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The Four Feathers - Filmkritik

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Aka Titel:Die vier Federn
Land (Jahr): USA (2001)
Genre:Adventure, War
Filmlänge:125min
Regie:Shekhar Kapur
Kinostart:26.12.2002
 25.12.2002 (Romandie)
Drehbuch:Hossein Amini

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Romantische Helden braucht das Kino

30

Ehre, Tapferkeit, Loyalität - grosse Worte, die in England um 1884 noch schwer wogen. Shekar Kapur, indischer Regisseur mit anglophilen Neigungen («Elizabeth»), versucht sie mit dem Kriegs- und Liebesdrama «The Four Feathers» in gewaltigen Bildern und epischem Gestus in Szene zu setzen. Die Verfilmung von A. E. W. Masons Romanklassiker überzeugt aber nur teilweise.

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Der junge Soldat Harry Feversham (Heath Ledger) übt den kriegerischen Ernstfall einstweilen noch auf dem Rugby-Feld hinter der Militärakademie. Viel lieber macht er jedoch seiner Verlobten, der schönen Ethne (Kate Hudson), den Hof. Als eines Tages sudanesische Rebellen im fernen Khartoum das britische Empire angreifen, soll er mit seinem Regiment in den Krieg ziehen. Harry, der eigentlich nur seinem Vater, einem General, zuliebe die Soldatenkarriere gewählt hat und von seiner Hochzeit mit Ethne träumt, quittiert den Dienst. Doch seine Entscheidung bringt ihn bei seinen Kameraden in Verruf: Vier Federn erhält er, eine davon von seiner geliebten Ethne, als Zeichen seiner Feigheit. Allein und isoliert grübelt Harry über seine Entscheidung nach, bis er hört, dass sein bester Freund Jack (Wes Bentley) mit seinem Regiment in der afrikanischen Wüste in arge Bedrängnis geraten ist. Er beschliesst, Jack auf eigene Faust zu Hilfe zu eilen.

Der Vergleich von «The Four Feathers» mit anderen epischen Wüstenfilmen wie «The English Patient» oder gar mit «Lawrence of Arabia» drängt sich auf. Und auf der schönen Oberfläche stimmt der Vergleich: Die gewaltigen Landschaften, die virtuos inszenierten Kampf- und Massenszenen, die heldenhaften Menschen in Gewissenskonflikten - alles ist da. Doch was dem Film für einen monumentalen Klassiker fehlt, ist der erzählerische Durchhaltewillen, die Kompaktheit, welche Erzählstränge, auch wenn sie an entgegengesetzten Enden der Welt spielen, stets miteinander verbindet und am Schluss ein abgerundetes Bild einer eigenen Welt ergeben. Kapur verliert sich nach der zügig inszenierten ersten Hälfte sozusagen in den Weiten der Wüste. Die Figur der Ethne, die anfangs das Handeln Harrys stark mitbestimmt und eine romantische Auflösung der Geschichte verheisst, vergisst man bald. Und der Film konfrontiert den Helden mit zunehmend absurderen Mutproben und stellt ihm mit Abou Fatma, gespielt von Djimon Hounsou («The Gladiator»), einen Schutzengel zur Seite, der zu gut ist, um wahr zu sein. Eigentlich ist nämlich Abou Fatma ganz allein verantwortlich für den glimpflichen Ausgang von Harrys Abenteuer, doch am Ende verschwindet der wilde Krieger sang- und klanglos in der Wüste. Wohl um den Glanz des britischen Heldentums nicht zu trüben?

Harrys Entscheidung, nicht in die Schlacht zu ziehen, aus persönlichen Gründen, aber auch weil er das britische Engagement im Sudan nicht voll unterstützt, ist für uns, die wir wieder täglich mit neokolonialen Kriegsdrohungen konfrontiert werden, gut nachvollziehbar und überzeugend. Aber letztendlich ist er nicht etwa zu feige, für eine Grossmachtfantasie in den Krieg zu ziehen. Sondern er ist zu feige, sich den Konsequenzen seiner persönlichen Entscheidung zu stellen. Am Ende ist dem Ehrenkodex des 19. Jahrhunderts also wieder voll genüge getan und die grossen Worte von Tapferkeit und Loyalität haben ihre Bedeutung zurückgewonnen. Denn, eines ist klar, romantische, nicht skeptische Helden braucht der Film. Immerhin: Heath Ledger, der bereits mit seinem kurzen, aber intensiven Auftritt in «Monster's Ball» bewiesen hat, dass er mehr kann als Teenie-Pin-Up in «A Knight's Tale» Ritterrüstung sein, erwies sich als gute Wahl für den jugendlichen Helden. Er überzeugt selbst in den unglaubwürdigsten Situationen und man kann ihm getrost eine rosige Zukunft in Hollywood voraussagen. Den übrigen Hauptdarstellern, Wes Bentley («American Beauty») als Jack und Kate Hudson («Almost Famous») als Ethne, räumen Drehbuch und Regisseur leider viel zuwenig Platz ein, um ihr Talent zu beweisen.

[Nathalie Jancso]

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m&m's Marc: Ergreifend, bewegend, mit viel Pathos......
m&m's Tuvok: Ein eigener Humor, ein eigener etwas langweiliger ...
m&m's Tuvok: Man fühlt sich von Anfang an kolossal monumental v...
m&m's Tuvok: Die Vier Federn 1884 führte indes der mus...
m&m's Veronica: Der Film hat mir absolut sehr gut gefallen. Ein sp...