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Nanny McPhee - Interview

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Aka Titel:Eine zauberhafte Nanny
Land (Jahr): Frankreich, Grossbritannien, USA (2005)
Genre:Comedy, Fantasy
Filmlänge:97min
Regie:Kirk Jones
Kinostart:09.02.2006
 22.02.2005 (Romandie)
Drehbuch:Christianna Brand

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Wir Erwachsenen haben diese schreckliche Angewohnheit, immer eingreifen zu wollen!

Emma Thompson über überfüllte Kindersendungen und die Popcorn-Erfahrung.

Cineman: Hallo Emma, es ist ein grosses Vergnügen, Sie wegen «Nanny McPhee – Eine zauberhafte Nanny» zu treffen. Ich sah den Film letzte Woche und er gefiel mir sehr, da er nicht hochgestochen ist. Der Film spricht Jung und Alt an - Ihnen muss dies auch gefallen haben...
Thompson: Ja, das war auch eines meiner Ziele. Es freut mich, dass Sie ihn so beschreiben. Ich wollte etwas für alle machen. Wenn ich mit meiner Tochter in Kinderfilme gehe, denke ich jedes Mal: «Ach, muss das sein!». Die Geschichten sind meistens langweilig, nicht gut ausgearbeitet oder es ist als ob man sich ein Videospiel anschauen würde. Viele sagen, Kinder hätten eine grössere Aufnahmekraft aber das stimmt nicht! Einige Kinder haben nicht unbedingt die beste Konzentration. Dieser Film wurde in einem von Kindern gefüllten Kino gezeigt. Der rote Faden der Geschichte, wie er auch in Western gebraucht wird, ist einfach. Am Anfang besteht eine ernste Situation mit vielen Konflikten, dann kommt ein Fremder, löst diese mit ungewöhnlichen Methoden und geht schliesslich wieder. Das ist die Geschichte. Die Kinder sassen ganz entspannt da. Ich wollte keine kopflastige Geschichte, sondern eine, die man auch im Bauch fühlt, genau dies beruhigt ein Kind. Was überhaupt nicht hilft und an Fernsehsendungen teilweise sehr nervt, sind die vielen Schnitte und der überfüllte Inhalt, mit denen versucht wird, die Kinder an der Kiste zu halten. Das Kind macht eine sogenannte «Popcorn-Erfahrung», es vergisst alles wieder. Wenn Kinder diesen Film einmal gesehen haben, können sie ganze Textzeilen wiedergeben. Sogar kleine Kinder zwischen fünf und sechs. Das ist ein Zeichen und eine Erinnerung an uns, dass wir uns mehr Zeit nehmen sollten.

Das ist auch ein wenig die Grundaussage des Films, nicht?
Ganz bestimmt. Wenn man zuhört und Raum gibt, können Kinder ihre eigenen Probleme selber lösen. Sie besitzen ein unglaubliches Vermögen, Probleme zu lösen. Wir Erwachsenen haben diese schreckliche Angewohnheit, immer eingreifen zu wollen! Ich tue das selber als Mutter und muss mich manchmal zurück halten. Kinder brauchen einfach jemanden, der bei der Problemlösung zuschaut. Genau das macht die Nanny. Sie wird eine Art Zeugin.

Tolle Drehorte und schöne Kostüme zeichnen den Film aus. Als Sie das Drehbuch lasen, haben Sie sich alles so vorgestellt?
Überhaupt nicht. Das Haus der Familie Brown war als kleines, unangetastetes britisches Landhaus beschrieben – doch der geniale Designer Michael Howells sagte: «Ich hatte da so einen Gedanken.». Dann brachte er dieses Design und ich fand es fantastisch.

[Emma Thompson wurde interviewt von Portmann Media]

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