The Twilight Samurai - Filmkritik
| Land (Jahr): | Japan (2002) |
| Genre: | Action |
| Filmlänge: | 129min |
| Regie: | Yoji Yamada |
| Kinostart: | 11.12.2003 |
| 12.05.2004 (Romandie) | |
| Drehbuch: | Yoshitaka Asama |
Der arme Samurai
Iguchi Seibei ist arm, verwitwet und Vater von zwei Kindern. Darüber hinaus steht er als Samurai in den Diensten seines Klanherren. Mit einem Dasein als Krieger hat das allerdings wenig zu tun, denn in erster Linie verwaltet er die Fischvorräte und eilt nachher heim zu seinen Töchtern und der an Alzheimer erkrankten Mutter. Ein Samuraifilm der anderen Art.
Dem Film liegt ein Roman zugrunde. Dessen Autor Shuhei Fujisawa ist mit dem Samurai-Genre bestens vertraut. Für den 1931 geborenen Regisseur Yoji Yamada ist «The Twilight Samurai» der erste seiner 77 (!) Filme, der sich mit dem Thema beschäftigt. In Japan kennt man ihn sonst Fachmann für Komödien. Ihn habe es gereizt zu zeigen, wie die Samurai wirklich gelebt hätten. Unter dieser Voraussetzung konnte kein üblicher Samuraifilm entstehen.
Entstanden ist die Geschichte eines Mannes, der keinerlei Lust hat zu töten, obschon er das Kämpfen an einer berühmten Schule gelernt und sogar gelehrt hat. Der verwitwete Iguchi Seibei (Hiroyuki Sanada) möchte vor allem möglichst viel Zeit mit seinen beiden Töchtern verbringen und geht deshalb nach der Arbeit direkt nach Hause. Bei seinen Kollegen hat ihm dies den Namen Dämmerungs-Seibei eingebracht, doch das kümmert ihn wenig. Auch das Angebot seines Onkels, ihm eine neue Frau zu suchen – das mehr nach einem Befehl zur Wiederverheiratung klingt – lehnt er ab. Zu Tomoe (Rie Miyazawa), der Schwester seines besten Freundes, entsteht zwar eine enge Freundschaft, die durchaus erotisch aufgeladen ist, als er jedoch erfährt, dass sie einer Heirat nicht abgeneigt wäre, schreckt er zurück, aus Angst, sie könnte wie seine erste Frau das Armsein nicht ertragen.
So gestaltet er sich ein Leben, in dem sich so wenig wie möglich ändern soll, und von dem man meinen würde, dass es in seiner Bescheidenheit auch niemandes Interesse auf sich ziehen sollte. Doch Tomoes Exmann – die selbstbewusste und unkonventionelle Frau hat sich scheiden lassen, weil ihr Gatte sich als Schläger entpuppte – verwickelt ihn in einen Kampf. Dadurch werden Vorgesetzte auf seine einzige herausragende Fähigkeit aufmerksam.
The «Twilight Samurai» ist ein Film über die Möglichkeit und Unmöglichkeit, nicht aufzufallen, und über den Wunsch, in Frieden ein privates Leben zu führen. Yamada geht diesen Themen mit Genauigkeit, Geduld und Sympathie für seine Figuren nach. [Senta van de Weetering]
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Nils: Schöner Film. Überdurchschnittlich gut. Kann man s... |
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Hunziker: Der Film wurde so realistisch und natürlich wie nu... |
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Adrian: Ein muss für jeden, der sich für Japan interessier... |

