The Others
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Filmkritik

Das Übersinnliche in perfektem Licht

Der erste englischsprachige Film des spanischen Regisseurs Alejandro Amenábar hatte - je nach Blickpunkt - den Vor- oder Nachteil, dass er bereits im Vorfeld grosse Erwartungen schürte und während der Produktionsphase nicht selten in den Klatschspalten der Boulevardpresse erwähnt wurde. Kein Wunder, ist doch Tom Cruise ausführender Produzent von «The Others» und seine Ex-Frau Nicole Kidman die Hauptdarstellerin.

Ob diese pikante Konstellation, die durch die Scheidungsquerelen der beiden während der Dreharbeiten noch mehr Interesse zu wecken vermochte, oder die offensichtlichen Qualitäten des Films soviel Publikum anlockte, sei dahingestellt. Tatsache ist, dass der Film an den spanischen Kinokassen zum erfolgreichsten Film aller Zeiten geworden ist und in den USA neun Wochen lang in den Top 5 rangierte.

Erstaunlich an diesem Erfolg in den Zeiten hochstilisierter Special-Effects und sekundenschneller Montage ist jedenfalls, dass «The Others» ein eher klassisches Stück Kino in Anlehnung an Hitchcocksche Dramaturgie, Licht- und Kameraführung ist. Vor dem Hintergrund eines viktorianischen Hauses, dessen nebelumwallte Mauern stark an des Altmeisters Gothic-Mystery «Rebecca» erinnern, spielt sich ein Drama im kleinsten Personenkreis ab. Grace (Nicole Kidman), die Lady des Hauses, wohnt mit ihren beiden Kindern Anne (Alakina Mann) und Nicolas (James Bentley) allein in dem alten Gemäuer, seit ihr Mann Charles (Christopher Eccleston) in den Krieg gezogen ist und ihr die letzten Dienstboten weggelaufen sind. Die drei neuen Bediensteten, die sich bald bei ihr melden, werden sofort in die strikten Regeln des Haushalts eingeführt, die sklavisch zu befolgen sind: Alle Zimmer müssen immer mit Vorhängen verdunkelt sein, und jede Türe muss abgeschlossen werden, bevor die nächste geöffnet wird. Grund für diese rigorosen Massnahmen ist die Lichtallergie der Kinder, die nie direktem Tageslicht ausgesetzt werden dürfen. Die psychischen Konsequenzen dieser unnatürlichen Isolation verstärken sich im Laufe der Geschichte und führen bei allen Bewohnern zu einer Sensibilität, die immer mehr in Hysterie ausartet. Grace versucht ihre eigene Einsamkeit und die Angst vor der unheimlichen Umgebung durch ihren eisernen Glauben in den Griff zu bekommen, den sie auch ihren Kindern aufzwingt. Anne ängstigt ihren kleinen Bruder mit Gruselgeschichten und behauptet, mit einem anderen Kind, Victor, das ebenfalls im Haus wohnt, zu kommunizieren. Grace geht gegen Anne's ausufernde Fantasien mit rigorosem Bibellesen vor. Doch als sie plötzlich auch Geräusche und Stimmen aus dem oberen Stockwerk hört, wird klar, dass nichts mehr ist wie es scheint.

Die Schwierigkeit von Nicole Kidmans Rolle, die sie innerhalb der engen Vorgaben brillant meistert, liegt darin, dass sie von Anfang an eine hochsensible, hypochondrische und dogmatisch religiöse Frau darstellen muss, die im Laufe des Films alle diese Eigenschaften noch bis zur Hysterie steigert. Amenábar unterstützt sie dabei mit sehr gezielt eingesetzten Licht- und Toneffekten und schafft eine klaustrophobische und gleichzeitig übersinnliche Atmosphäre, vergleichbar etwa mit «The Sixth Sense».

Was bei all dieser gekonnten Spannungsoptimierung allerdings etwas zu kurz kommt, ist etwas, das über den Plot hinausgeht und einen 100 Minuten lang bei der Stange hält. In der Mitte des Films scheinen sich die immer gleichen Elemente � Geräusche aus dem oberen Stock, Grace's Kampf gegen Anne's Fantasie, undurchsichtige Handlungen der Dienstboten � zu wiederholen. Das Fehlen einer Geschichte, die einem ans Herz und nicht nur durch Mark und Bein geht, lässt «The Others» trotz eindrücklichem Cast und perfektem Handwerk eher kühl und berechnet und � im schlimmsten Fall � langweilig erscheinen.

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Mein Kommentar
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48 Kommentare
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movie world filip

starke film... düster, intelligent, poetisch
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Andy mega spannend. mit the others enstand ein sehr spannender film! nicole kidman spielt wie immer hervoragend!
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Leng

Sehr spannend
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Patrick

boah! so müssen gruselfilme sein, forget scream!!!
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Kerstin

Nicole Kidman in Höchstform!!!!
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Mario

Genialer Plot. Ausgezeichnete Schauspieler.
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Daniel

Nicole ist spitze!
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Matthias

Nicole Kidman ist inzwischen eine Wucht!
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Daniel

keine Spannung während des Films, ausser ein paar Schockers
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Johnny

Überraschung à la Sixth Sense
48 Kommentare

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