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The End of the Affair - Filmkritik

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Land (Jahr): Grossbritannien, USA (1999)
Genre:Drama, Romance
Filmlänge:102min
Regie:Neil Jordan
Kinostart:23.03.2000
 05.04.2000 (Romandie)
Drehbuch:Neil Jordan

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The End of the Affair

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Neil Jordan (Bestes Drehbuch für «The Crying Game» 1992) hat mit «The End Of The Affair» eine dramatische Liebesgeschichte nach dem gleichnamigen Roman von Graham Greene verfilmt. Trotz bestechendem Dekor und solider schauspielerischer Leistung springt das Gefühl dieser Amour fou nicht so recht auf das Publikum über.

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London kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges. Der junge Schriftsteller Bendrix (Ralph Fiennes) lernt den Beamten Henry Miles (Stephen Rea) kennen und verliebt sich in dessen Frau Sarah (Julianne Moore). Je stärker der Krieg tobt, desto glücklicher scheint die Affäre zu verlaufen: In den Wirren der Bombenangriffe fällt es leichter, das Verbotene geheimzuhalten. Als in einer Liebesnacht Bendrix nach einem Bombeneinschlag regungslos am Boden liegen bleibt, betet Sarah zu Gott und gelobt, die Liaison aufzugeben, wenn Bendrix bloss überlebe. Als dieser schliesslich zur Geliebten zurück kriecht, glaubt sie, einen Geist zu sehen; Einerseits freut sie sich, dass Bendrix lebt, anderseits muss sie ihn aufgeben, wenn sie ihr Versprechen an Gott halten will. Überstürzt verlässt sie ihn.

Zwei Jahre später trifft der verbitterte Bendrix Sarahs Ehemann Miles, ohne Sarah inzwischen wiedergesehen zu haben. Miles verdächtigt seine Frau, eine Affäre zu haben und fragt sich und Bendrix, ob er einen Detektiv engagieren soll. Bendrix selbst wird eifersüchtiger als Miles und setzt ohne Miles' Wissen den Privatdetektiv Parkis (Ian Hart) auf Sarah an. Überall sieht Bendrix plötzlich potenzielle Liebhaber Sarahs; Als Parkis ihm schliesslich Sarahs Tagebuch beschafft, wird Miles klar, weshalb Sarah ihn verlassen hat. Er wird seiner mass- und grundlosen Eifersucht beschämt gewiss und versucht, Sarah wieder für sich zu gewinnen.

Der auf Graham Greenes gleichnamigem Roman basierende Film behandelt die alte Geschichte von Liebe und Eifersucht, Glaube und Tod. Ralph Fiennes lässt Bendrix nicht bloss sympathisch wirken; dessen Besitzanspruch an Sarah ist im Grunde genommen völlig ungerechtfertigt, aber die Amour fou scheint sein Nachspionieren zu legitimieren, obwohl er ja selbst der Verführer ist, der das Gesetz der Ehe bricht. Für Bendrix ist diese Liebe zu einer Frau grenzenlos. Während für ihn der Zweck alle Mittel heiligt, setzt Sarah den religiösen Glauben über die fleischliche Liebe. Doch eine Amour fou ist nicht rational erklärbar, und so schafft es Sarah trotz des göttlichen Wunders nicht, ihr Versprechen zu halten.

Zwar ist «The End of the Affair» stimmungsvoll gefilmt (Kamera: Roger Pratt), die Dekors bestechen, und die Schauspieler zeigen eine solide Leistung. Die Chemie zwischen Fiennes und Moore stimmt, doch scheint die Verzweiflung und absolute Notwendigkeit ihrer Affäre, das Gefühl in dieser Amour fou, nicht wirklich bei den Zuschauern anzukommen. Liegt es daran, dass wir zu wenig aus Sarahs Perspektive zu sehen bekommen? Oder wirkt am Ende Bendrix mit seiner übertriebenen Eifersucht allzu menschlich und taugt dadurch nicht zur Idealisierung? Der Ehemann Miles agiert bloss nett und blass im Hintergrund und trägt auch nicht dazu bei, den Konflikt einer verheirateten Frau und die Affäre ihres Lebens wirklichkeitsnah und etwas vielschichtiger vorzuführen. [Flavia Giorgetta]

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