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Die Another Day - Interview

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Zum 4. Mal im Dienste Ihrer Majestät

40 Jahre ist es her seit der erste Roman von Ian Fleming verfilmt wurde. Heute basieren die Abenteuer des berühmtesten Geheimdienstagenten zwar nicht mehr auf Flemings Ideen, aber die Figur wurde übernommen und weiterentwickelt. Pierce Brosnan spielt bereits zum vierten Mal 007. Im Interview erzählt er von den harten Dreharbeiten und der emotionalen Berg- und Talfahrt, die er durchmachen musste.

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Pierce Brosnan, sind sie zufrieden mit dem 20. Bond Abenteuer?
Oh, ich bin sehr glücklich über das Resultat. Ich sprach eben mit der Produzentin Barbara Broccoli. Wir stellen fest, dass der Film bei den Medien gut ankommt, und wir fragten uns, wie haben wir das bloss gemacht?

Und wie haben sie es gemacht?
Ich würde sagen: ein grosser Teil davon ist harte Arbeit, dazu der gute Ruf, den Bond hat, und auch ein wenig Ideenreichtum. So hatten wir zum Beispiel lange keinen dritten Akt und mussten im letzten Moment alles umorganisieren. Und dann wäre da noch Regisseur Lee Tamhori, der besessen war, den Film zu machen. Wir kannten uns schon vorher und hatten eine Ahnung davon, wie wir es angehen wollten, dass der Film realistischer, härter und sexier wird. Und so kam es zu «Die Another Day».

In der Tat ist «Die Another Day» einer der härtesten Bond-Filme. Wirkte sich das auf die Dreharbeiten aus?
Ich erinnere mich, als ich Ende letzten Jahres das Drehbuch las. Gleichzeitig war ich mit den Vorbereitungen zu einem eigenen Film über Irland beschäftigt. Ich musste mich also emotional auf eine ganz andere Welt einstellen. Aber ich mochte das Drehbuch zu «Die Another Day». Es beinhaltet Dinge, die bisher in keinem Bond vorkamen. Bond gerät beispielsweise in Gefangenschaft, wird verraten und muss um seinen Job kämpfen. Ich dachte, das ist eine gute neue Entwicklung. Wir veränderten also die Formel ein wenig.

Was fühlen sie, wenn sie auf die vielen Jahre als Bond zurückblicken?
Man schaut um sich und realisiert, dass sechs Jahre seines Lebens vergingen, und man spielt die Figur zum vierten Mal. Man hat zwar eine gewisse Routine, aber auch viel zu verlieren, wenn man’s vermasselt.

Kurz bevor die Dreharbeiten begannen, bekamen sie und ihre zweite Frau ein Baby. Was war das für eine Erfahrung?
Es ist wunderbar. Im Alter von 49 Jahren nochmals Vater zu werden, ist ein magischer Moment. Es berührt einem tief im Herzen und es reflektiert dein Leben. Es macht einen grösser und stärker für all die Aufgaben, die einen im Leben noch erwarten. Zudem konnte ich vier Bondfilme drehen. Das Leben ist einfach gut zu mir.

Was ist an dem Gerücht dran, dass sie auch einen fünften Bondfilm drehen werden?
Die Produzenten Michael Wilson und Barbara Broccoli boten mir vor wenigen Tagen an, einen weiteren Bondfilm zu machen. Ich schätze das sehr, denn sonst würde ich jetzt hier sitzen und müsste ihnen sagen, ich habe keine Ahnung, ob es weitergeht. Ich sagte zu, obwohl ich natürlich noch nichts über die Story weiss. Wir befinden uns aber mit «Die Another Day» in einer grossartigen Ausgangsposition, um die Figur James Bond weiterzuentwickeln.

[Pierce Brosnan wurde interviewt von Philipp Portmann]

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