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The Italian Job - Filmkritik

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Land (Jahr): Frankreich, Grossbritannien, USA (2003)
Genre:Action, Adventure, Comedy, Crime
Filmlänge:110min
Regie:F. Gary Gray
Kinostart:04.12.2003
 17.09.2003 (Romandie)
Drehbuch:Troy Kennedy-Martin

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Hommage an einen Klassiker

Nach einer Schnellboot-Verfolgungsjagd durch die Kanäle Venedigs, einer Flucht in die verschneiten Alpen und einem Abstecher nach Philadelphia werden abschliessend noch die Trottoirs und U-Bahnschächte von Los Angeles mit drei wendigen Mini Cooper unsicher gemacht. Das alles hört sich verdächtig nach einem neuen James Bond Film an - ist es aber nicht.

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Als Stellas (Charlize Theron) Vater John (Donald Sutherland) ihr telefonisch aus Venedig ein schmuckes Geschenk ankündigt, ahnt sie bereits das Schlimmste. Denn obwohl er die Hälfte seines Lebens hinter schwedischen Gardinen verbrachte, will John noch einmal einen grossen Coup landen. Mit Hilfe seines Nachfolgers Charlie (Mark Wahlberg), dem Computerspezialisten Lyle (Seth Green), dem professionellen Fluchtfahrer Handsome Rob (Jason Statham) sowie den beiden Sprengstoffspezialisten Left-Ear (Mos Def) und Steve (Edward Norton) gelingt ihm ein Jahrhundertraub. Perfekt durchorganisiert verläuft alles nach Plan - doch dann geschieht das wirklich Unvorhergesehene.

Durch den Titel «The Italian Job» wird man unweigerlich an den gleichnamigen Klassiker mit Michael Caine aus dem Jahre 1969 erinnert, der mittlerweile Kultstatus geniesst. Wer nun aber Regisseur F. Gary Gray eines billigen Remakes bezichtigt, liegt falsch. Obwohl die drei Mini Cooper wieder vorkommen, entstand um diese drei inoffiziellen Hauptdarsteller ein fast völlig neuer Film.

Zwar besitzt «The Italian Job» nicht ganz so viel Stil wie «Ocean's Eleven», nur annähernd so bestechende Dialoge wie David Mamets «Heist» und in Sachen Kultstatus kann er seinem Namensvetter keinesfalls das Wasser reichen - trotzdem wurde aus diversen Zutaten ein bekömmliches Filmmenu gezaubert. Die Besetzung passt bestens zu den sympathischen Charakteren (mit Ausnahme von Edward Norton, der etwas unterfordert wirkt), auf grössere Spezialeffekte wurde verzichtet, aber gerade deswegen wirken die Verfolgungsjagden furios, und der Humor ist meist gelungen - hier sei nur das Thema «Napster» erwähnt. F. Gary Gray hat eine optimale Mischung gefunden. Obwohl «The Italian Job» so für amüsante und kurzweilige 117 Minuten sorgt, kann der Film das Tempo der atemberaubenden ersten Viertelstunde nicht ganz beibehalten und mündet unnötigerweise in einen zu typischen 08/15-Schluss.

Auffallend und teils störend ist das penetrante «product placement», wobei hier weniger die Mini Cooper gemeint sind. Trotzdem dürfte sich BMW über die pünktlich zur Markteinführung der Minis in den USA laufende Gratis-Werbung gefreut haben. Denn wenn sich Charlize Theron mit ihren unendlich langen Beinen wiederholt graziös in den kleinen Mini hinein und wieder hinaus manövriert, kann man sich ein Werbebudget getrost sparen. Jedoch kann angesichts der Leichtigkeit, mit der sie dieses Manöver vollbringt, nur von einer optischen Täuschung gesprochen werden - oder der wohl besten schauspielerischen Darbietung ihrer Karriere. [Patrick Becker]

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