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Reefer Madness - Filmkritik

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Aka Titel:Kifferwahn
Land (Jahr): Deutschland, USA (2005)
Genre:Comedy, Drama, Musical
Filmlänge:109min
Regie:Andy Fickman
Kinostart:01.06.2006
 01.03.2006 (Romandie)
Kamera:Jan Kiesser

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Teufelszeug

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«Widerwärtige Ausschweifungen, Tote, Irrsinn und allerschwerste Rechtsverletzungen sind die Folgen des Stoffes, der Amerika zu vernichten droht.» - Kaum zu glauben, dass das Presseheft mit diesem Satz nicht George W. Bushs Politik anprangert. Stattdessen geht es um: Marihuana! Und um die Wiederkehr eines Propagandafilms als mediokres Musical.

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Als der Liebe Gott den Humor erfand, dachte er nicht zuerst an die Marihuanaraucher. Ein durchschnittlicher Kiffer-Witz braucht stets ewig, bis er zur Pointe kommt und handelt meist davon, dass man nach dem Rauchen unglaublichen Hunger bekam - trotzdem kugeln sich alle Zuhörer vor Lachen. Eine Droge, die als besten Effekt den Zwang zum unkontrollierten Kichern hat, produziert ein willfähriges Publikum für Comedy aller Art. Das bemerkte irgendwann auch Hollywood und drehte Filme für Leute, die mit genug THC in der Blutbahn eigentlich alles lustig finden. Einige davon, Cheech & Chongs «Up in Smoke» (1978) oder «Dude, Where's My Car» (2000) etwa, sind tatsächlich unterhaltsam. Andere eher nicht - «Reefer Madness» (2005) gehört zu letzteren.

Alan Cumming eröffnet die Geschichte als reisender Dozent im Kampf gegen die Teufelsdroge Marihuana. Stets im Gepäck: Ein Film über das Schicksal des jungen Jimmy Harper (Christian Campbell), der - ein Zug am Joint genügte - vom All-American-Boy zum morallosen Monster wurde. Im Folgenden werden wir Zeuge dieses Sittenzerfalls, illustriert durch überkandidelte Musical Nummern -«The Rocky Horror Picture Show» gefällig? Schliesslich soll Jimmy auf dem elektrischen Stuhl landen, jemand wird vom Pfahl einer Vogelscheuche aufgespiesst und Zombie-Horden greifen an. In der Zusammenfassung klingt das vielleicht noch einigermassen spassig, in 109 Filmminuten ist es weit öder und selbstgefälliger, als der wohlmeinendste (lies: zugedröhnteste) Zuschauer ertragen kann.

Interessant ist immerhin die Hintergrundsgeschichte: «Reefer Madness» kam erstmals 1936 als Propagandafilm in die US-amerikanischen Kinos und sollte die Jugend vor den Gefahren des Marihuanakonsums warnen. Der billig gemachte Schwarzweissfilm erzählte eine ähnlich haarsträubende Geschichte wie jetzt das Remake - meinte es aber in jeder Szene todernst. Zusammen mit der mehr als hölzernen Darstellerleistung genügte das, um den paranoiden Aufklärungsstreifen zum Kultstück der College-Jugend zu machen.

Ende der neunziger Jahre machte man aus dem Stoff ein Bühnen-Musical, aus dem nun wiederum ein Kino-Remake wurde. Dieser seltsame Vorgang scheint übrigens Mode zu werden: Schon Mel Brooks' «The Producers» wurde vom Film zum Musical und wieder zum Film; eine Kino-Adaption des Musicals «Hairspray», das auf John Waters' gleichnamigem Film basiert, ist für 2007 angekündigt. [Jürg Tschirren]

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m&m's Peter: Die Amis fürchten das Gras, wie dere Teufel das We...
m&m's Thomas: Der Film vermag nicht zu halten. Das stimmt. Jedoc...
m&m's Kevin: Singen, Tanzen, wilde Sexorgien, ein singender Jes...