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Domestic Disturbance - Filmkritik

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Aka Titel:Tödliches Vertrauen
Land (Jahr): USA (2001)
Genre:Thriller
Regie:Harold Becker
Kinostart:07.03.2002
Kamera:Michael Seresin
Komponist:Jerry Goldsmith
Produktion:Harold Becker

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Guter Vater, schlechter Vater

20

Wie man einen Plot von A nach B buchstabiert: In Harold Beckers sterilem Thriller «Domestic Disturbance» bringt John Travolta Ruhe und Ordnung in ein aufgescheuchtes Familiennest.

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Wer kennt sie nicht, die Moral vom Schafhirten Pedro? Der Lausbub macht sich bekanntlich einen Spass daraus, falschen Alarm vor dem bösen Wolf zu schlagen. Weil sich die Leute aber nur ungern veräppeln lassen, glaubt ihm natürlich niemand mehr ein Wort, als der Wolf dann wirklich zuschlägt. In einer vergleichbaren Situation steckt der als notorischer Lügner geltende Danny Morrison (Matt O'Leary), der seinen Stiefvater Rick Barnes (Vince Vaughn) zufällig dabei beobachtet, wie er einen Mann (Steve Buscemi) kaltblütig um die Ecke bringt. Natürlich glauben ihm weder Mutter Susan (Teri Polo) noch die Polizei ein Wort. Allein Frank Morrison (John Travolta) - Dannys Vater, der dem nicht sehr einträglichen, dafür aber grundehrlichen Handwerk des Schiffbaus nachgeht - weiss instinktiv, dass Danny diesmal die Wahrheit sagt.

Was folgt, ist pure Thriller-Arithmetik: Regisseur Harold Becker führt den Finsterling konsequent seiner gerechten Bestrafung zu. Dagegen ist eigentlich nichts einzuwenden, hätte Becker sein jüngstes Kind mit derselben Suspense beseelt, die seine Werke «Malice» und «Sea of Love» auszeichnete. Doch leider ist «Domestic Disturbance» nichts weiter als zahme Konfektionsware. Eine Produktion, die überdies eklatante Drehbuchmängel aufweist: So ist zum Beispiel nicht einzusehen, wieso die Polizei vom Mordopfer nicht einmal den Hauch eines DNA-Stranges findet, als sie den Tatort einer Spurensuche unterzieht. Oder weshalb die Gesetzeshüter Dannys Anschuldigung auch deshalb als Fantasterei abtun, weil er den Namen des Ermordeten nicht kennt.

Wenig berauschend sind auch die schauspielerischen Leistungen: Travoltas Darbietung als «regular guy» scheint sich vornehmlich auf fürsorgliche Vaterposen und routiniertes Zähneblecken zu beschränken. Vince Vaughn will man wiederum den Bösewicht so recht nicht abnehmen. Obschon der Part des geisteskranken Killers zu seinem Standard-Repertoire zählt («Psycho», «Clay Pidgeons»), gelingt es Vaughn selbst im Showdown nur mit knapper Not, einem die Nuance eines Gruselns auf die Haut zu zaubern. Einziger Lichtblick ist Steve Buscemi, der in gewohnt trefflicher Manier die Vogelscheuche zum Besten gibt. Buscemi, der in einem schäbigen Anzug im ungünstigsten Moment in die Hochzeitsfeierlichkeiten von Ray platzt, hebt sich wohltuend ab vom sterilen Ambiente von «Domestic Disturbance». Häuslicher Unfriede? Mehr Querschlägertum würde dem Film zweifelsohne gut anstehen.



[Björn Schäffner]

weitersagen

m&m's movie world filip: travolte dieser zeit in filmen mit story aber trot...
m&m's Dani: Die Geschichte an sich hörte sich eigentlich recht...
m&m's Dani: Travolta spielt echt schwach....