Confidence - Filmkritik
| Land (Jahr): | Kanada, Deutschland, USA (2003) |
| Genre: | Crime, Drama, Thriller |
| Filmlänge: | 97min |
| Regie: | James Foley |
| Kinostart: | 08.01.2004 |
| 01.10.2003 (Romandie) | |
| Drehbuch: | Doug Jung |
Viel Lärm um nichts
«Oceans Eleven» lässt grüssen: Eine Trickbetrüger-Gang mit weiblicher Dekoration (Rachel Weisz) erlebt in ihrem jüngsten Coup einige unerwartete Überraschungen. Trotz einem Star in einer durchaus interessanten Nebenrolle (Dustin Hofman), viel Drama und einer lauten Ästhetik geht diesem Thriller jeglicher Charme ab - zuviel Aufmachung, um überhaupt noch an etwas glauben zu können.
Drehbuchautor Doug Jung operiert mit Versatzstücken der Filmgeschichte: Jake Vig (Ed Burns) ist der gutgebaute Boss einer Betrügerbande, die reichen Leuten mit raffinierten Tricks ihr Geld ausreisst. Unglücklicherweise ist eines ihrer Opfer der Buchhalter (Leland Orser) eines Mafiabosses (Dustin Hoffman). Und deshalb muss sich der hartgekochte Jake auf Verhandlungen mit letzterem einlassen.
Winston King - so der klingende Name des Alt-Mafioso, der in seiner Freizeit einen Stripschuppen betreibt - will Jakes Schulden vergessen, wenn es ihm gelingt, seinem Erzrivalen (Robert Forster) eine noch grössere Summe abzuknöpfen. Lockvogel in diesem Projekt ist die attraktive Lily (Rachel Weisz). Des weiteren sind zwei träge Polizeibeamten (Luis Guzman and Donal Logue) und Andy Garcia als deren Vorgesetzter mit im Spiel.
James Foley's bedeutungsschwangerer Film ist laut, prätentiös und verkrampft. Übermässigkeit ist Programm: Eine narrative Irrfahrt, rasante, optisch verwirrend zusammengehackte Dialoge (ein Sammelsurium aus der Kinowelt der harten Männer) und eine Lichtgestaltung in Papageien-Farben sollen bei Laune halten. Doch gibt es keine Motivation für Mitgefühl - zu kompliziert und gesucht sind die Verstrickungen, zu uniform die Figuren. Insbesondere Ed Burns vertraut ganz auf sein adrettes Äusseres. Er spielt seine Rolle ohne jegliche emotionale Nuancen und verharrt in einer Fotomodell-artigen Dauerpose.
Nur in ganz wenigen Szenen gewinnt der Film etwas an Boden. Dann zum Beispiel, wenn Dustin Hoffman als schmieriger, alternder Gangster Junior Jake im grossen Stil Lebensratschläge erteilt, bezirzt, fordert und hypnotisiert - und all dies sogar mit einer gedämpften Stimme erledigt. In James Foleys Vorstellung hätten wohl ein gestandener Star und eine attraktive Jungschauspielerin diese klichierte Geschichte retten sollen. Die nervöse und unmotivierte Show ist aber nichts als langweilig.
[Andrea Bleuler]
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Martin: Die Masche mit der kugelsicheren, eine rote Farbfü... |

