Elizabethtown - Interview
| Land (Jahr): | USA (2005) |
| Genre: | Comedy, Drama, Romance |
| Filmlänge: | 135min |
| Regie: | Cameron Crowe |
| Kinostart: | 03.11.2005 |
| 02.11.2005 (Romandie) | |
| Kamera: | John Toll |
Kirsten Dunst über «Elizabethtown»
«Deshalb gibt es in Amerika so viele Arzneimittel!»
CINEMAN: Hallo Kirsten, es ist immer ein Vergnügen, Sie zu treffen. Wir sind hier in Venedig wegen «Elizabethtown». Der Film berührte mich sehr, weil er sehr viele Elemente beinhaltet, zu denen man einen Bezug hat. Wie sieht es aus, sind auch gewisse persönliche Elemente von Ihnen darin?
Dunst: Sehr viele sogar! Ich meine, ich spiele sie. Es ist die ehrlichste Weise, sich ganz in die Rolle hineinzugeben. Das ist Camerons [Cameron Crowe, d.R.] Stärke: Er schafft diese aussergewöhnlichen Momente, die einen bezaubern. Nicht sehr viele Regisseure haben diese besondere Begabung, die er besitzt.
Wenn der Regisseur selber so stark in die Geschichte involviert ist, verändert das die Arbeitsweise?
Auf jeden Fall. Manchmal erschwert es das Ganze, manchmal ist es aber auch sehr hilfreich. Der Regisseur hat eine ganz bestimmte Vorstellung, wie alles sein soll. Dadurch lastet manchmal ein grosser Druck auf den Schauspielern. Gleichzeitig wird man gefordert und das ist grossartig. Obwohl er mit den Aufnahmen zufrieden ist, sucht er weiter nach diesen ganz besonderen Momenten.
Der Film enthält sehr viele romantische Elemente. Als Zuschauer wird man von solchen Filmen regelrecht in den Bann gezogen. Wie ist es als Schauspieler? Wird man auch hineingezogen?
Auch mich zieht es hinein, klar doch. Wenn ich mir den Film ansehe - das kann ich nicht leugnen - verliere ich jegliche Objektivität. Natürlich liebe ich Lovestories über alles!
Sind Sie auch in Ihrem Privatleben romantisch und glauben an die Liebe auf den ersten Blick?
Ja, daran glaube ich. Natürlich! Es ist etwas sehr Aussergewöhnliches, es kann diese besondere Anziehung wirklich geben.
Der Film verbreitet eine sehr schöne Botschaft: Die Leute sollen aufwachen und sehen, dass es im Leben Dinge gibt, die wichtiger sind als andere. Meinen Sie auch, dass an den Leuten, die in ihrer Arbeit gefangen sind, das Leben vorbeizieht?
Sicher, das kann gut passieren. Deshalb gibt es in Amerika so viele Arzneimittel! (lacht) Alle sind gestresst, aber das gehört zum Leben. Auch Tiere sind gestresst, Eichhörnchen sind zum Beispiel ganz verrückt vor lauter Stress. Wir sind alle gestresst. Aber man sollte daran arbeiten.
Denken Sie, dass Sie mit all dem besser umgehen können, weil Sie so jung in Hollywood begonnen haben, gewisse Erfahrungen gesammelt haben und das Business mittlerweile sehr gut kennen?
Je älter ich werde, desto mehr weiss ich, wie und mit wem ich arbeiten möchte. Alles verändert sich.
[Kirsten Dunst wurde interviewt von portmann-media]
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