Die Unberührbare - Filmkritik
| Land (Jahr): | Deutschland (2000) |
| Genre: | Drama |
| Filmlänge: | 100min |
| Regie: | Oskar Röhler |
| Kamera: | Hagen Bogdanski |
| Nicolay Gutscher | |
| Verleih: | Fama Film |
Die Unberührbare
Hannelore Elsner verkörpert in Oskar Roehlers Drama die Schriftstellerin Hanna Flanders, die als flammende Verfechterin kommunistischer Ideen seit den späten Sechzigerjahren in der DDR beinah berühmter war als im Westen. Der Zerfall des SED-Regimes und der Mauerfall 1989 leitete ihren persönlichen Ruin ein.
Hanna Flanders (Hannelore Elsner) lebt in ihrer schicken Münchner Wohnung vom Nachruhm einer Karriere als Schriftstellerin. Ihre grosse Zeit ist längst vorbei, jetzt, im Herbst 1989. Es gelingt ihr immer seltener, die Krise ihres Lebens mit Make-up und Medikamenten zuzudecken. Auch der Einkauf in einer Nobelboutique bringt nicht mehr den rechten Kick. «Es macht mich krank, wie sich die Einheitsmenschen hier breit machen», sagt Hanna Flanders der Journalistin Meret (Jasmin Tabatabai), die sie zu ihrer Einschätzug des Mauerfalls befragt. Was Millionen Deutsche freut, bedeutet für die linke Schriftstellerin das Ende eines Ideals. Die Realität hat die Illusion eingeholt. Um doch noch für sich etwas aus der veränderten politischen Lage zu machen, beschliesst Hanna, von München nach Berlin überzusiedeln. Sie hofft bei Freunden aus der (jetzt ehemaligen) DDR unterzukommen. Diese Hoffnung heisst in erster Linie Joachim Rau (Michael Gwisdek), ihr Ost-Berliner Verleger...
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