Avalon
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Japan 2001
Action
106min
3.6

Regisseur Mamoru Oshii erschafft eine Endzeitvision, in der die Grenzen zwischen virtueller und realer Existenz verschwimmen. In der Postproduktion entzog er den Bildern praktisch alle Farben und liess lediglich Brauntöne zurück, die eine unwirkliche, melancholische Atmosphäre erzeugen. Mit gezieltem Einsatz von Spezialeffekten schafft er einen Kontrast zwischen der technisch hochgerüsteten virtuellen Welt und der maroden Realität. «Avalon» liefert keine pfannenfertigen Antworten, sondern lässt Fragen offen und siedelt sich dadurch in der Nähe von David Cronenbergs «eXistenZ» an. Vor allem der Erzählrhythmus ist gewöhnungsbedürftig und wirkt trotz der Actionszenen stellenweise schleppend und fast ermüdend. Auch dass nur polnisch gesprochen wird, mag irritieren. Dafür bietet Oshii ein visuelles Meisterstück, das sich schwer kategorisieren lässt. Zur Filmkritik von Bruno Amstutz

Regie: Mamoru Oshii

Kinostart: 18.04.2002 (Deutschschweiz)

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