Walking Tall - Filmkritik
| Land (Jahr): | USA (2004) |
| Genre: | Action, Comedy, Drama, Thriller |
| Regie: | Kevin Bray |
| Kinostart: | 26.08.2004 |
| 25.08.2004 (Romandie) | |
| Drehbuch: | Mort Briskin |
| David Klass |
Im Namen der Gerechtigkeit
Im Mittelpunkt des Films von Musikvideo- und Fernsehregisseur Kevin Bray steht ein Einzelkämpfer, der sich gegen Korruption auflehnt und diese besiegt. Damit liegt «Walking Tall» voll im Trend der neuen amerikanischen Rechtschaffenheit. Der ehemalige Wrestling Star The Rock empfiehlt sich dabei als zukünftiger Action Held.
Acht Jahre lang war Chris Vaughn (The Rock) bei der Armee und nicht mehr zuhause in Ferguson, einer Kleinstadt im Nordwesten der USA. Während seiner Abwesenheit hat sich einiges getan. Zum Beispiel hat das Sägewerk seines Vaters Konkurs und einem neuen Casino Platz gemacht. «Wild Cherry» nennt sich dieses und bietet mittlerweile einem grossen Teil der Einwohner Fergusons entweder einen Job oder einen Ort des Zeitvertreibs. Manager des Vergnügungstempels ist Vaughns ehemaliger High School Rivale Jay Hamilton (Neal McDonough).
Gleich beim ersten Besuch mit seinem alten Freund Ray (Johnny Knoxville) macht Vaughn jedoch zwei unangenehme Entdeckungen. In einer Stripperin erkennt er seine ehemalige Schulfreundin Deni (Ashley Scott, ein Britney Spears Lookalike). Und am Spieltisch wird mit falschen Würfeln gespielt. Seine Beschwerde führt zu einer wüsten Schlägerei, an deren Ende Vaughn schwer verletzt im Spital liegt. Auf Bitten seiner Familie lässt er die Angelegenheit vorerst ruhen, doch als sein Neffe mit Drogen erwischt wird und sich herausstellt, dass Hamilton seine Finger im Spiel hat, sieht Vaughn endgültig rot. Mit einem Holzprügel bewaffnet schlägt er das Casino kurz und klein.
«WalkingTall» ist ein Remake des gleichnamigen Films aus dem Jahr 1973 mit Joe Don Baker, dessen Erfolg an der Kinokasse noch zwei Fortsetzungen nach sich zog. Mit dem Original hat Kevin Brays aufgebauschte Adaption jedoch allenfalls noch das Thema eines rechtschaffenen Kämpfers, der sich unter widrigen Umständen für Gerechtigkeit einsetzt, gemeinsam. The Rock wandelt dabei in den Fussstapfen von Silvester Stallone, Jean-Claude van Damme oder Steven Seagal, die noch vor ein paar Jahren ähnliche Figuren am laufenden Band verkörperten. Mit dem bedeutenden Unterschied, dass The Rock durchaus eine charismatische Leinwandpräsenz zu entwickeln vermag.
Natürlich ist eine Message, wonach am Ende alles gut kommt, wenn man nur stark genug ist, um dreinzuschlagen und selber für Ordnung zu sorgen, nicht gerade über alle Zweifel erhaben. Für «Walking Tall» sprechen aber die unprätentiöse Inszenierung und die kurze Länge von 80 Minuten. Nicht gerade ein Film, auf den wir gewartet hätten, aber ganz passable Kost für Actionfans. [Remo Bräuchi]
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