei fast selbst zu Grunde richtet.

Dass Mangold das Leben des «Man in Black» in eine recht konventionelle Liebesgeschichte überführt, ist dank Reese Witherspoon dann doch ein Glücksfall. Als June Carter ist sie meilenweit von No-Brainern wie «Legally Blonde» entfernt, ohne ihren grossäugigen Charme einzubüssen. Carter gab auf der Bühne oft den clownesken Gegenpart zum coolen Cash. Wenn die Musik nicht spielte, war sie ihm Kumpel. Rettungsanker und Geliebte. Witherspoon bringt diese Figur so einfühlsam auf die Leinwand, dass sie sich berechtigte Oscar-Hoffnungen machen kann.

Und Joaquin Phoenix? Der gibt den Sänger bis hin zum seltsam verrenkten Hals fast schon beängstigend 1:1. Darüber, ob das nun grosse Schauspielkunst ist oder an Blasphemie grenzt, mögen sich Biopic-Experten und Cash-Nerds streiten. Dass Phoenix (wie Witherspoon übrigens auch), in seinen Gesangseinlagen dem Original zum verwechseln ähnlich kommt, verdient zumindest Respekt.

Meine zweitliebste Johnny Cash-Anekdote: Bei seinem legendären Auftritt im Folsom Prison wies er die Zuhörer darauf hin, dass das Konzert aufgezeichnet und als Album bei Columbia Records erscheinen werde. Und fügte dann genüsslich hinzu, darum dürfe er unter keinen Umständen Wörter wie «Hell» und «Shit» verwenden. Im Film ist die Szene auch zu sehen, aber wenn ich mich richtig erinnere, ist das «Shit» weggefallen. [Jürg Tschirren]

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m&m's movie world filip: vor allem gut gespielt von phoenix, charmante bese...
m&m's Alexandra: Und ich könnte mir den Film noch tausend Mal anseh...
m&m's Julian: Keine konventionelle Musiker-Biografie, sondern ei...
m&m's Kay: Ein dramatischer aber echt gelungener Streifen. Jo...
m&m's Patricia: guter Einblick für alle Noch-Nicht-Cash-Fans-/-Ken...