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Wir sind die Roboter

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Schwer zu glauben, dass sich ein hartgesottener Zeichentrickfilm-Cyborg-Cop dazu eignet, mit Konfuzius, Descartes und Bibelsprüchen auf den Lippen letzte Dinge zu diskutieren. Genau das aber geschieht in «Ghost in the Shell 2: Innocence», der Fortsetzung des Anime-Hits von 1995. Die actionreiche Handlung hat der Japaner Mamoru Oshii eingebettet in düstere Stadtlandschaften, wie sie selten schöner auf einer Kino-Leinwand zu sehen waren.

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Zwar verschlingen Teenies Mangas - japanische Comic-Strips - auch in der Schweiz mit wachsendem Heisshunger. Leider aber hat sich dieser Erfolg bisher nicht auf die Animes übertragen lassen, auf jene Kino-Zeichentrickfilme, die oft auf Manga-Serien basieren. Zwar sind Meisterwerke wie «Akira», «Prinzessin Mononoke», «Chihiros Reise ins Zauberland», «Steamboy» oder «Ghost in the Shell» auch hier zu Lande auf ein interessiertes Publikum gestossen, allein die grossen Zuschauermassen ziehen diese Filme (noch) nicht in die Kinos. Zu fremd die Stoffe, zu gross die Vorbehalte eines vor allem erwachsenen Publikums gegenüber Zeichentrickfilmen, einer Gattung, die man ungerechtfertigterweise noch immer mit Kinderkram assoziiert.

Schade, denn jetzt kommt mit «Ghost in the Shell 2» einmal mehr ein Anime-Meisterwerk mit Tripp-Qualität in die Kinos. Seine intelligente Machart eignet sich, wie kaum zuvor bei einem japanischen Trickfilm, den vom leerlaufenden Digitalzauber grosser Hollywood-«Realfilme» ermüdeten Zuschauer das Staunen wieder zu lehren. Die Story dreht sich hauptsächlich um den etwas grobschlächtigen Cyborg-Detective Batou, seines Zeichens Mitglied einer Elite-Polizeitruppe. Zusammen mit seinem Partner Togusa, einem «echten» Menschen mit nur minimal künstlichen Teilen, ermittelt er in einer Mordserie, die alle von Gynoiden, menschlich wirkenden Sexrobotern, begangen wurden. Im Laufe ihrer Untersuchung werden die beiden immer tiefer hineingezogen in das undurchdringliche Netz einer Verschwörung, in die sowohl die Regierung wie auch multinationale Unternehmungen verwickelt sind.

Filme wie «Blade Runner», «Terminator», «Matrix» sind Klassiker jenes dystopischen Kinos, das die Angst der Menschen vor der selbstbewussten Maschine bzw. vor dem Tod der Realität durch die virtuellen Welten zum Thema hat. Die Trennlinie zwischen menschlichem Bewusstsein und künstlicher Intelligenz ist auch in «Ghost in the Shell 2: Innocence» nur schwer auszumachen, wobei Mamoru Oshii die titelgebende «Innocence- Unschuld» auf das vergleichbar Puppenhafte von Kindern und Robotern anwendet. Seine Menschen der Zukunft sehnen sich nach dieser «Unschuld», genauso wie sich seine Cyborgs nach «Menschlichkeit» verzehren; gemeinsam ist beiden das Gefühl der Unerreichbarkeit des Ideals. Das Resultat ist eine melancholische Grundstimmung, die «Ghost in the Shell 2» bis in den hintersten Winkel seines trüben Stadtuniversums durchweht. So gesehen ist Oshiis Film weniger eine Wissenschaftsfantasie als vielmehr eine düster-romantische Träumerei über das Humane in der Maschine und den Roboter als den «besseren» Menschen. [Benedikt Eppenberger]

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m&m's movie world filip: normalerweise mag ich anime nicht aber die ghost i...
m&m's Oliver: Kann leider überhaupt nichts damit anfangen. Story...
m&m's Adrian: Ich war von dem Film so begseitert, dass ich mir g...
m&m's Simon: Der Film wäre absolut genial: Bilder, Musik, Thema...
m&m's Nora: total langweilig...