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Pride and Prejudice - Interview

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Aka Titel:Stolz und Vorurteil
Land (Jahr): Grossbritannien (2005)
Genre:Romance
Filmlänge:127min
Regie:Joe Wright
Kinostart:29.09.2005
 04.01.2006 (Romandie)
Drehbuch:Lee Hall

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Keira Knightley über «Pride and Prejudice»

«Wir wurden in Knigge unterrichtet, um zu wissen, wie man sich benimmt.»

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CINEMAN: Hallo Keira, Sie spielen Elizabeth in der Verfilmung von «Pride and Prejudice». Viele junge Frauen träumen von einer solchen Rolle, und die Leser von «Pride and Prejudice» stellten bestimmt riesige Erwartungen an Sie. Fühlten Sie sich unter Druck gesetzt?
Knightley: «Pride and Prejudice» war auch eines meiner Lieblingsbücher. Schon als ich noch sehr jung war. Ich erhielt das Buch, als ich sieben Jahre alt war. Die TV-Version kam schliesslich raus, als ich neun oder zehn war, und ich war davon richtig besessen. Ich, als grosser Fan des Buches - und wohl jede andere Frau, die «Pride and Prejudice» über alles liebt - sehe mich selber immer als Elizabeth Bennet. Es war schon ein wenig beängstigend, bei der ersten Hauptrolle gleich eine Figur zu spielen, die so viele Leute über alles lieben. Aber es ist natürlich für jede Schauspielerin eine Traumrolle. Elizabeth ist sicher eine der beliebtesten Heldinnen in der englischen Literatur und die Möglichkeit zu haben, sie spielen zu dürfen, ist einfach grossartig!

Ich finde, Sie wussten genau, wie Sie Ihre eigene Persönlichkeit in die Rolle einbringen konnten. Das hat man gespürt...
Das ist einer der Gründe, weshalb die Charakterrolle fantastisch ist. Jeder, der das Buch liest, sieht sich selber in dieser Rolle. Das machte mir aber auch Angst. Am Anfang, als ich mich für die Rolle entschieden hatte, gab es Frauen, die zu mir kamen und sagten: «Du bist nicht Elizabeth Bennet sondern ich!» Sie ist eine Figur mit der sich viele Leute identifizieren können, weil sie grosse Fehler begeht. Elizabeth ist jung und glaubt, sie wisse einfach alles. Das kennen wir alle und dann gibt es immer den Moment danach, in welchem man merkt, dass man eben überhaupt nichts wusste. Ich finde das fantastisch!

Während der Lektüre des Buches malt sich jeder Leser eigene Bilder. Konnten Sie abschalten und vergessen, dass es sich um einen Film handelt und sich richtig hineinleben, als Sie auf dem Set waren?
Auf jeden Fall, vor allem, weil wir bei diesem Film alles auf Drehplätzen filmten. Das ist sehr selten, meistens wird ziemlich viel im Studio gedreht. Wir filmten in den bestehenden Häusern mit der gesamten Original-Einrichtung - es wurde nichts nachgebildet. Das versetzte einen in diese Zeit, an diesen Ort. Es brauchte nicht viel Vorstellungskraft, sich in die Geschichte hineinzuversetzen.

Mussten Sie auch mitrecherchieren, wie die Frisuren und Kostüme damals waren?
Es kamen Historiker und erzählten uns von damals. Wir haben gelernt, was in dieser Zeitperiode politisch und gesellschaftlich ablief. Das war sehr hilfreich. Wir wurden in Knigge unterrichtet, um zu wissen, wie man sich benimmt. Wir hatten Tanzunterricht wegen der Ballszenen im Film. Ja, wir machten viele Recherchen, das machte Spass! Aber eigentlich ging es uns um etwas anderes: Die Geschichte ist schmutziger, als man es von einem historischen Stück erwartet. Wenn man an einen History-Film aus dieser Periode denkt, stellt man sich die absolute Perfektion vor - perfekte Kleider und fallende Haare. Wir wollten, dass man sieht, dass die Mädchen ihre Kleider selber machten und ihre Frisuren selber steckten. Und darin sind sie nicht sehr gut. Aber das gibt dem Film eine gewisse Freizügigkeit.

[Keira Knightley wurde interviewt von Raya AbiRached]

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