Red Dragon
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Interview

Der Menschenfresser im Interview

Bereits zum dritten Mal spielt Sir Anthony Hopkins den Menschenfresser Dr. Hannibal Lecter. Der neuste Streifen mit dem Titel «Red Dragon» stammt wie schon die ersten beiden Verfilmungen aus der Feder von Romanautor Thomas Harris. Der Film zeigt, wie alles begann und geht in der Zeit zehn Jahre zurück. Wir trafen Anthony Hopkins an der Weltpremiere in New York. Im Interview verriet er, mit was für Problemen er dieses Mal zu kämpfen hatte.

Anthony Hopkins, war es einfach, Lecter erneut zu spielen oder gab es neue Herausforderungen?
Nein, eigentlich gab es keine neuen Herausforderungen, ausser, dass Hannibal Lecter in diesem Film zehn Jahre jünger geworden ist. Aber ich arbeitete im Fitnesstudio und hatte einen Trainer.

Und wie konnten Sie diese Verjüngung letztlich bewerkstelligen?
Nun, ich kannte den Charakter sehr gut, weil ich ihn ja bereits gespielt habe. Meine Stimme war aber ein wirkliches Problem. Ich werde älter und mein Brustkorb fällt langsam ein. Meine Stimme wurde mit den Jahren immer tiefer. Man fragte mich deshalb, ob ich nicht in einer höheren Tonlage sprechen könnte. Ich machte also das Beste daraus und hoffe, dass Publikum akzeptiert meine Darstellung.

Glauben Sie, dass die Zuschauer die Verjüngung akzeptieren werden?
Niemand ist so dumm zu glauben, dass ich in diesem Film zehn Jahre jünger bin. Ich liess auch nicht mein Gesicht liften. Ich färbte bloss die Haare und liess mir einen Zopf ansetzen. Das machte ich noch nie, und ich mochte den Zopf auch nicht.

Sie sind zwar unbestritten der Star des Films, aber es spielen noch einige andere Schauspieler mit klingenden Namen mit, wie Ralph Fiennes, Edward Norton, Harvey Keitel oder Emily Watson. Spielen Sie gerne in solcher Gesellschaft?
Oh ja. Es ist wie Tennis spielen, obwohl ich gar kein Tennis spiele. Mit guten Schauspielern kommt auch etwas zurück. Viele Leute sprechen immer von der guten Chemie zwischen zwei Darstellern. Das ist ein dummes Wort. So etwas gibt es für mich nicht. Wir müssen unseren Text kennen und einfach gut sein. Gute Schauspieler spielen auch gut zusammen.

Wenn man Sie auf der Leinwand sieht, hat man das Gefühl, Ihnen macht Ihr Job wirklich Spass. Ist das so?
Oh ja. Ich übe diesen Beruf wirklich mit Freude aus. Es ist meine Leidenschaft. Es gibt eigentlich nur einen oder zwei Filme, die mir nicht so gefielen. Ich geniesse, was ich tue. Bei diesem Film dachte ich mir immer, es wäre gut, eine Trilogie zu machen. Ich traf mich mit dem Regisseur, las das Script und dachte, ja, das wird eine gute Sache, die mir Spass machen würde. Sonst wäre ich nicht hier.

Die Fragen stellte Philipp Portmann

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