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The Constant Gardener - Filmkritik

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Jenseits von Afrika

Im Thriller «The Constant Gardener» kriegt die Pharmaindustrie zünftig eins an die Ohren. Regisseur Fernando Meirelles hat den in Kenia situiterten Roman von Altmeister John le Carré für die Leinwand adaptiert. Engagiert, spannungsreich und mit einem unheimlichen Gespür für Tempo.

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Es beginnt mit einem Abschied. Der am UNO-Hochkommissariat in Kenya stationierte britische Diplomat Justin Quayle (Ralph Fiennes) sagt seiner Frau Tessa (Rachel Weisz) Lebewohl. Diese steigt mit ihrem Kollegen in ein Flugzeug, das sie aufgrund einer Recherche ins Landesinnere bringen soll. Tage später werden die beiden tot aufgefunden. Die Todesumstände deuten auf ein Beziehungsdelikt hin. So sehen es zumindest die Behörden. Quayle, misstrauisch geworden, nimmt die Spur auf. Und kommt einem Komplott auf die Spur, in das höchste diplomatische Kreise in London verwickelt sind. Einem Komplott, hinter dem ein Pharmakonzern steckt.

Die Intrige ist seit jeher das literarische Terrain von John le Carré. Mit Büchern wie «Der Spion, der aus der Kälte kam» schrieb der englische Schriftsteller eigentliche Klassiker des Genres. Nach dem Ende des Kalten Krieges lenkte der bald 75-jährige Engländer, der selbst einmal Spion war und noch früher an der Uni Bern studierte, seine Aufmerksamkeit unter anderem auf die Macht der globalen Konzerne. So im Buch «The Constant Gardener», das nun wirklich kein gutes Haar an der Pharmaindustrie lässt.

Mit dem brasilianischen Regisseur Fernando Meirelles wurde denn auch ein Regisseur für die Verfilmung «The Constant Gardener» engagiert, der in seinem letzten Film einen dezidiert sozialkritischen Ton anschlug. Mereilles, der früher TV-Serien und Werbefilme drehte, wurde mit dem atemberaubenden Ghettodrama «Cidade de Deus» auf einen Schlag berühmt. Mereilles' Engagement ist auch in «The Constant Gardener» in fast jeder Einstellung zu spüren: Sein Herz schlägt für die Schwachen dieser Welt. Dabei umschifft Mereilles die Klippen des Ethnokitschs gekonnt. Was den Kinobesuch wirklich lohnt, ist des Regisseurs schon fast unheimliches Gespür für Tempo. Wie locker und flüssig Meirelles den komplexen Plot der Buchvorlage zu strukturieren weiss, ist superb. Das kompensiert allemal die zuweilen etwas zu aufgeregt wackelnde Kamera oder die zu pathetisch aufgetragene Schlussszene.

Meisterlich sind auch die Darbietungen von Ralph Fiennes und Rachel Weisz. Fast scheint es, die in Flashbacks erzählte Lovestory zwischen dem zurückhaltenden Diplomaten Quayle und der engagierten Revoluzzerin Tessa müsse wohl auch deshalb tragisch enden, weil sie zum überzeugendsten gehört, was dieses Ressort in den letzten Jahren zu bieten hatte. So ist «The Constant Gardener» auch ein wunderschöner Liebesfilm. Und definitiv ein Film zum Verlieben. [Björn Schäffner]

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m&m's movie world filip: starke story... rachel weisz überrascht...
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