Login anzeigen

Das meinen die User

m&m's

3.16 m&m's | 149 User

Alle Kommentare (10) m&m's Movie Charts

1 User haben ihre Watchlist nicht freigegeben.

Watchlist-Charts

Daredevil - Filmkritik

Auf Watchlist setzen

1

User

Land (Jahr): USA (2003)
Genre:Action, Crime, Fantasy, Thriller
Filmlänge:103min
Regie:Mark Steven Johnson
Kinostart:20.03.2003
 19.03.2003 (Romandie)
Drehbuch:Mark Steven Johnson

mehr +

Jetzt DVD bestellen
 

Racheengel im Teufelskostüm

Mit «Daredevil» läuft eine weitere Marvel Comic-Verfilmung vom Stapel. Ben Affleck spielt den Helden, der am Tag als blinder Anwalt arbeitet und nachts zum unerbittlichen Kämpfer für Gerechtigkeit wird. «Daredevil» ist realistischer, düsterer und härter als «Spider-Man» und überzeugt vor allem durch bissigen Humor und die superben Bösewichte.

Bildgalerie

Matt Murdock (Ben Affleck) wächst im New Yorker Quartier Hell’s Kitchen auf. Bei einem Unfall mit einer radioaktiven Substanz erblindet er bereits als Teenager. Seine anderen vier Sinne werden dadurch aber übermenschlich präzise. Nach dem unnatürlichen Tod seines Vaters, des Boxers Jack «The Devil» Murdock, verschreibt Matt sein Leben der Gerechtigkeit. Am Tag Anwalt, wird er nachts zum unerbittlichen Rächer mit dem Übernamen «Daredevil». Denn die Stadt wird mehr und mehr vom Verbrecherkönig Kingpin (Michael Clarke Duncan) beherrscht.

Hollywood hat die Macke, in regelrechten Trendwellen zu produzieren. Lange waren Comic-Verfilmungen verpönt, aber nach dem Überraschungserfolg von «Blade» und Kassenschlagern wie «X-Men» und «Spider-Man» ist Daredevil nur der Vorreiter einer wahren Flut von Comic-Verfilmungen. In Kürze folgen «X-Men 2», «The Hulk» und «The League of Extraordinary Gentlemen». «Spider-Man 2» sowie zwei weitere Verfilmungen von Marvel-Comics, «Ghost Rider» und «The Fantastic Four», befinden sich bereits in der Produktionsphase. Der lange auf Eis liegende Nachfolger von «Batman» und das Remake von «Superman» folgen ebenfalls. Und solange die Kasse stimmt, wird dies so weitergehen. Das offene Ende von «Daredevil» (nicht zu früh aus dem Kino gehen!) lässt bereits auf einen Nachfolger schliessen.

Ein Vergleich von «Daredevil» mit «Spider-Man» zwingt sich richtiggehend auf - die Parallelen sind nicht zu übersehen. So durchlaufen beide Helden eine detaillierte Kennenlernphase ihrer Superkräfte (wobei Daredevil dabei weniger Humor an den Tag legt als die Konkurrenz), aber auch die Spezialeffekte während der Akrobatikeinlagen wirken in beiden Streifen etwas «gummig». Trotzdem sind die Unterschiede weitaus zahlreicher. Denn wie in der Comicvorlage ist «Daredevil» düsterer, realistischer und auch härter als der Spinnenmann. Der grösste Unterschied liegt jedoch im Charakter des Superhelden an sich: Matt Murdock ist wesentlich menschlicher und durch seine Blindheit auch verletzlicher als andere Comic-Helden.

Eine oberflächliche Inszenierung verschenkt jedoch das Potential von Murdock's innerer Zerrissenheit und seinem Kampf, nicht so zu werden wie diejenigen, die er bekämpft. Die eigentlich interessante Ausgangsposition zu Elektra (Jennifer Garner), welche zugleich Geliebte und Todfeindin ist, wird ebenfalls nicht genutzt. Die Beziehung bleibt so langweilig wie «Spider-Man»'s Pseudo-Love-Story. Auch die Kampfszenen verlieren schon nach kurzer Zeit ihren Reiz, weil sie extrem schnell geschnitten sind - wahrscheinlich um den bescheidenen Gehalt an Martial-Arts Fähigkeiten zu verdecken. Und wenn einem auch noch das Kostüm von Daredevil bekannt vorkommt, dann wird dies mit dem Namen Beate Uhse nicht anders sein.

«Daredevil» hinterlässt sicher keinen bleibenden Eindruck, Spass macht der Film aber auf jeden Fall. Das ist vor allem den guten Nebendarstellern (insbesondere den Bösewichten) und dem überraschend schwarzen Humor zu verdanken. Bullseye (Colin Farrell) sieht zwar aus wie André Agassi als Leadsänger einer Gothic Metal Band, spielt aber dermassen überdreht, dass es einfach ein Vergnügen ist, ihm zuzusehen. Selbstironie ist alles andere als Mangelware, und wenn Bullseye nach dem ersten Treffen mit Daredevil «I want a bloody costume» von sich gibt, rettet das über einige Schwachstellen hinweg. «Der Superheld ist immer so gut wie sein böser Gegenspieler», lautet ein Sprichwort unter Comic-Fans. Das Problem hier: Ben Affleck wird von ihnen regelrecht überschattet.

Ach ja, und Jennifer Garner als Elektra? Sie ist einfach nur sexy. [Patrick Becker]

weitersagen

m&m's movie world filip: catwoman, daredevil.. sie mussen es allen mal vers...
m&m's Smom: Mal abgesehen von den kleinen Unterschieden zum Or...
m&m's Tuvok: auch gutes, und er hat gute Kampfszenen. Die sind ...
m&m's Tuvok: Daredevil JACK ist der Vater von MATT. Jack i...
m&m's Marco: Also zerst mal zum Film: Ich ha nä umär cool gfund...