The Family Stone - Interview
| Aka Titel: | Die Familie Stone - Verloben verboten! |
| Land (Jahr): | USA (2005) |
| Genre: | Comedy, Romance |
| Filmlänge: | 103min |
| Regie: | Thomas Bezucha |
| Kinostart: | 15.12.2005 |
| 28.12.2005 (Romandie) | |
| Kamera: | Jonathan Brown |
Claire Danes über The Family Stone
«Ab und zu habe ich meinen Einsatz verpasst, weil ich von dem, was sie machten, so hin und weg war!»
Cineman: Hallo Claire, es ist schön, Sie hier in London zu treffen. «The Family Stone» ist ein sehr gefühlsbetonter Film. Sie haben bereits etwas über das Finden der richtigen Mischung aus dramatischen und komischen Szenen gesagt. Waren sie sich dessen während des gesamten Drehs bewusst?
Danes: Es stand vor allem in der Verantwortung des Regisseurs, diese beiden Stilarten von Schauspielerei zu integrieren. Ich bin kein Profi in Sachen Komödien und habe nicht sehr viel Erfahrung damit. Dafür gibt es eine eigene Wissenschaft, die ich nicht kenne. Ich musste die Szenen einfach so authentisch und ehrlich wie möglich spielen und beten, dass der Humor rüber kommt. Es war einfach toll, in einer Gruppe von solchen Komikern, Virtuosen und Genies dabei zu sein - in meinen Augen ist Diane Keaton eine Heldin. Ich war noch nie in einer Welt, die nicht von Diane Keaton beeinflusst war. Für mich war es eine grosse Weiterbildung.
In Ihrer Rolle sind sie eine Aussenseiterin in der Gesellschaft. Hatte das auch Auswirkungen auf dem Set, dass Sie sich etwas abseits fühlen mussten. Ist es hilfreich, sich ein wenig von den anderen zu distanzieren?
Ich fühlte mich schon etwas wie in der Peripherie, aber die Atmosphäre war sehr warm. Das ist Tom zuzuschreiben, dem Regisseur. Er schaffte ein grossartiges Klima, welches sehr geschützt und spielerisch war. Es gab eine Dartscheibe und andere kleine Dinge... Ich fühlte mich nicht wahnsinnig ausgeschlossen. Manchmal war ich ein wenig neidisch auf die Gemeinschaft, die die anderen Schauspieler aufbauen konnten während den Wochen, in denen ich nicht da war. Aber das ist schon ok! (lacht)
Stimmt es, dass wenn so viele Talente, also erfolgreiche Schauspieler, am Set sind, der Konkurrenzkampf untereinander geringer wird? ...weil alle ein gewisses Selbstbewusstsein mitbringen?
Ja, ich finde schon. Es machte viel Spass, weil wir viele Gruppenszenen hatten. Manchmal brauchten wir für den Dreh mehrere Tage und es wurden mehrere Aufzeichnungen gemacht. Wir mussten geduldig sein - zuerst wurde Rachel aufgezeichnet, dann Diane und so weiter. Sie waren alle so talentiert und erfinderisch, dass es mich in den Bann zog. Ab und zu habe ich meinen Einsatz verpasst, weil ich von dem, was sie machten, so hin und weg war! Eine solche Konkurrenz ist genussvoll, weil man daran wächst und es das Bewusstsein stärkt. Es fühlt sich gut an, denn es steht etwas Gutes dahinter.
[Claire Danes wurde interviewt von Portmann Media]
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