Er: ein Yuppie wie er im Buche steht, reich, schön, jung, arrogant (Hugh Grant). Sie: eine engagierte, humorlose, politisch überkorrekte Anwältin (Sandra Bullock). Für Lucy Kelson ist George Wade der erklärte Feind all ihrer Ideale. Während sie sich mit Protestplakaten vor Abrissbirnen legt, um erhaltenswürdige Gebäude zu schützen, befehligt er als profitorientierter Bauunternehmer die Bagger, die die Birne schwingen.
Trotzdem lässt sie sich von der Wade Corporation als Chefanwältin anstellen, quasi um das System von innen zu bekämpfen. Das Jobprofil umfasst aber nicht bloss juristische Aufgaben: Lucy muss künftig auch George's Affären taxieren, seine Scheidungsverhandlungen führen und seine Kleider aussuchen. Der Chef nimmt diese Dienstleistungen mit der Selbstverständlichkeit eines charmanten, aber verwöhnten grossen Buben entgegen. Lucy's Nerven hingegen liegen blank. Bis sie von ihrer zweiwöchigen Kündigungsfrist Gebrauch macht.
Hugh Grant, der in den letzten Jahren mit romantischen Komödien wie «Notting Hill» oder «Bridget Jones's Diary» sein Image des englischen Charmeurs fast bis zum Stereotyp reifen liess, setzte sich selbst letztes Jahr mit «About A Boy» eine unerwartet hohe Messlatte. Fast noch mehr Ver- und Bewunderung als seine gelungene Darbietung als egomanischer Single löste aber Grants neue Strubbelfrisur aus. Die Rückentwicklung in Richtung Fönfrisur in «Two Weeks Notice» geht konsequenterweise einher mit der Einsicht, dass «About A Boy» Grants vorläufigen Zenith darstellt. Zwar besetzt er wieder einen ähnlichen Typ - egoistisch, verspielt, geldgeil aber trotzdem mit unwiderstehlicher Anziehungskraft auf das weibliche Geschlecht - aber seine Dialoge sind nicht mehr ganz so feingeschliffen. Auch ohne diese letzte Spritzigkeit macht Grant eine gute Figur, zu überraschen vermag er allerdings diesmal nicht. Solches erwartet man von Sandra Bullock gar nicht erst. Ihre Sprödheit wird hier zum Programm.
So bleibt eine grösstenteils kurzweilige romantische Valentinskomödie ohne übertriebenen Schnulzenfaktor mit einigen witzigen Dialogzeilen - die allesamt Hugh Grant vortragen darf.