Dark Blue - Filmkritik
| Land (Jahr): | USA (2002) |
| Genre: | Action, Crime, Thriller |
| Filmlänge: | 118min |
| Regie: | Ron Shelton |
| Kinostart: | 12.06.2003 |
| 20.08.2003 (Romandie) | |
| Verleih: | Ascot Elite Entertainment Group |
| Cast: |
| Kurt Russell |
| Ving Rhames |
Autoritäten-Strip
Zehn Jahre nach den Rassenunruhen in Los Angeles sind auch die korrupten weissen Polizisten wieder leinwandtauglich. Kurt Russell mimt ein besonders hinterhältiges Exemplar überzeugend vielschichtig.
Als Anfang der neunziger Jahre der Schwarze Rodney King von einer Polizeieinheit brutal zusammengeschlagen wurde und die Täter trotz eindeutigem Beweismaterial überraschend freigesprochen wurden, war Los Angeles für Wochen im Ausnahmezustand. Immenser Sachschaden, unzählige Verhaftungen und über fünfzig Todesopfer waren die traurige Bilanz dieser Ausschreitungen.
In der hochexplosiven Atmosphäre kurz vor dem Gerichtsurteil im Rodney-King-Prozess ist «Dark Blue» angesiedelt: Detective Eldon Perry, ein «guter», erfahrener Polizist (Kurt Russell) schreckt nicht davor zurück, die polizeiliche Autorität zu missbrauchen, um seine rassistische Überzeugung vollumfänglich auszuleben, und übt sich meisterhaft in Selbstjustiz und Willkür. Sein Argument: Auf solche Bürger könne die Gesellschaft sehr gut verzichten.
Von seinem Erfolgswerk «L.A. Confidential» hat Autor James Ellroy das Gerüst übernommen: Im Fokus sind erneut die Spannungen innerhalb der Polizei. Detective Perry's Juniorpartner Bobby Keough (Scott Speedman - der Mädchenschwarm aus der Fernsehserie «Felicity») ist den kaltblütigen und brutalen Machenschaften seines Vorgesetzten ebenfalls ausgeliefert.
Drehbuchautor David Ayer («Training Day») hat sich in der Demontage der Uniformierten um Vielschichtigkeit bemüht: Kurt Russel enthüllt in seiner Filmfigur ein komplexes Innenleben. Der klassische Antiheld versagt in seinem Privatleben vollumfänglich und ist hinter der rauen Fassade ein trauriger, ängstlicher Elendshaufen.
Ebendies kann man von den Nebenfiguren nicht gesagt werden: Filmpartner Scott Speedman wirkt in der Rolle des jungen, unverdorbenen und aufbegehrenden Partners enttäuschend flach und kann sich als Schauspieler neben seinem Senior kaum behaupten.
Man mag «Dark Blue» vorwerfen, dass übermässig auf Bewährtes und die Traditionen des Genres gesetzt wird. Spannungsfaktor Nummer Eins bleibt allerdings die urbane Anarchie. Und Regisseur Ron Shelton lässt dieser Komponente in jedem Moment genug Raum, um dem Ernst dieses dunklen, schnell vergessenen Kapitels gerecht zu werden. [Andrea Bleuler]
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movie world filip: sehr gute ron shelton polizistenfilm - atmosphäre,... |
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Adrian: Tja, kurzentschlossen schmiss ich mich am gestrige... |
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Dani: Als vor ein paar Jahren "L. A. Confidential" ins K... |

