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Aka Titel:Ich und du und alle, die wir kennen
Land (Jahr): Grossbritannien, USA (2005)
Genre:Comedy, Drama
Filmlänge:92min
Regie:Miranda July
Kinostart:23.02.2006
 21.09.2005 (Romandie)
Kamera:Chuy Chávez

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Die (Überlebens-)Künstlerin

In ihrem ersten langen Film erzählt die bisher als Multimedia-Artistin bekannte Miranda July eine episodenhafte Verlieb-Dich-Geschichte zwischen einer Videoartistin und einem allein erziehenden Schuhverkäufer.

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Multimedia-Artistin ist Miranda July von Hause aus und war bis 2005 einzig als Regisseurin einiger experimenteller Kurzfilme wie «Nest of Tens» oder «The Amateurist» bekannt. Im Januar 2005 aber stellte July in Sundance ihren ersten langen «Spielfilm» vor. Sie erhielt dafür einen Spezialpreis der Jury für «Originality of Vision» - und gilt seit da als neues Wunderkind der «American Independent Scene»; besser würde man sagen: des amerikanischen Autoren- und Kunstkinos.

Denn «Me and You and Everyone We Know», ist - weit entfernt von dem, was man gängigerweise als US-Erzählkino bezeichnet - eine episodenhafte Liebes-Komödie in deren Zentrum eine Videoartistin (!) namens Christine (gespielt von July!) steht. Christine, bisher alles andere als erfolgreich, ist von ihrer Kunst felsenfest überzeugt, und zu den witzigsten und zynischsten Momenten von «Me and You...» gehören die Szenen, in denen sie die Kuratorin des lokalen Kunstmuseums auf ihr Werk aufmerksam zu machen versucht. Abgesehen davon fährt Christine Taxi für Alte, ihr wichtigster Kunde ist ihr eigener Papa. Eines Tages begleitet sie diesen zum Schuhe kaufen, probiert selber ein Paar an - und verliebt sich Hals über Kopf in Schuhverkäufer Richard.

Es ist eine «Love at First Sight» welche die beiden nun durchleben, gleichwohl kommen sie so schnell nicht zusammen. Denn Richard, frisch geschieden und soeben umgezogen, muss sich vor allem um seine beiden Söhne kümmern - und hat weder Lust noch Zeit für eine Romanze. Folgt in Julys Film das «... and Everyone We Know»: Derweil sich Christine und Richard mal beschnuppern, mal ausweichen, erzählt July ein Halbes Dutzend Nebenstorys. Diese handeln von Richards Söhnen, Christines Kuratorin, zwei halbwüchsigen Girls, einem verklemmten Nerd, dem Internet und der Sexualität.

Lose nur verbindet July die verschiedenen Episoden. Einzelne Szenen kippen unverhofft vom Realen ins Surreale; andere - etwa diejenige, in der Richards sechsjähriger Sohn sich kaum des Schreiben mächtig im erotischen Internet-Chat versucht, oder wenn Christine im fahrenden Auto zur Grabesrede auf einen sterbenden Goldfisch anhebt - wirken zwar aufs erste verstörend, sind letztlich aber harmlos. Eigenwillig, schräg-humorig, liebenswert ist «Me and You...» - und gleichwohl nicht ganz so einmalig, wie die US-Presse einhellig vormacht: Wer das europäische Autorenkino kennt weiss, dass in Europa - erinnert sei nur an Chantal Akerman, Vera Chytilova, Ulrike Ottinger, - seit Jahren eine ganze Reihe Filmemacherinnen ähnlicher Couleur am Werke sind. [Irene Genhart]

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m&m's Martin: Es ist eine sonderbare Komödie. Das Erwachsenwerde...
m&m's Oleg: dieser film ist ein ausnahme, ein bisschen so wie ...
m&m's Klaus: Dieser Film hat seine guten Momente, doch insgesam...
m&m's Tuvok: Infos, Handlung, Ideen, Über den Film, Darsteller,...
m&m's Clod: Wer müde ist, von den immergleichen lustigen Sketc...