Night Watch
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Filmkritik

Gut vs. Böse, Teil 519

In Russland war Timur Bekmambetovs Special-Effects Spektakel ein Grosserfolg. Ob der (w)irre Mix aus Fantasy und Horror namens «Night Watch» im Westen ähnliche Erfolge feiern kann, ist zu bezweifeln.

Ein wenig seltsam mutet es schon an, wenn Regisseure wie Danny Boyle oder Quentin Tarantino bei «Night Watch» Namen wie Ridley Scott oder Andrei Tarkovsky bemühen. Gut, die Filme des letzteren spielten auch in Russland. Aber damit hat es sich auch schon mit den Gemeinsamkeiten zwischen Tarkovskys metaphysischen Exkursen und dem Fantasy-Spektakel von Timur Bekmambetov. Es kommt schliesslich auch niemand auf die Idee, Roman Polanskis «The Tenant» zu zitieren, nur weil zu Beginn des Filmes einer an eine Haustüre klopft.

Der um Einlass bittet heisst Anton Gorodetsky (Konstantin Khabensky, in Russland ein Superstar). Und die Tür, an die er klopft, gehört einer Hexe. Anton beauftragt sie, das ungeborene Kind seiner ehemaligen Freundin zu töten. Doch bevor die Frau ihre Magie einsetzen kann, wird die Wohnung von drei finsteren Typen gestürmt und wir befinden uns mitten in einem jahrhundertealten Konflikt. Denn, so lehrt uns «Night Watch», es gibt einen tausendjährigen Waffenstillstand zwischen den Hütern des Lichts und den Wächtern der Finsternis - zwischen Gut und Böse, in anderen Worten. Die übersinnlich begabten Guten (Formwandler und Hellseher) beschützen die Menschheit in der Nacht vor den Dunklen Anderen (Vampire et al.). Auch Anton erfährt, dass er kein normaler Mensch ist. Schnitt. 12 Jahre später sehen wir ihn als Agenten des Lichts darauf warten, dass ein Anderer kommt, der mächtiger ist als alle Anderen zuvor und die Balance zwischen Gut und Böse für immer verschieben wird.

Fantasy-Geschichten scheinen dieser Tage nicht ohne eine teleologisch begründete Erlöserfigur auszukommen; sei es ein Ring («The Lord of the Rings»), ein Neo («The Matrix») oder wie im vorliegenden Fall ein übermächtiges Wesen, das die Geschichte zu ihrem Ende bringt. Nicht nur in dieser Hinsicht scheint «Night Watch» wenig originell. Den Kampf zwischen verfeindeten Fraktionen von übernatürlich Begabten kennt man zuletzt aus «Underworld» oder «Constantine». Und die Bildwelten, die uns Regisseur Timur Bekmambetov vorsetzt, hat man bei seinen Kollegen David Fincher" oder Jean-Pierre Jeunet schon schöner gesehen.

Statt für jede zweite Szene den Special-Effects Computer aufzustarten, hätte sich Bekmambetov besser um seine Story gekümmert. Da werden nämlich wichtige Plot-Linien mit an den Haaren herbeigezogenen Lösungen beerdigt, während der eigentliche Showdown kaum mehr für Spannung sorgt. Das mag auch daran liegen, dass «Night Watch» ein auf drei Teile angelegtes Epos ist. Der Nachfolger befindet sich - nachdem der erste Teil allein in Russland ein Vielfaches seiner Produktionskosten einspielte - bereits in der Post-Production. Ob sich der Grosserfolg dieser (w)irren Achterbahnfahrt zwischen Fantasy und Horror auch im Ausland wiederholen wird, ist allerdings zu bezweifeln.

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22 Kommentare
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Martin Kampf Gut gegen Böse. Es ist ein intelligenter, technisch recht aufwendig gemachter Fantasy-Streifen mit Anleihen aus der Vampirszene. Es wird mit dem ganzen virtuellen und digitalisierten Schnickschn...
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Tyler

Netter Ansatz.... ... spärliche Umsetzung. Aber ich habe auch nichts anderes erwartet.
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Dominic

Eigentlich Gut.... ... hatte mir den Film wesentlich schlechter vorgestellt. Die Story verwirrend, doch wen störts? Das Russisch ist ziemlich toll, passt zum Film. Aber ich weiss nicht was ihr habt...
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Tuvok

Kryptisch, gähnisch, komisch, brutal, Teil 3 der Filmkritik. und was weiß ich, irgendwie wird der Film eigenartig und die ganzen schönen Punkte die er anfangs hatte sind aufgebraucht. In allen Länd...
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Tuvok

Kryptisch, gähnisch, komisch, brutal, Teil 2 der Filmkritik. pro Jahr in Russland hergestellt werden, und konzentrieren uns auf die 58 Millionen legal erworbenen DVD´ s. Schon ein Wahnsinn. Di...
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Tuvok

Kryptisch, gähnisch, komisch, brutal, Teil 1 der Filmkritik. Inhalt: Es gibt da so eine Legende, seit der Mensch überhaupt lebt fast. Sie besagt, das viele Menschen unter uns leben, die übersinnli...
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Michael

Na Ja. Für einen Russischen film würde ich sagen, nicht schlecht. Eine Gute Story, aber wenig Action. Die Finsternis wird mit Taschenlampen bekämpft. Das finde ich albern! Vampire werden wennschon nur...
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Andrea

Genialer erster Teil einer Saga.... Ich muss hier anmerken, dass die Geschichte noch nicht fertig ist. Es kommt noch der zweite Teil Daywatch und die ergänzung aus Hollywood. Da sind wir auch schon be...
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Philipp

Mit Skepsis ins Kino gegangen.... ... und nach einer Aufwärmphase den Film für gut befunden. Tolle Effekte, die Story eigentlich banal, aber duch die Selbstironie witzig. Die schmuddelige Atmosphäre k...
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Karl

Der Film war auf Russisch mit Deutschen Untertitel, und ich muss sagen: Zum Glück. Hat mir sehr gut gefallen, total stranger, visuell hochinteressanter Streifen. Und das Russisch hat phantastisch zur ...
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