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DrGonzo

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Jackass: The Movie - Filmkritik

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Land (Jahr): USA (2003)
Genre:Comedy
Regie:Jeff Tremaine
Kinostart:27.02.2003
 07.05.2003 (Romandie)
Drehbuch:Jeff Tremaine
 Spike Jonze

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Being Johnny Knoxville

Was bringt junge Männer dazu, sich von einem ausgewachsenen Krokodil einen Fleischhappen aus der Unterhose ziehen zu lassen? Oder sich gegenseitig in holpernden Geländewagen Tätowierungen zu stechen? Oder sich von Preisboxern windelweich prügeln zu lassen? Keine Ahnung, aber in «Jackass: The Movie» darf man dabei zuschauen.

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Im besten Fall kann man das Treiben der Meute um Johnny Knoxville als Dadaismus bezeichnen, als bewusste Negierung von Kunst und Kultur, als gezielte Demontage moralischer Richtlinien. Aber solche Deutungen überlässt man wohl besser Historikern, die sich in hundert Jahren wohl berechtigterweise fragen werden: «Was zum Geier sollte das??». Als Zeitgenossen können wir getrost unsere niederen Triebe befriedigen und uns daran ergötzen, wie Knoxville und Konsorten fröhlich alles in die Tat umsetzen, was uns Eltern, Lehrer und die Polizei stets verboten haben. Denn wer wollte nicht schon immer mal Mutti einen lebenden Alligator in die Küche legen, damit sie endlich in der Öffentlichkeit das «F-Wort» schreit? Oder das Gesicht des Arztes sehen, der beim Röntgen bemerkt, dass man ein Spielzeugauto im Allerwertesten mit sich herumträgt?

Das Schöne an «Jackass» ist ja aber, dass man den Mediziner beglotzen kann, obwohl der eigene Hintern bequem im Kinosessel ruht, während andere das Matchbox-Mobil an Orte steuern, wo die Sonne nicht hinscheint. Sinn des Ganzen? Keiner. Aber Spass macht es trotzdem. Und so zieht also ein Dutzend postpubertärer Junggebliebener mit der Kamera durchs Land und filmt alles, was man sonst nirgends sieht, von halsbrecherischen Mutproben über Provokation Nichtsahnender bis zu Selbstverstümmelung und Vandalismus. Je absuder desto besser.

Angefangen hat alles damit, dass der junge Philipp John Clapp aus seinem Heimatort Knoxville in Tennessee auszog, um in Hollywood ein grosser Schauspieler zu werden. Statt wie eine Rakete in den Showhimmel schoss sich Clapp aber selbst in die kugelsichere Weste, um Selbstverteidigungsausrüstung auf ihre Wirksamkeit zu prüfen. Die Testresultate verkaufte Clapp als Johnny Knoxville ans Skatermagazin «Big Brother». Der Rest ist Erfolgsgeschichte. Die Fernsehsender Comedy Central und MTV stritten sich um das Sendekonzept von «Jackass», in dem Knoxville seine selbstzerstörerische Ader weiter auszuleben gedachte.

Jeff Tremaine, der Herausgeber von «Big Brother», führt Regie beim Kinofilm, und auch sonst sind die alten Seilschaften aus furchtlosen Skatern wie Bam Margera und anderen Lebensmüden bestehen geblieben. Einen Anstrich von Kultur verleiht dem Projekt einzig der Name von Mitproduzent Spike Jonze, der 1998 mit «Being John Malkovich» und soeben mit «Adaptation» Aufsehen erregende Regiearbeiten ablieferte.

Für die «Jackass»-Version im Leinwandformat stand ein Budget von 5 Millionen Dollar zur Verfügung. Dieses ist sinnvoll investiert worden. In ein Mietauto, dessen Knautschzonen im Crash Car Derby getestet werden. In ein überdimensioniertes Einkaufs- und einige reguläre Golfwägelchen, die das Zeitliche segnen müssen. Und eine Reise nach Japan, um den Einheimischen die Vorzüge amerikanischer Kultur nahe zu bringen. Die prominenten Gäste wie Skateboardlegende Tony Hawk oder Altrocker Henry Rollins werden wohl ohne finanzielle Anreize mitgemacht haben.

Ansonsten bleibt «Jackass» so, wie man das Format vom Fernsehen liebt: Eine Ansammlung derber Episoden, mal zum Schreien witzig, mal eklig und manchmal auch nur dämlich.

[Bruno Amstutz]

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m&m's Tuvok: Das bisschen Handlung und meine Meinung: Warum ...
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