«Faszination Korallenriff» soll auf die Katastrophe, die diesem unwiederbringlichen Gut der Natur droht, aufmerksam machen", begründet MacGillivray seine Motivation für diesen eindrücklichen Film. Mit einzigartigen Bildern nimmt er die Zuschauer mit auf eine Reise zu den paradiesischen Inseln des Südpazifiks. Während zehn Monaten begleitete er mit der IMAX-Kamera die beiden preisgekrönten Meeresexperten und Unterwasserfilmer Howard und Michele Hall auf ihren Erkundungen durch die faszinierende Welt der Korallenriffe.
Tausende von Jahren waren für die Entstehung dieser wunderbar bizarren Unterwasserkunstwerke notwendig. Korallenriffe sind äusserst fragile und für das maritime Ökosystem wichtige Lebensräume. Obwohl die Riffe weltweit nicht mehr als ein Prozent der Ozeane einnehmen, ernähren sie ein Viertel aller Meerestiere. Millionen Menschen profitieren ebenfalls von diesen Unterwasserparadiesen, sei es für Fischfang, Tourismus oder zur Gewinnung von Medikamenten.
In den letzten Jahren haben sich in den Medien Schreckensmeldungen über den schlechten Zustand und die schnell fortschreitende Zerstörung der Riffe gehäuft. Auf der Suche nach den letzten Fischbeständen werden heute kilometerbreite Fangnetze über die Meeresböden gezogen, wodurch der Boden und alle dort lebenden Tiere und Pflanzen im wörtlichen Sinne wegrasiert werden. Diese Fangmethode lässt bildlich gesprochen keinen Stein auf dem anderen und zerstört so unwiederbringlich die Korallenriffe. Auch die globale Erwärmung, welche die Riffe ausbleichen und ihre kaleidoskopähnlichen Farben verlieren lässt, die Verschmutzung der Meere und die ungebremste Verbauung der Küsten mit touristischen Infrastrukturen zerstören und dezimieren unwiderruflich die sensiblen Riffe und zerreissen das Lebensnetz, das sie unterstützen. Fast ein Viertel aller Korallenriffe gelten heute bereits als tot, mehr als die Hälfte der verbleibenden Riffe sind akut gefährdet und Wissenschafter warnen, dass es in 40 Jahren keine Korallenriffe mehr geben könnte.
Mit Produktionskosten von über 10 Mio. Schweizer Franken und Filmmaterial von über 170 Kilometer Länge ist «Faszination Korallenriff» der bis dato teuerste und ehrgeizigste Film aus dem Hause MacGillivray. Auch für die Unterwasserfilmer Howard und Michele Hall stellten die Dreharbeiten ihre bislang grösste Herausforderung dar. In der zehn Monate dauernden Reise unternahmen sie zusammen mit ihrem Team 2'421 Tauchgänge. Sie waren insgesamt 2'810 Stunden unter Wasser und führten die IMAX-Kamera in rekordverdächtige Tiefen von 120 Metern. Das Unternehmen bot noch weitere Überraschungen: Der mitreisende Wissenschafter Richard Pyle entdeckte während des Drehs fünf neue Fischarten. Auch das Abenteuer kam nicht zu kurz: In einem Unterwassercanyon bei Rangiroa wurde die Tauchcrew von einer Gruppe von über 300 «Grey Reef»-Haien überrascht. Die «Greys» sind nicht bekannt dafür, dass sie Menschen angreifen, doch selbst den hart gesottenen Tauchern stockte der Atem.
«Hier sind Bilder entstanden, die unsere Liebe und Hoffnung für die Korallenriffe ausdrücken. Wir hoffen, dass »Faszination Korallenriff« die Menschen weltweit dazu ermutigt, sich für die Rettung der Riffe einzusetzen», erklärt Howard Hall. Weitere namhafte Meeresbiologen wie Jean-Michel Cousteau kommen im Film ebenfalls zu Wort und bestätigen die Grundaussage des Films: Schützt die Korallenriffe!
«Faszination Korallenriff» ist - im wörtlichen Sinne - ein faszinierender Naturfilm über die einzigartige Unterwasserwelt der Korallenriffe. Der Film ist zudem ein aufrüttelndes Plädoyer für deren Rettung, Erhaltung und Schutz. Imax-Pionier und Erfolgsproduzent Greg MacGillivray präsentiert mit «Faszination Korallenriff» ein sehenswertes und Oscar-verdächtiges Kino-Erlebnis zu einem topaktuellen Thema und ohne zu moralisieren.
super. einfach geil